Werbung

Pressemitteilung vom 20.04.2022    

Die NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald informiert

Der NABU appelliert an Gemeinden, Landwirte und Straßenmeistereien, Wegränder und Feldraine von März bis September nicht zu mähen. Sowohl Natur als auch Klima sollen durch diese Maßnahme geschont werden. Gemeinden wie Hundsangen gehen seit dem Jahr 2021 mit gutem Beispiel voran.

Symbolfoto. (Foto: Pixabay / jplenio)

Westerwaldkreis. In den letzten Jahren wurde immer wieder über das Insektensterben und den Rückgang der Feld- und Wiesenvögel berichtet. So hat sich die Zahl brütender Kiebitze in Deutschland seit den 1990er-Jahren auf ein Viertel reduziert und die Anzahl der Rebhühner ist seit den 1970er-Jahren auf einen Bruchteil des ursprünglichen Bestandes geschrumpft.

Zudem zeigte im Jahr 2017 eine Studie, dass in den letzten 27 Jahren die Biomasse der Fluginsekten in Schutzgebieten Nordwestdeutschlands um über 75 Prozent zurückgegangen ist.

Aus diesem Grund werden Blühflächen in Form von artenreichen Wiesen, aber auch Feldrainen und Wegrändern, immer wichtiger. Werden sie erst in der Zeit zwischen Oktober und Februar gemäht, bieten sie Wildblumen, Insektenarten, verschiedenen Vogelarten und Niederwild, wie beispielsweise dem Feldhasen, ein bedeutsames Nahrungshabitat und einen Rückzugsraum. Besonders günstig wirkt es sich aus, wenn diese Flächen nur alle zwei Jahre durch eine Mahd gepflegt werden.

Denn viele Insekten überwintern in den abgestorbenen Pflanzenstängeln. Außerdem können stehen gelassene Wegränder und Feldraine der Vernetzung noch existierender größerer Blühflächen dienen. Gerade wenn die Landschaft nach der Ernte weitestgehend ausgeräumt ist, bieten blühende oder auch verblühte Wegränder eine letzte Struktur im Feld.



Ein weiterer Vorteil der seltenen und später durchgeführten Mahd von Wegrändern und Feldrainen ist, dass sich so zum einen natürliche Blühflachen mit einer von Natur aus enstehenden Artenzusammensetzung entwickeln. Zum anderen sparen Gemeinden, Straßenmeistereien und Landwirte finanzielle Mittel, die sonst für die Pflege eingesetzt werden müssten.

Außerdem wird auch das Klima durch die sparsame Nutzung der Mähfahrzeuge geschont. Die Gemeinde Hundsangen hat sich aus diesen Gründen schon im Jahr 2021 dazu entschieden, die Wegränder in der Zeit zwischen März und September künftig nicht mehr zu mähen. Auch viele andere Gemeinden im Westerwald haben sich diesem Vorgehen angeschlossen. Bleibt zu hoffen, dass viele weitere Gemeinden, Landwirte und Straßenmeisterein diesen guten Beispielen folgen. (PM)


Mehr dazu:   Naturschutz  
Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Beeinträchtigungen im Bahnverkehr zwischen Siegen und Köln

Reisende müssen sich derzeit auf Verzögerungen und Ausfälle im Zugverkehr einstellen. Eine Reparatur ...

Verkehrsunfall auf der L294 bei Westerburg: Polizei sucht Zeugen

Am Nachmittag (3. August) kam es auf der Landstraße 294 zwischen Westerburg und Hergenroth zu einem Verkehrsunfall. ...

Dornburg-Musikanten: Ein musikalischer Nachmittag im Kurpark

Am 9. August laden die Dornburg-Musikanten zu einem besonderen Kurkonzert in den Musikpavillon des Kurparks ...

Geführte Radwanderung durch die Kroppacher Schweiz zur Nistermündung

Am Sonntag, den 9. August, lädt der Kultur- und Verkehrsverein Limbach zu einer besonderen Radwanderung ...

Sparkasse Westerwald-Sieg startet mit 19 neuen Auszubildenden ins Ausbildungsjahr

In Bad Marienberg beginnt für 19 junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt. Die Sparkasse Westerwald-Sieg ...

Vermisster Hund Yuna nach Gewitter verschwunden

Seit Mitte Juli wird die Hündin Yuna vermisst. Sie verschwand während eines Gewitters vom Campingplatz ...

Weitere Artikel


Jahresprogram der Initiative "555 Schritte - fit bis ins höchste Alter" im Buchfinkenland

Je älter man wird, desto merkwürdiger werden die anderen. Dieses Klischee gilt nicht im Buchfinkenland ...

Fünf Busse aus dem Westerwald als Spende für die Ukraine

Seit dem ersten Tag des Kriegs in der Ukraine engagiert sich Jennifer Meutsch mit ihrer Firma Meso and ...

Leben wir nur einmal? Thomas Schmelzer auf dem Spirituellen Festival

Die Bewusstseinsfragen "woher, wohin und warum" beschäftigen Thomas Schmelzer bereits sein Leben lang. ...

Erlebnisbad Herschbach öffnet am 30. April

Das Erlebnisbad Herschbach freut sich, ab dem 30. April wieder Gäste begrüßen zu dürfen. Aufgrund der ...

Ehrlich währt am längsten: Reuiger Teenager bringt geklautes Fahrrad zur Polizei

Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun: Offenbar auf den rechten Pfad zurückgekehrt ist ein 19-Jähriger, ...

Corona: über Ostern sind die Werte deutlich gesunken

Die Inzidenz im Westerwaldkreis ist mit dem heutigen Mittwoch und einem Wert von 868,2 endlich wieder ...

Werbung