Werbung

Nachricht vom 16.03.2011    

Landwirtschaft: Bejagungsschneisen in Maisschlägen sind förderfähig

Die Anlage von Bejagungsschneisen für Wildschweine in Maisflächen wird in Rheinland-Pfalz deutlich erleichtert, in dem für diese Flächen die Förderung im Rahmen der Betriebsprämienregelung vereinfacht wird. Dies teilte Landwirtschaftsminister Hendrik Hering in Mainz mit.

Region. „Insgesamt erhoffe ich mir von der Neuregelung, dass zukünftig in größerem Umfang Bejagungsschneisen in Maisflächen angelegt werden und dadurch ein Beitrag geleistet wird, die Schwarzwildpopulation in Rheinland-Pfalz auf ein erträgliches Maß zurückzuführen“, so der Minister.

In Absprache zwischen Bund und Ländern werden hierfür im Flächennachweis Agrarförderung zwei neue Nutzungscodes eingeführt:
- Code 176 (Silo-)Mais mit Bejagungsschneise in gutem landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand;
- Code 177 (Silo-)Mais mit Bejagungsschneise (Kulturfläche)

Bisher war es zwingend erforderlich, die mit einer anderen Kultur bebaute oder aus der Produktion genommene Bejagungsschneise in Maisschlägen als eigenständigen Schlag im Flächennachweis Agrarförderung auszuweisen. Dies führte zu einem großen bürokratischen Aufwand für die betroffenen Landwirte für das Herausmessen und die gesonderte Beantragung der Bejagungsschneisen, erläuterte der Minister. Zu beachten ist allerdings, dass Flächen, die mit den beiden Nutzungscodes beantragt werden, ausschließlich für die Betriebsprämie beihilfefähig sind.



Werden Maßnahmen der 2. Säule, insbesondere Agrarumweltmaßnahmen beantragt, muss im Einzelnen betrachtet werden, ob die Förderung von Bejagungsschneisen den spezifischen Fördervoraussetzungen entgegensteht. Gleiches gilt für die gekoppelten Maßnahmen der 1. Säule, insbesondere für die Eiweißpflanzenprämie. Die Gewährung der Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten kommt allerdings von vorneherein nicht in Betracht, da Mais eine nicht förderfähige Kultur ist. Eine z.B. mit Sommergerste eingesäte Bejagungsschneise ist hingegen grundsätzlich im Rahmen der Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten förderfähig. Deshalb muss deren tatsächliche Größe genau ermittelt werden, wenn hierfür eine Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten gewährt werden soll.

Sofern Bejagungsschneisen in (Silo-)Maisbeständen durch Abhäckseln der Maispflanzen hergestellt werden, ist diese Deklarierung nicht notwendig. Die Flächen sind dann im Flächennachweis Agrarförderung komplett wie Maisschläge ohne Bejagungsschneisen anzugeben.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Tragisches Feuer in Bad Ems: Bewohner stirbt bei Wohnhausbrand

In der Nacht zum Sonntag (24. Mai) ereignete sich ein schwerer Brand in einem Wohnhaus in Bad Ems, bei ...

Verkehrskontrollen in Wied: Mehrere Geschwindigkeitsverstöße festgestellt

Am Samstagnachmittag (23. Mai) führte die Polizei Geschwindigkeitsmessungen in Wied durch. Dabei wurden ...

Martin Rütter über Amor: "Ein prima Kerl, den man noch prima auf Kurs bringt!”

Der vierjährige Dobermann-Rüde Amor aus dem Tierheim Ransbach-Baumbach ist ein echtes Powerpaket. Er ...

Nostalgie trifft Nervenkitzel: die legendäre Pfingstkirmes in Neuwied

Mit Fassanstich und Salutschüssen wurde am Samstagnachmittag die Heddesdorfer Pfingstkirmes eröffnet. ...

Tragischer Badeunfall im Schwimmbad Birlenbach - 11-Jähriger tot

Ein Badeunfall im Schwimmbad Birlenbach endete am Nachmittag des 23. Mai 2026 tragisch. Rettungsdienst ...

Unbekannte beschädigen Parkautomaten in Hachenburg

In Hachenburg wurde ein Parkautomat Opfer von Vandalismus. Die Tat ereignete sich in der Nähe des Kinos ...

Weitere Artikel


Jubiläumskonzert im Bürgerhaus Mörsbach

Im Jahr 2011 feiert der Musikverein Brunken sein 85-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass finden in diesem ...

Volker Kauder sprach in Westerburg

Dieser Tage konnte MdL Ralf Seekatz einen ganz besonderen Gast in Westerburg begrüßen: den Vorsitzenden ...

Hendrik Hering zu Besuch in Großseifen

Auf Einladung des Ortsbürgermeisters Jürgen Steup und des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Bad Marienberg, ...

Hendrik Hering: 1,1 Millionen Euro Landesdarlehen für Abwasserwirtschaft gehen in die VG Rennerod

Auf Anfrage des Landtagsabgeordneten und Staatsministers Hendrik Hering teilt die Ministerin für Umwelt, ...

"Trauen Sie sich" - Neuer Ratgeber für die Ehe

"Trauen Sie sich" - Ein neuer Ratgeber für Ehe und Lebenspartnerschaft ist bei allen Standesämtern ...

Werbung