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Nachricht vom 27.06.2022    

Geschlechtskrankheiten vorbeugen: 5 Tipps

Sex gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Er festigt die Bindung zwischen Partnern und schafft Nähe und Vertrauen in einer Beziehung. Außerdem entspannt er, hebt die Stimmung und trägt damit zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Doch heutzutage ist der erste Partner selten derjenige, mit dem man dauerhaft zusammenbleiben kann oder will. Das ist nicht nur eine emotionale Herausforderung. Auch die Gefahr steigt mit der Zahl der Sexualpartner. Seit Aids Anfang der 80er Jahre als eigenständige Krankheit erkannt wurde, ist die Gefährdung durch Geschlechtskrankheiten kein Tabuthema mehr. Eine Entwicklung, die längst überfällig war und mittlerweile kann auch Genitalherpes inzwischen nicht nur mit Salben, sondern auch gut mit Aciclovir Tabletten behandelt werden.

Foto Quelle: pixabay.com / bru-no

Zugleich haben jedoch die hohe Ansteckungsgefahr und der tödliche Verlauf der HIV-Infektion dazu geführt, dass die schon bekannten Geschlechtskrankheiten weniger als Bedrohung wahrgenommen werden. Ein fataler Fehler. Denn unbehandelt sind viele von Ihnen auch heute noch tödlich, führen zur Unfruchtbarkeit, oder anderen dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen. Bitte achten Sie von daher immer auf Ihre Gesundheit, sie ist das wichtigste, was sie besitzen. Umso wichtiger ist es, sich zum Beginn des Erwachsenwerdens über die Ansteckungswege, Symptome und Folgen von Geschlechtskrankheiten zu informieren. Medizinisch werden sie in drei Kategorien unterteilt; durch Bakterien und durch Viren verursachte, sowie parasitäre Geschlechtskrankheiten.

Parasitäre Geschlechtskrankheiten
Zu letzteren gehören die noch harmloseren Filzläuse oder Krätze, die durch Krätzmilben verursacht wird. Beides lässt sich gut behandeln, ist aber durch den verursachten starken Juckreiz sehr störend. Selbst diese, relativ harmlosen Erreger, können unbehandelt schlimme Geschwüre verursachen, weshalb auch bei Verdacht auf Läuse oder Milben unbedingt ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Sexuell übertragbare Virusinfektionen
Die wichtigsten, von Viren verursachten Geschlechtskrankheiten sind Aids, Papillomviren (HPV), Genitalherpes und Hepatitis -A und -B.

Aids
Das HIV-Virus gehört inzwischen zu den am besten untersuchten Viren und das Wissen darüber ist groß. Trotzdem ist es bisher nicht gelungen, ein zur Heilung führendes Medikament, oder einen Impfstoff zu entwickeln. Das Virus schädigt das Immunsystem, sodass der Körper den permanenten „Angriffen“ von Erregern nur wenig entgegensetzen kann. Ohne Behandlung führt deshalb nicht das Virus selbst, sondern eine für gesunde Menschen eher harmlose Krankheit irgendwann zum Tod der Betroffenen. Es gibt mittlerweile Medikamente, die die Viruslast verringern und den Verlauf der Krankheit bremsen können. Heilen können sie Aids jedoch nicht. Wer an Aids erkrankt, hat deshalb lebenslang unter häufigeren Krankheiten und Beschwerden zu leiden.

Humane Papillomviren
Es sind inzwischen über 200 Virustypen der Papillomviren bekannt. Ihre Symptome und Folgen sind verschieden, von der Entstehung harmloser Warzen im Genitalbereich, bis hin zur Verursachung gefährlicher Krebsarten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Geschlechtskrankheiten, erfolgt ihre Verbreitung nicht durch Sperma, Scheidenflüssigkeit oder Blut, sondern durch den Kontakt mit Haut und Schleimhäuten. Deshalb sind Papillomviren so weitverbreitet, dass sich fast alle Menschen eines Tages damit anstecken. Seit einigen Jahren lässt sich dieser Ansteckung durch eine einmalige Impfung vorbeugen. Diese muss allerdings vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen. Dann bietet sie einen hundertprozentigen Schutz, vor den Bakterien und vor allem vor deren Folgen, wie Gebärmutterhalskrebs, oder anderen Krebsarten, die auf Papillomviren zurückzuführen sind. Eine Impfung von Frauen und Mädchen wird mittlerweile von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen.

Genitalherpes
Etwa 15 Prozent aller Menschen tragen den Herpes Virus Typ 2 in sich. Sie sind lebenslang Überträger des Virus, auch wenn sie selbst keine Symptome zeigen. Mögliche Symptome sind auch bei Herpes häufige Infektionen, aber auch Rötungen und Bläschenbildung im Genitalbereich. Auch Schmerzen beim Urinieren und Ausfluss gehören dazu.

Hepatitis -A und -B
Auch bei Hepatitis zeigen sich nicht bei allen Menschen Symptome. Zudem äußern sich diese durch allgemeine Müdigkeit und mehr oder weniger starke Übelkeit und Bauchschmerzen. Darin lässt sich für den Laien nicht leicht eine Geschlechtskrankheit erkennen. Herpesviren verursachen Entzündungen, vorwiegend an der Leber. Unsere Leber ist zwar sehr widerstands- und regenerationsfähig, doch die Viren sind hartnäckig. Unbehandelt verursachen sie eine chronische Leberentzündung, die langfristig zum völligen Verlust der Leber und damit zum Tod der Betroffenen führt. Gegen beide Hepatitis-Formen kann man sich inzwischen impfen lassen, was aufgrund der Schwere der Krankheit, nicht nur für Risikopatienten empfehlenswert ist.

Bakteriell verursachte Geschlechtskrankheiten

Die verbreitetsten bakteriellen Geschlechtskrankheiten sind Syphilis, Tripper und Chlamydien.

Chlamydien
Einem Befall mit Chlamydien lässt sich seit einigen Jahren durch eine Impfung vorbeugen. Auch diese Impfung sollte vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen, da Chlamydia trachomatis, die dafür verantwortlichen Bakterien, weit verbreitet sind und Chlamydien daher die häufigste diagnostizierte Geschlechtskrankheit ist. Symptome zeigen diese selten, was ihre Verbreitung begünstigt. Trotz fehlender Beschwerden sind Chlamydien nicht harmlos. Sie verursachen Entzündungen im Körper, die bei Männern und Frauen Unfruchtbarkeit verursachen können. Deshalb sind auch ohne Beschwerden regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig.

Syphilis
Vor Aids war Syphilis die gefährlichste und über Jahrhunderte die gefürchtetste Geschlechtskrankheit. Beginnend mit leichten, grippeähnlichen Beschwerden wird sie oft nicht als Geschlechtskrankheit wahrgenommen. Weitere Symptome sind Knotenbildung an der Infektionsstelle, die sich allmählich zu flachen Geschwüren weiter entwickeln. Auch juckender, nässender Hautausschlag, Kopf- und Gelenkschmerzen, Fieber und Gewichtsverlust sind Symptome einer möglichen Syphilis-Infektion. Die Bakterien greifen auch das zentrale Nervensystem an, weshalb Syphilis in früheren Jahrhunderten oftmals zum Wahnsinn der Betroffenen führte, wenn die Entzündung der Organe sie nicht schon vorher tötete. Inzwischen lässt sich Syphilis gut mit Antibiotika behandeln. Der Erreger bleibt jedoch lebenslang im Körper.

Tripper
Auch Tripper zeigt sich nicht immer, durch erkennbare Symptome. Gerade Frauen merken oft gar nicht, dass sie sich angesteckt haben und geben so die Infektion unbesorgt weiter. Harmlos ist er allerdings nicht. Tripper löst multiple Entzündungen im Körper aus, was zu schweren Vernarbungen und damit funktionellen Einschränkungen an verschiedenen Organen führen kann. Zudem erhöht eine unbehandelte Infektion das Risiko, sich zusätzlich mit HIV anzustecken.

Wie schützen Sie sich nun am besten vor Geschlechtskrankheiten?
1. Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor dem ersten Sexualverkehr sich und seinen Partner auf Geschlechtskrankheiten testen lassen.
2. Tipp: Informieren Sie sich rechtzeitig über alle für Geschlechtskrankheiten wirksame Impfungen und nutzen Sie diese.
3. Tipp: Benutzen Sie Kondome und achten Sie darauf, dass diese nicht mit ölhaltigen Gleitmitteln in Berührung kommen. Diese greifen das Gummi an und lassen sie porös werden. Wenn Gleitmittel, dann auf Silikon-Basis.
4. Tipp: Achten Sie bei Ihrem Partner auf mögliche Warzen, Geschwüre oder andere Hautauffälligkeiten. Diese können Bakterien oder Viren enthalten, die bereits durch Hautkontakt übertragen werden.
5. Tipp: Vermeiden Sie Oralverkehr mit unbekannten Partnern, da auch auf diesem Weg Erreger durch mikroskopisch kleine Verletzungen in der Mundhöhle übertragen werden können. (prm)

Agentur Artikel



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