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Nachricht vom 22.05.2022    

Verbandsgemeinde Montabaur feierte sich und 50-jähriges Jubiläum

Von Wolfgang Rabsch

Die „zweitgrößte Verbandsgemeinde der Welt“ hatte allen Grund zur Freude und zum Feiern: am 22. April 1972 wurde die Verbandsgemeinde Montabaur gegründet, und konnte aus diesem Grund stolz auf ein 50-jähriges Bestehen zurückblicken.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Montabaur. Verbandsgemeinden sind in Deutschland, und wahrscheinlich in der ganzen Welt, eine einmalige Institution, die es nur in Rheinland-Pfalz-Pfalz gibt. Sie wurden 1972 aus Gründen des Gemeinwohls im Rahmen der Verwaltungsreform, aus benachbarten Gemeinden des gleichen Landkreises gebildet. Da es in Rheinland-Pfalz nur eine Verbandsgemeinde gibt, die zurzeit über etwas mehr Einwohner verfügt, kann die VG Montabaur sich, ohne anzugeben, mit Fug und Recht als „zweitgrößte VG der Welt“ bezeichnen.

Genug der Vorrede, denn es gibt so einiges von der Feier zum Jubiläum in der Stadthalle von Montabaur zu berichten. Ulrich Richter-Hopprich, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur, hatte zum Empfang geladen, und viele Bürger folgten gerne dieser Einladung. So konnte er einige Altbürgermeister, und kommunale Spitzen begrüßen, unter anderem Gabi Wieland, die er als Stadtbürgermeisterin und Erste Beigeordnete des Westerwaldkreises begrüßte, sowie Jenny Groß, als Mitglied des Landtags und Vorsitzende der CDU des Westerwaldkreises. Der VG-Bürgermeister hatte darauf geachtet, das nicht nur Politiker den Rahmen der Feier bilden sollten, er legte großen Wert darauf, dass aus sämtlichen Gemeinden innerhalb der VG Montabaur Vertreter anwesend sein konnten. Eine besondere Begrüßung sprach er den 830 Neubürgern aus, die von Oktober 2021 bis Mitte April 2022 ihren Wohnsitz in der Verbandsgemeinde Montabaur genommen haben. Richter-Hopprich zeichnete aus, dass er nicht langatmig die 50 Jahre Revue passieren ließ. Natürlich sang er ein Loblied auf seine VG, hatte aber auch allen Grund dazu, die VG gilt als eine der Wirtschaftsstärksten im gesamten Land.

Schnelles Internet, die Schulen, die ärztliche Versorgung auf dem Land, das Generationenkonzept, und die dauernde Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren, waren nur einige der Eckpunkte, die der Bürgermeister hervorhob. Die drei Horrorszenarien Pandemie, die Flutkatastrophe an der Ahr, und der aktuelle Krieg in der Ukraine, bedachte auch der Bürgermeister, er gewann dabei den Eindruck, dass diese drei Katastrophen die Menschen noch enger zusammengeschweißt habe, und eine Welle der Hilfsbereitschaft erzeugt hätten. Ganz aktuell leben und wohnen in der Verbandsgemeinde Montabaur 41.903 Menschen, die VG Rhein-Selz hat nur eine Handvoll mehr Einwohner, liegt somit ganz knapp vor der VG Montabaur.




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Reges Interesse erzeugte der Bürgermeister, als er bekannt gab, dass er ein kleines Präsent für denjenigen Neubürger parat habe, der die größte Entfernung von seinem Heimatort in die VG Montabaur zurückgelegt habe. Binnen kurzer Zeit versammelte sich um den Bürgermeister herum eine große Menschentraube, auf Smartphones wurde per Google Earth gecheckt, wie groß ist die Entfernung zwischen den Orten angegeben werden konnte. Schließlich wurden Tamara und Victoria mit einem riesigen Blumenstrauß ausgezeichnet, denn sie wohnten zuvor in einem Ort, der 2.571 Kilometer entfernt lag.

Musikalisch umrahmt wurde der lockere Festakt durch den Musikverein Heiligenroth, der wie immer mit seinem unerschöpflichen Repertoire glänzte. Für jeden Geschmack war etwas dabei, mal „Dicke Backe- Musik“ (Marsch oder Polka), dann aber auch fetzige Rhythmen aus der Moderne, es passte alles zusammen. Ein weiteres musikalisches Highlight konnten die Besucher erleben, als Walter Mohr am Piano in die Tasten griff, und die Gäste mit virtuosen Stücken unterhielt.

Rundum war es dem Orga- Team der Verbandsgemeinde gelungen, einen Festabend auf die Beine zu stellen, der auch angesichts der aktuellen Lage, nicht ausschweifend gestaltet wurde, aber dem Anlass entsprechend, doch gebührend gefeiert werden konnte. Auch an Nachhaltigkeit und Vermeidung von Müll wurde gedacht, als sehr leckere Fingerfood -Häppchen gereicht wurden. Diese Art von Imbiss wird Gott sei Dank immer häufiger benutzt, denn damit wird endlich der unsägliche Gebrauch von Plastiktellern und Plastikbesteck im wahrsten Sinne des Wortes in die Mülltonne gekippt.


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