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Nachricht vom 15.04.2022    

Ostereier ohne Ende - Wie viele Eier am Tag sind noch gesund?

Von Katharina Kugelmeier

Jedes Jahr an Ostern stellen sich viele Menschen die Frage, wie viele Ostereier man mit gutem Gewissen essen kann. Wie viele Eier am Tag noch gesund sind, dazu gibt es viele verschiedene Aussagen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengetragen und erklären auch, wie lange gefärbte Ostereier haltbar sind, wenn Sie nicht alle auf einmal essen.

Symbolfoto. (Foto: Pixabay / suju-foto)

Region. Bei der Frage, wie viele Eier am Tag gesund oder zumindest noch gesund sind, scheiden sich die Geister. Selbst bei Studien ist die Datenlage zur Auswirkung von Eiern auf die Gesundheit nicht eindeutig. Während viele Empfehlungen sich nur auf den Cholesterinwert in Eiern beziehen, sollte man auch die anderen wertvollen Inhaltsstoffe nicht außer Acht lassen, denn einzig der Cholesteringehalt kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Was neuste Studien mittlerweile herausfinden konnten, spielt das über Nahrung aufgenommene Cholesterin dabei allerdings keine nennenswerte Rolle, weshalb man an Ostern ohne schlechtes Gewissen bei den bunt gefärbten Ostereiern ordentlich zuschlagen darf. Ein gesundheitliches Risiko geht mit dem Verzehr von Eiern nicht einher, vielmehr sind Eier aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sogar richtig gesund.

Die gesunden Inhaltsstoffe im Ei
Die meisten Inhaltsstoffe befinden sich bei Eiern im Eigelb. So findet man hauptsächlich im Eigelb unter anderem die für die Energiegewinnung und Zellatmung wichtigen B-Vitamine B1 (Thiamin) und B2 (Riboflavin). Thiamin ist besonders für den Energiestoffwechsel und somit für Herzmuskel und Gehirn von hoher Bedeutung. Außerdem unterstützt es als Coenzym die Energiegewinnung aus Kohlehydraten und Aminosäuren. Riboflavin gehört auch zum Energiestoffwechsel, ist für die Zellatmung wichtig und unterstützt zusätzlich die Entgiftung im Körper. Zwei wertvolle Vitamine, welche der Körper über die Nahrung aufnimmt und die nicht überdosiert werden können. Zu den B-Vitaminen gehört auch Folsäure (Vitamin B9), welche sich ausschließlich im Eigelb befindet und unter für die Neubildung von Zellen wie roten und weißen Blutkörperchen unentbehrlich ist. Auch ein Beitrag zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird mittlerweile mit Folsäure in Verbindung gebracht.

Ebenfalls im Eigelb findet man besonders gut verdauliche und hochwertige Proteine. Diese zeichnen besonders die hohe Verwertbarkeit aus, denn der Mensch kann sie im Gegensatz zu den Proteinen vieler anderer Quellen fast vollständig verwerten. Dass sich das meiste Protein im Eiweiß befindet, ist jedoch ein Mythos. Der überwiegende Anteil ist im Eigelb enthalten, allerdings ebenso der überwiegende Anteil an Fett und das nicht so gesunde Cholesterin. Außerdem findet man im Eigelb die Mineralstoffe Kalzium und Phosphor sowie das Spurenelement Eisen. Kalzium ist dabei besonders für die Knochendichte und Festigkeit von Zähnen von Bedeutung, Phosphor für Energieproduktion, Energiespeicherung und zur Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper. Eisen hingegen ist ein wahres Multitalent und an vielen Prozessen im Körper beteiligt, unter anderem ist es Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und auch an der Speicherung und Transport von Sauerstoff im Blut und der Muskulatur beteiligt.

Im Eiweiß oder auch Eiklar des Eis sind die Mineralstoffe Natrium und Kalium. Natrium hat die besondere Eigenschaft, Wasser binden zu können. Deshalb spielt Natrium eine wesentliche Rolle im menschlichen Wasserhaushalt und ist an der Regulation beteiligt. Zudem reguliert es den Blutdruck und den Säure-Basen-Haushalt. Kalium ist ebenfalls für viele Funktionen des Körpers wichtig. Vor allem bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen wird Kalium benötigt, wodurch es eine Rolle bei Muskelkontraktionen, Herzfunktion, Blutdruck und anderen Körperfunktionen spielt.



Und auch viele andere Vitamine sind in Eiern enthalten. Neben den bereits erwähnten wasserlöslichen B-Vitaminen sind auch fettlösliche Vitamine in Eiern zu finden. Vitamin A, auch bekannt als Retinol, ist besonders für Haut und Augen von Bedeutung. Es schützt die Zellen und stärkt die Sehkraft. Vitamin D hat eine wichtige Rolle in Stoffwechselvorgängen im Körper, besonders für den Knochenstoffwechsel ist es unerlässlich. Auch gibt es die Vermutung, dass ein Vitamin-D-Mangel in Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen stehen kann. Vitamin E wird auch Zellschutzvitamin genannt. Wie der Name schon sagt, schützt es die Zellen und kann Entzündungen schwächen. Auch auf das Gedächtnis hat es positiven Einfluss. Zuletzt sei auch noch das Vitamin K erwähnt, welches Blutgerinnung und auch Knochenstoffwechsel beeinflusst.

Das “böse“ Cholesterin
Während Eier wie zuvor beschrieben viele gesunde und wertvolle Inhaltsstoffe haben, findet man im Eigelb auch das umstrittene Cholesterin. Dabei wichtig ist die Unterscheidung zwischen LDL- und HDL-Cholesterin. Auch wenn zu viel LDL-Cholesterin (Low Densitiy Lipoprotein-Cholesterin) im Blut das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, ist Cholesterin generell ein unentbehrlicher Stoff für den Menschen. Das “gute“ HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein-Cholesterin) ist dabei der natürliche Gegenspieler des LDL-Cholesterins und bindet den Überschuss an freiem Cholesterin. Cholesterin wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen, sondern auch im Körper selbst gebildet. Es wird zur Bildung einiger Hormone benötigt und ist ein Baustein der Zellmembran. Das über die Nahrung aufgenommene Cholesterin wurde dabei lange Zeit allein verantwortlich für hohe Cholesterinwerte gemacht. Eine amerikanische Studie der Iowa State University fand jedoch mittlerweile heraus, dass über die Nahrung aufgenommenes Cholesterin nahezu keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit hat. Vielmehr erhöhen laut der Studie bis zu drei Eier am Tag auch das gute HDL-Cholesterin und das sogenannte Plasma-Cholin, Stoffe, die das Herzinfarkt-Risiko senken und die Leber vor Verfettung schützen.

Wie lange hält sich ein Osterei?
Wie lange ein gekochtes und gefärbtes Osterei hält, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein hart gekochtes Ei kann man bis zu zwei Wochen ungekühlt aufbewahren, sofern die Schale unversehrt ist, also auch keine kleinen Risse hat. Außerdem sollte man Eier nicht abschrecken nach dem Kochen, um eine lange Haltbarkeit zu gewähren. Schreckt man Eier ab, bilden sich nämlich Lufträume zwischen Schale und Ei. Diese Eier sollte man möglichst dauerhaft im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von längstens zwei Wochen essen oder ungekühlt sofort verzehren. In den Lufteinschlüssen können sich nämlich Mikroorganismen bilden und optimal vermehren. Wer unversehrte Eier nicht abgeschreckt hat und trotzdem im Kühlschrank aufbewahrt, kann meist bis zu vier Wochen von den Ostereiern essen. Wenn man sich nicht sicher ist, verrät einem aber auch die Nase für gewöhnlich sehr schnell, ob ein Ei noch zum Verzehr geeignet ist oder besser entsorgt wird.


Mehr dazu:   Ratgeber   Gesundheit   Ostern  

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