Werbung

Nachricht vom 18.03.2022    

IHKs und Wirtschaftsministerium bündeln Angebote: Wirtschaft hilft und Hilfe für die Wirtschaft

Der Krieg in der Ukraine trifft auch die Unternehmen in Rheinland-Pfalz an vielen Stellen. Gleichzeitig gibt es eine enorme Hilfsbereitschaft der Betriebe. Die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz haben ein eigenes Portal geschaffen, um Geflüchteten sowie Unternehmen die notwendigen Informationen an die Hand zu geben.

Symbolfoto.

Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier. Es geht darum, wie die Wirtschaft bereits hilft und weiterhin helfen kann – und ebenso um Unterstützung für die Unternehmen angesichts von Sanktionen, Lieferengpässen und steigenden Energiepreisen. Das reicht von Webinaren für Betriebe mit Geschäftsbeziehungen zu Russland über Hilfsangebote von Unternehmen für die Menschen in der Ukraine bis hin zu Erstinformationen und Jobportalen für Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Rheinland-Pfalz arbeiten möchten. Nicht nur die IHKs wollen zusätzlich Räume zur Verfügung stellen, auch die Unternehmen finden eine Plattform, um zum Beispiel Räume zum Coworking anzubieten.

Vielfältige Unterstützungsansätze
„Die Unternehmerinnen und Unternehmer sind tief betroffen und bestürzt über den Krieg in der Ukraine und das Leid, das die Menschen dort und auf der Flucht erfahren. Es gibt eine große Bereitschaft zur Hilfe mit vielfältigen Ansätzen: von der Sach- und Geldspende über Transportunterstützung bis hin zu Wohn- und Mitarbeitsangeboten. Die eigene wirtschaftliche Betroffenheit, die in Teilen sehr schmerzhaft sein wird, tritt dahinter eindeutig zurück“, sagt Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

„Dieser Krieg wird die rheinland-pfälzische Wirtschaft unmittelbar und mittelbar beeinträchtigen. Unternehmerische Initiative und kluges wirtschaftspolitisches Handeln zur Abmilderung von Härtefällen sind jetzt gefordert. Dafür stehen wir im Dialog auf allen Ebenen mit Politik und Verwaltung im Interesse unserer Mitgliedsunternehmen.“

Wirtschaftliche Unterstützung
„Der schreckliche Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wirkt bis nach Rheinland-Pfalz. Er betrifft die Wirtschaftsbeziehungen der Unternehmen, beeinträchtigt Lieferketten und belastet die Betriebe mit steigenden Energiepreisen. Der Bund hat bereits Unterstützung angekündigt, auf die gerade die in Rheinland-Pfalz stark vertretenen energieintensiven Unternehmen angewiesen sind. Gleichzeitig kommen zu uns Menschen, die schreckliches Leid erfahren haben und denen wir schnellstmöglich eine Perspektive geben wollen. Ich danke den Unternehmen und den Kammern für ihre Hilfsbereitschaft und die Unterstützung, die sie als enge Partner der Landesregierung leisten. Die von Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern betreuten Welcome Center sind wichtige erste Anlaufstellen, die dabei helfen, die zu uns kommenden Menschen mit den Betrieben zusammenzubringen. Denn eine berufliche Tätigkeit und damit verbunden die Integration vor Ort sind elementar, um den Menschen Perspektive zu geben. Darum kümmern wir uns mit vielen weiteren Akteuren“, sagt Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und betont: „Eine offene Willkommenskultur, wie wir sie in Rheinland-Pfalz leben, wird uns auch dabei helfen, die Herausforderungen zu meistern.“



Welcome Center: Arbeit ebenso im Fokus
Dabei steht auch das Thema Arbeiten im Fokus. „Mit unseren vier Welcome Centern beraten und unterstützen wir unsere Betriebe und Geflüchtete. Alle erforderlichen Hinweise und Informationen sind abrufbar – online und im persönlichen Beratungsgespräch“, stellt Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der IHK Trier fest. So bündeln die Welcome Center der vier IHKs in Rheinland-Pfalz zentral aktuelle Informationen zur Rechtsgrundlage von Einreise und Beschäftigung ukrainischer Geflüchteter. „Auch das durch die IHKs initiierte und seitens des Wirtschaftsministeriums unterstützte Netzwerk ‚Working Family‘ ist mit seinen familiengeführten Unternehmen aus dem Hotel- und Gastgewerbe bestens geeignet, den Geflüchteten eine Perspektive für einen Job im Gastgewerbe
anzubieten“, so Glockauer weiter. Jederzeit können sich noch weitere interessierte Arbeitgeber melden und diesem Netzwerk beitreten, um sich zu engagieren.

„Gleichzeitig stellen der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland sowie Belarus die exportorientierte Wirtschaft in Rheinland-Pfalz vor enorme Herausforderungen“, sagt Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer IHK für Rheinhessen. „Die meisten unserer Unternehmer sind Exporteure – die Sanktionen werfen für sie viele Fragen im Handling auf.“ Darf ich diese Güter noch exportieren? Darf ich diesen Empfänger in Russland beliefern? Wie komme ich an mein Geld? Wie sieht die Logistik aus? Dazu ist die IHK-Beratung derzeit stark gefragt – allein die Website des Russland Kompetenzzentrums zu Sanktionen sei mehr als 12.400 Mal aufgerufen worden.

Alle Ansprechpartner und Links finden sich auf der eingeblendeten Website.
Die Hotline der Welcome-Center ist unter 0800 4636-932 erreichbar. (PM)



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.




Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


Sommerauktion am 22. Juni 2024 bei Philippi-Auktionen in Moschheim

Moschheim. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr warten viele interessante Artikel auf die Bieter bei der Sommerauktion ...

Millionär ohne Geld: Wie Sie sich ohne Eigenkapital Ihr Traumhaus sichern

Altenkirchen. Trotz, im Verhältnis zu den Jahren 2019-2021 stark gestiegenen Zinsen, träumen laut Civey-Umfrage im Auftrag ...

Souveräne IT-Strategie für kleine und mittlere Unternehmen in der Praxis

Wissen. Jeder kennt es: Gerade mal ein scheinbar günstiges Cloud-Abo, damit spart man sich den eigenen Server und viel Aufwand. ...

Nach der Wahl: Europas Zukunft mit dem Handwerk meistern

Koblenz. "Deshalb haben wir im Vorfeld der Europawahlen über eine Kampagne zur Wahlbeteiligung aufgerufen, denn wenn das ...

Führungskräfte im Kletterwald: Mut, Sicherheit und Neugier auf dem Prüfstand

Bad Marienberg/Westerwaldkreis. Am zweiten Termin der Veranstaltungsreihe "Frustkiller-Freitag" der Wirtschaftsförderungsgesellschaft ...

IHK-Geschäftsstelle Montabaur zieht Bilanz: Sechs Jahre Leitkammer Keramik

Montabaur. Die Prüfungspraxis im Dualen Ausbildungssystem sieht zweimal im Jahr (Sommer und Winter) am gleichen Tag zur gleichen ...

Weitere Artikel


Westerwaldwetter: Am Sonntag ist Frühlingsanfang

Region. Am heutigen Freitag (18. März) scheint den ganzen Tag die Sonne. Die Tagestemperaturen steigen am Rhein bis auf angenehme ...

Hallenbad Nauort ab 21. März wieder offen

Nauort. Auf die Besucher wartet nun ein komplett saniertes Bad. Etwa wurde die Technik auf den neusten Stand gebracht, das ...

Corona: Inzidenz im Westerwaldkreis erstmals über 2.000, Bund beschließt Basisschutz

Westerwaldkreis. Zwischen Mittwoch, dem 16. März, und dem heutigen Freitag gab es im Kreis insgesamt 1.378 Neuinfektionen. ...

Workshop: Obstbäume fachgerecht schneiden

Enspel. Bei einem ausgiebigen Workshop am Samstag, dem 2. April, dreht sich von 10 bis 17 Uhr alles um Obstbäume. Die Veranstaltung ...

Verkehrsunfall mit Flucht in Hachenburg: Hinweis auf blauen VW Polo

Hachenburg. Am 16. März kam es gegen 16.30 Uhr zu einer Verkehrsunfallflucht auf dem Parkplatz des Expert-Klein-Marktes in ...

Kurzzeitige Verkehrseinschränkung im Autobahndreieck Dernbach

Dernbach. Die Niederlassung West der Autobahn GmbH lässt am Samstag, dem 26. März, Baumfällarbeiten im Bereich des Autobahndreiecks ...

Werbung