Werbung

Pressemitteilung vom 11.03.2022    

Verbandsgemeinde Montabaur: Die FDP fordert mehr Tempo bei Großprojekten

Nach der Kommunalwahl 2019 zog die FDP mit drei Mitgliedern als kleinste Fraktion in den Verbandsgemeinderat Montabaur ein. Nun zieht sie eine Halbzeitbilanz und besinnt sich auf bisherige Erfolge wie auch künftige Vorhaben und Anliegen, darunter die Forderung nach mehr Tempo bei Großprojekten.

Symbolfoto. (Foto: Pixabay / geralt)

Montabaur. "Alle waren politische Newcomer", betont FDP-Fraktionsvorsitzender Dennis Liebenthal rückblickend auf den Einzug in den Verbandsgemeinderat. Dennoch sei die Halbzeitbilanz ausgesprochen positiv. Die FDP habe nicht nur für neue Impulse bei den Themenfeldern der Partei, Wirtschaft und Digitalisierung, gesorgt, sondern frischen Schwung in die Kommunalpolitik gebracht.

Für Liebenthal ist klar: "Für uns stehen Bürgernähe und -beteiligung sowie eine sachorientierte politische Arbeit im Vordergrund." Auch dank der Initiativen der FDP, so Fraktionskollege Volker Lopp, sei der digitale Service der Gemeinde sukzessive ausgeweitet worden. Beispiele dafür seien die Umstellung auf moderne Telefonie und die Beteiligung der Gemeinde am Projekt "Baustelle Digital", mit dem die Verkehrsteilnehmer frühzeitig vor Staus gewarnt werden. "Hier gibt es aber noch viel Luft nach oben", betont Lopp. Deshalb sei auf Anregung der FDP in der Verbandsgemeinde die Stelle eines weiteren Digitalisierungsexperten geschaffen worden.

Mehr Tempo bei Großprojekten
Ein Kernanliegen der FDP, so Liebenthal weiter, sei ein umsichtiger Umgang der Gemeinde mit öffentlichen Geldern. Auch wenn die Verbandsgemeinde Montabaur den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zum Trotz finanziell besser gepolstert sei als andere Verbandsgemeinden in der Region, sei dies kein "Freibrief für finanziellen Schlendrian". Gerade bei Großprojekten wie dem neuen Rathaus oder dem Montabaurer Freibad schaue man genau hin. Nicht zuletzt der anhaltenden Kritik aus der FDP, vor allem durch Fraktionsmitglied Walter Schäfer, sei es zu verdanken gewesen, dass es beim Freibad keine vorschnelle "Luxussanierung" mit doppelt vorgehaltenen Sanitäreinrichtungen im Innen- und Außenbereich des Schwimmbads gegeben habe.

Die durch die Pandemie verordnete Denkpause, so Liebenthal weiter, sollte jetzt dazu genutzt werden, eine nachhaltige und zugleich die Gemeinde nicht finanziell überfordernde Lösung zu suchen, unabhängig davon, ob am Ende eine grundlegende Sanierung oder auch ein Neubau des Schwimmbads stehe. Zwar sei inzwischen eine Planungsgruppe für das Freibad eingerichtet worden, diese habe aber erst einmal getagt. Ein weiteres für die Verbandsgemeinde zentrales Projekt sei der Bau des neuen Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Montabaur. „Die FDP fordert, dass noch in der laufenden Amtsperiode mit dem Bau begonnen wird“, so Liebenthal.

Bei Wirtschaftsförderung ist noch Luft nach oben
Sein Fraktionskollege Lopp sieht Handlungsbedarf insbesondere in der Wirtschaftsförderung. Die Gemeinde arbeite zwar an der Erschließung neuer Gewerbegebiete, könne aber die bereits bestehenden Unternehmen noch besser unterstützen, findet er, zum Beispiel durch die Schaffung von "Co-Working-Spaces" und durch einen regelmäßigen Austausch mit den Firmen. "Die Wirtschaftsförderung darf nicht warten, bis sie von den Firmen angesprochen wird, sondern muss proaktiv an diese herantreten", erklärt Lopp. "Hier beziehen wir ausdrücklich die Selbstständigen mit ein.“ In einem ersten Schritt könne die Gemeinde mit einem Fragebogen an die ansässigen Firmen herantreten, um zu ermitteln, wo diese Stärken und Schwächen der Verbandsgemeinde und Handlungsfelder für die Zukunft sehen.



FDP hält an Plan für Jugendparlament fest
Ein weiteres Anliegen der FDP, so Fraktionschef Liebenthal, sei die Jugendpolitik. In der Bundes- und Landespolitik werde seit einiger Zeit die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre diskutiert. Passend dazu habe die FDP als erste Fraktion die Einrichtung eines Jugendparlamentes in Montabaur vorgeschlagen. Liebenthal verstehe nicht, warum es dafür - anders als in Wirges und Höhr-Grenzhausen - keine Mehrheit gegeben hat: "Ein Jugendparlament würde es den Jugendlichen ermöglichen, ihre Themen einzubringen." Zudem könne so auch Nachwuchs für die kommunalen Gremien geworben werden.

Bauen muss für junge Familien erschwinglich bleiben
Für die Planung neuer Baugebiete macht sich Fraktionsmitglied Schäfer stark, der zugleich Mitglied im Bauausschuss ist. In den vergangenen Jahren sei Bauen immer teurer geworden. Das gelte nicht nur für Bauland, sondern auch für Material und Dienstleistungen rund um das Bauen. Diese Entwicklung werde sich durch den von der EU und der Bundesregierung verfolgten "European Green Deal" mit den ab 2030 anvisierten energetischen Auflagen für neue Wohngebäude und auch Bestandsbauten noch weiter verschärfen. "Die Eigentümerquote liegt bei Wohnraum in Deutschland - anders als in anderen EU-Staaten - nur bei rund 50", so Schäfer. Die FDP unterstütze den ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Das eigene Heim dürfe aber auch künftig nicht zu einem Privileg weniger werden, sondern müsse für junge Familien aus der Region weiter ein erreichbares Ziel bleiben. (PM)


Mehr dazu:   FDP  
Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Fahrplan statt Floskeln: FREIE WÄHLER verlangen verbindliche Schritte zur Besoldungsreform

Die FREIEN WÄHLER im Landtag von Rheinland-Pfalz zeigen sich unzufrieden mit der Antwort der Landesregierung ...

Bildungsminister Sven Teuber kommt zum Dialog nach Selters

Am 20. Januar 2026 lädt Landtagspräsident Hendrik Hering zu einer besonderen Veranstaltung nach Selters ...

CDU Westerwald erinnert an Konrad Adenauer: Ein Mahnmal der Geschichte

Anlässlich des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer veranstaltete die CDU Westerwald eine Gedenkfeier ...

Müllgebühren steigen im Westerwaldkreis: Was der neue Kreishaushalt bringt

In der letzten Sitzung des Kreistages im Jahr 2025 wurden Entscheidungen für 2026 getroffen. Neben dem ...

FDP Westerwald: Neujahrsempfang mit Daniela Schmitt am 21. Januar

Die FDP Westerwald lädt am Mittwoch, 21. Januar, zu ihrem Neujahrsempfang ein. Als besonderer Gast wird ...

Haushalt 2026: Investitionen in Sicherheit, Bildung und Infrastruktur in der VG Hachenburg

Der Verbandsgemeinderat von Hachenburg hat den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Die Prioritäten ...

Weitere Artikel


Bauernmarkt in Anhausen - jetzt anmelden

Nach zweijähriger coronabedingter Pause hoffen das Marktteam, dass der 21. Bauernmarkt im Kirchspiel ...

Für den Frieden: Kammerchor Marienstatt singt in der katholischen Kirche Hachenburg

Die Ereignisse in der Ukraine sorgen für Betroffenheit unter den Mitgliedern des Kammerchors Marienstatt. ...

Karriere beim Westerwaldkreis: Kreisverwaltung in Montabaur sucht Nachwuchstalente

Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises ist einer der größten Dienstleistungsbetriebe im Kreisgebiet. ...

Arbeitskreis "Frauen in Aktion" verabschiedet Gründungsmitglied Dorothea Samson

Die langjährige Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in Montabaur hatte gemeinsam mit der ...

Niederschwelliges Impfangebot für Menschen aus der Ukraine

Inzwischen sind einige Menschen aus der Ukraine auch im Westerwaldkreis angekommen. Wie die Kreisverwaltung ...

Richtig handeln im Ernstfall: Fortbildung für Vorsorgebevollmächtigte in Wirges und online

Wer eine Vorsorgevollmacht erhält, ist oft unsicher und hat viele Fragen. Um genau diese Fragen zu beantworten, ...

Werbung