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Pressemitteilung vom 22.04.2022    

Frühlingsboten erreichen den Westerwald: Schwalben kehren zurück

Schwalben gehören zu den ersten Langstreckenziehern, die aus ihren über 4.000 Kilometer entfernten Überwinterungsgebieten südlich der Sahara zurückkehren. Bis zu einem halben Jahr verbringen sie vor Ort im Brutgebiet. Dabei sind sie auf die Gastfreundschaft der Menschen angewiesen.

Mehlschwalbe. (Foto: Marcel Weidenfeller und NABU)

Wallmerod. Ohne die Gastfreundschaft der Menschen können sich die abnehmenden Bestände nicht stabilisieren, so der NABU Hundsangen. “Schwalben gelten als Glücksbringer und sind bei Menschen als Vorboten des Sommers generell sehr beliebt. Doch leider nehmen ihre Bestände kontinuierlich ab“, so Jochen Hannappel vom NABU-Hundsangen. Die Intensivierung der Landwirtschaft und das Verschwinden der bäuerlichen Landbewirtschaftung mit Schlammpfützen und Misthaufen und dem damit einhergehende Rückgang an Fluginsekten, die Hauptnahrung der Schwalben, sowie die Versiegelung der Landschaft, mache den Vögeln sehr zu schaffen.

Auch finden die Schwalben immer weniger Nistplätze. Mehlschwalben bauen ihre Nester an Häuser, jedoch verhindern moderne Fassadenputze, dass der feuchte Lehm, den die Tiere als Baumaterial verwenden, an der Fassade haften bleibt. Zudem fehlt es in der versiegelten Landschaft an Lehm, den die Vögel als Baumaterial nutzen können.




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Abhilfe schaffen kann man etwa mit Nisthilfen oder durch das Anlegen von Schlammpfützen, so der NABU Hundsangen. “Unter dem Nest kann ein sogenanntes Kotbrett angebracht werden, um eine Fassadenbeschmutzung auf einfache Weise zu verhindern. Letztlich sind die Vögel in besonderem Maße von unserer Toleranz abhängig“, erklärt Hannappel. Gerade für die Rauchschwalben haben sich die Lebensbedingungen drastisch verschlechtert, da sie ihre Nester vor allem in Kuh- und Pferdeställen bauen, diese aber zunehmend nicht mehr vorhanden beziehungsweise verschlossen werden.

Der NABU Hundsangen ruft deshalb dazu auf, mit Ankunft der Schwalben, Fenster von Ställen, Schuppen und Garagen zu öffnen. (PM)


Mehr dazu:   Naturschutz  
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