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Pressemitteilung vom 05.05.2022    

Verbandsgemeinde Montabaur tauscht sich mit Bürgern zum Thema Klimaschutz vor Ort aus

Die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur lud Bürgerinnen und Bürger am 27. April in die Stadthalle in Montabaur ein, um die mit einem Fachbüro erstellte Treibhausgasbilanz vorzustellen und anschließend erste Ideen für konkrete Klimaschutzmaßnahmen vor Ort zu sammeln.

Die Teilnehmer sammeln gemeinsam mit dem Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich Klimaschutzideen für den Bereich Mobilität. Quelle: VG Montabaur

Montabaur. Rund 50 Teilnehmer folgten der öffentlichen Einladung der Verbandsgemeinde (VG) und nahmen an der Auftaktveranstaltung zum integrierten Klimaschutzkonzept teil. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Ulrich Richter-Hopprich, stellte Klimaschutzmanager Max Weber das Vorgehen im Rahmen des durch das Bundesumweltministerium geförderten Projekts dar.

So wurde in den letzten Monaten zusammen mit dem Fachbüro EnergyEffizienz GmbH eine Treibhausgasbilanz für die Verbandsgemeinde erstellt. Diese zeigt die ausgestoßenen Emissionen nach den Sektoren private Haushalte, Gewerbe, Industrie, kommunale Einrichtungen und Verkehr. Die Pro Kopf Emissionen über alle Sektoren sind in der VG Montabaur mit rund 13,2 Tonnen deutlich höher als der Bundesdurchschnitt (8,1 t). Insbesondere der Sektor Verkehr weist bei der VG Montabaur im Vergleich zu anderen ländlichen Kommunen einen hohen Ausstoß an Treibhausgasemissionen auf. Dies ist speziell dem Umstand geschuldet, dass auch der Abschnitt der Autobahn A3 mitbilanziert wird, welcher durch das VG-Gebiet verläuft.
Nach der Vorstellung der Treibhausgasbilanz stellten die Vertreter des Fachbüros die Potenziale für eine sukzessive Senkung des Treibhausgasausstoßes innerhalb der Verbandsgemeinde dar. Dabei wurde klar, dass enorme Anstrengungen notwendig sein, um die im Klimaschutzgesetz verankerte Treibhausgasreduzierung bis 2045 zu erreichen. Konkret wäre etwa ein jährlicher Zubau von 100 Wärmepumpen respektive 20 Solarthermieanlagen notwendig. Ferner ein Zubau von etwa 20 Nahwärmenetzen a 40 Gebäude bis 2045. Die Sanierungsrate, das heißt der Anteil der Bestandsgebäude, welche jährlich energetisch saniert werden, müsste von derzeit 0,83 % auf 3 % steigen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden dann die Möglichkeit in drei Gruppen Ideen für Klimaschutzprojekte in den Bereichen Mobilität, Wohnen und erneuerbare Energien zu sammeln. Exemplarische Maßnahmen, welche hier genannten wurden, waren der Ausbau sowie die Preisgestaltung des ÖPNV, Förderprogramme für die Installation von erneuerbaren Energien sowie die konsequente Verknüpfung von verschiedenen Sektoren wie Photovoltaik und Elektromobilität.




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Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich der Klimaschutzmanager Max Weber für das engagierte Mitwirken der Anwesenden und stellte die weiteren Schritte dar: Eine Folgeveranstaltung wird am 12. Juli in Montabaur stattfinden. Hier sollen dann weitere Ideen für den Klimaschutz vor Ort gesammelt werden. Bis dahin gibt es die Möglichkeit, an einer Onlineumfrage zum lokalen Klimaschutz teilzunehmen. Diese ist auf der Website des Klimaschutzmanagements www.klima-bewegt.de abrufbar. Hier findet sich auch die Präsentation zur Treibhausgasbilanz sowie Potenzialanalyse. Sowohl die Bilanz und die Potenzialanalyse als auch die gesammelten Maßnahmen werden in Form von sogenannten Maßnahmensteckbriefen Berücksichtigung in der Verschriftlichung des Klimaschutzkonzepts finden. Dieses soll bis Ende des Jahres fertiggestellt werden, um anschließend weitere Bundesfördermittel für die anschließende Umsetzungsphase zu beantragen.

VG-Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich machte im Rahmen der Veranstaltung klar, dass es sich bei dieser lediglich um den Auftakt eines kontinuierlichen Prozesses handelt, welcher den Klimaschutz vor Ort im Austausch mit allen relevanten Akteuren kontinuierlich voranbringen soll. "Für die Mammutaufgabe Klimaschutz benötigen wir das Engagement von allen: Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Politik und Verwaltung", ergänzte Klimaschutzmanager Max Weber. (PM/red)


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