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Pressemitteilung vom 01.06.2022    

Handwerk, Kultur, Gauklertum und mehr beim Mittelaltermarkt Montabaur

Rund um die Kirche "Sankt Peter in Ketten" und im Gebück wird es wieder einen Mittelaltermarkt geben. Auch dieses Jahr findet der Markt am 11. und 12. Juni unter der Organisationsleitung von Lorraine Médiévale aus dem Saarland statt. Veranstalter ist die Stadt Montabaur.

Hingucker Greifvögel. (Foto: Oliver Krämer)

Montabaur. Vorführende Handwerker, die man kaum noch auf anderen Märkten sieht, weitgereiste Händler, die um die Euronen der Besucher buhlen und vorwiegend Ware aus kleinen Familienbetrieben anbieten. Ein ausgewogenes Kulturprogramm für Groß und Klein, Speis und Trank, fern ab von Currywurst und Pommes, Cola oder anderen Nahrungsmittel, die es im Mittelalter nicht gab. Ein großer Stellenwert liegt bei den Kindern, die viel Handwerkliches ausprobieren können oder bei Spielen ihren Spaß haben werden.

"Fremitus" geben den Ton an, mit historisch nachgebauten Instrumenten. Die "Zeitreisenden" sind Spielleute, die für die ruhige, höfische Musik und Gesang zuständig sind. Dazu kommt aus Frankfurt das DUO Vagabundis. Viel Lärm mit Dudelsack und Trommel. Am Sonntag um 12 Uhr spielt das Renaissance-Ensemble der Kreismusikschule Montabaur auf.

Der Gaukler "Micha Mangiafuocco" jongliert, diskutiert und hantiert mit Keulen, Diabolo, dem Teufelsstab und treibt seine Spielchen mit dem Feuer. Mangiafuocco bedeutet Feuerfresser - diesem Namen macht er alle Ehre. Wenn es dann am Abend dunkel wird, gibt es eine großartige Feuershow von ihm und "Widumavi" Feuertanz.

Herold Carolan ist nicht nur für die Moderation zuständig, sondern kündigt die Ankunft hoher Herrschaften an, ruft verloren gegangene Eltern oder Halter von falschparkenden Ochsenkarren (Autos) aus. Er wird ebenso mit einer Delegation des Marktes am Samstag um 13 Uhr zum Rathaus ziehen und Stadtbürgermeisterin Wieland um Erlaubnis bitten, den Markt auszurichten. Zusammen wird man zur Kirche ziehen, die Stände begutachten, um im Anschluss hochoffiziell den Markt zu eröffnen.



Eine Schminkfee kümmert sich um die Kinder. Ein handgetriebenes Riesenrad sorgt für Spaß, genauso wie das beliebte Mäuseroulette, das Eierknacken, die Drachenjagd oder das Bogenschießen. Hennamalerei gibt es ebenfalls. Und Körbe flechten lernen können die Kinder auch. Wer einen kaputten Stuhl zuhause hat, kann ihn gerne mitbringen.

Handwerker, wie Siegelgraveur, Korbflechter, Töpfer oder Lederer zeigen ihr Handwerk und beantworten Fragen. Weitgereiste Händler bieten Waren an wie Bernstein, Räucherwerk, Gewandungen, Ledertaschen und Schuhe, Gewürze, Töpferware, Schmuck, Wollprodukte, Met, Liköre und vieles mehr. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Salzhändler legen. Diese erklären die besonderen Unterschiede, die Gewinnung und Verarbeitung des weißen Goldes aus dem Mittelalter.

Für den Hunger und Durst sorgen Tavernen mit Kräuterlimonaden, Apfelsaft, verschiedene Biere und Met. Schwein am Spieß, verschiedene Würste und Würzfleisch, Flammlachs, Waffeln und Quarkbällchen, eine Feldbeckerey sowie Mandelbräterey sorgen für das leibliche Wohl.

Neu in diesem Jahr ist das Grafenlager mit ihren Greifvögeln, welche immer ein Hingucker sind. Sie stehen im Lagerbereich unterhalb der Bühne.

Öffnungszeiten des Marktes: Samstag von 12 bis 22 Uhr, am Sonntag von 10:30 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter www.montabaur-live.de. (PM)


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