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Pressemitteilung vom 14.04.2022    

Ballons für den Frieden des Seniorenzentrums in Dernbach

Mit gelben und blauen Ballons setzten Bewohner, Mitarbeiter und Ordensschwestern des Seniorenzentrums St. Josef und St. Agnes am 11. April ihr persönliches Zeichen für den Frieden. Eine schöne Aktion, bei welcher die ganz persönlichen Bitten und Wünsche - biologisch abbaubar - auf die Reise geschickt wurden.

Ballons für den Frieden in Dernbach. (Foto: Seniorenzentrum St. Josef und St. Agnes)

Dernbach. Jeder Mensch setzt die Zeichen, die er kann. Da es Bewohnern von Seniorenzentren zumeist schon körperlich nicht mehr ohne Weiteres möglich ist, an Demonstrationen für den Frieden, Versammlungen oder Kundgebungen teilzunehmen, drückten sie ihre Betroffenheit in Dernbach anders aus.

Gegen 15.30 Uhr entließen die versammelten Menschen in Dernbach am 11. April die gelben und blauen Ballons in den sonnigen Nachmittagshimmel. Auf ihnen standen ihre Wünsche für den Frieden in der Ukraine und auch ganz persönliche Bitten. Von dem Wunsch, dass die sich im Krieg befindenden Länder wieder versöhnen mögen, bis zu dem Wunsch nach Frieden auf der Welt und einem Ende der Pandemie reichten die notierten Bitten.

Waltraud Daubach, eine Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes im Seniorenzentrum, hatte die Idee für die Ballonaktion: “Viele unserer Bewohner haben den Krieg noch selbst erlebt und sind von den derzeitigen Entwicklungen in der Ukraine sehr erschüttert. Sie äußern uns gegenüber immer wieder Ängste. Sie sagen: ‚Das hatten wir doch alles schon mal‘ oder ‚Kommt das auch wieder zu uns?‘. Sie sind entsetzt, dass Menschen das alles schon wieder erleben müssen. ‚Hat die Menschheit denn nichts dazugelernt?‘, hören wir immer wieder von ihnen.“ Wenn man solche Sorgen habe und sein Mitgefühl mit anderen Menschen öffentlich zum Ausdruck bringen möchte, dann brauche man da auch ein Ventil. Der Gedanke, die eigenen Friedenswünsche an Ballons in den Himmel zu schicken, lag dann auf der Hand.

Die Idee wurde in der Einrichtung großartig aufgenommen. Dabei zeigten die Organisatoren auch große Umsicht. Während der Krieg in der Ukraine tobt, ächzt die Menschheit noch immer unter der Coronapandemie und die stets präsente Klimakrise vergrößert die Unsicherheit vieler Menschen ebenfalls. So versicherte Annika Belgrath, die Einrichtungsleiterin des Dernbacher Seniorenzentrums, den Teilnehmern der Aktion schon direkt zu Beginn: “Damit niemand aus Umweltschutzgründen ein schlechtes Gewissen haben muss, haben wir darauf geachtet, dass vom Ballon über die Schnur, bis zum Wunschzettel alles biologisch abbaubar ist.“ Diese eine Sorge musste sich also niemand am 11. April machen. (PM)


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