Werbung

Pressemitteilung vom 08.02.2022    

Nachhaltige Alternativen für die Kunststoffindustrie

Wie "grün" kann Kunststoff wirklich sein? Angesichts des Klimawandels ist die Öffentlichkeit besonders sensibilisiert für das Thema Nachhaltigkeit. In Herschbach im Westerwald entwickelt und verfolgt die VWH GmbH individuelle Strategien, um die Zukunft der Branche mitzugestalten.

Das Thema "Nachhaltigkeit" gewinnt auch in der Kunststoffbranche zunehmend an Bedeutung. (Foto: VWH GmbH)

Westerwaldkreis. Bio liegt im Trend, das gilt auch im Kunststoffspritzguss. Rund 14,2 Millionen Tonnen habe das Produktionsvolumen der kunststoffverarbeitenden Industrie in Deutschland im Jahr 2020 umfasst. Auch wenn die verarbeiteten Mengen tendenziell steigen, besteht in diesem Industriezweig Potenzial im Hinblick auf nachhaltige Entwicklungen.

Immer stärker werden demnach Ansätze nachgefragt, die umweltschädigende Materialien durch umweltfreundliche Kunststoffe, zum Beispiel Biopolymere, ersetzen und somit die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig gestalten. Zu diesen Biopolymeren gehören abbaubare Biopolymere auf petrochemischer Basis und abbaubare Polymere, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren sowie nichtabbaubare Biopolymere, deren Basis nachwachsende Rohstoffe sind. Welche Polymere in der Produktion zum Einsatz kommen, ist vor allem eine Frage der Anwendung.

„Hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften sind die Biokunststoffe durchaus in der Lage den Bereich der konventionellen Kunststoffe abzudecken. In Hinblick auf die thermomechanischen Eigenschaften stößt man jedoch schnell an die Grenzen“, so Tobias Weber, Ansprechpartner für Technologie- und Produktentwicklung. Die höchste Wärmeformbeständigkeit würden demnach sogenannte Cellulosederivate zeigen, wobei es sich um konventionelle Kunststoffe handelt. Für alle höheren thermischen Ansprüche gäbe es aber noch keinen kommerziell erhältlichen Biopolymerwerkstoff.

Recycling und die Vision einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft
Derzeit sorgt der Mangel an Neuware für sprunghafte Entwicklungen auf den Kunststoffmärkten. Zu mehr Stabilität könnten der Einsatz biologisch abbaubarer Kunststoffe und die Verwendung von Altkunststoffen verhelfen. Welche Methode den Weg hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ebnet, sei jedoch ungeklärt. Die Lösung könne vor allem in der Nutzung beider Möglichkeiten liegen, so Tobias Weber: "Bestimmte Anforderungen können die aktuell verfügbaren Biokunststoffe nicht erfüllen. In diesen Fällen ist der Einsatz nicht abbaubarer, jedoch möglichst rezyklierter Materialien erstrebenswert“.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

pädagogische Fachkraft (m/w/d) in Vollzeit

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57518 Alsdorf

Kita - Assistenz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
51598 Friesenhagen

pädagogische Fachkraft (m/w/d) in Teilzeit

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Finanz- und Lohnbuchhalter (m/w/d)

Pusch AG
56242 Marienrachdorf

Auslieferungsfahrer/-in (m/w/d) für Mittagessen

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Nachhaltig leben mit Biokunststoffen
In der Automobilindustrie werden biologisch abbaubare Kunststoffe bereits für Teile verwendet, die nicht der direkten Witterung ausgesetzt sind. Biopolymerwerkstoffe kommen auch in der Medizin zum Einsatz und bei der Herstellung von Kinderspielzeug finden Biokunststoffe ebenfalls vermehrt Verwendung, unter anderem in Form von Polyethylen (PE), das aus Zuckerrohr hergestellt wird.

Wie steht es um die biologische Abbaubarkeit?
Ausschlaggebend ist hier die vorgesehene Verwendung des Endprodukts. Der Einsatz ausschließlich biologisch abbaubarer Kunststoffe ist wünschenswert, macht jedoch nicht bei allen Anwendungen Sinn. Beispielsweise bei solchen, die eine hohe chemische Beständigkeit des Bauteils erfordern. Ein biobasierter Ursprung sowie eine verhältnismäßig schnelle und einfache biologische Abbaubarkeit wären bei Wegwerfmaterialien wie Einwegplastiktüten oder -besteck optimal.

"Eines Tages werden alle Kunststoffe biobasiert sein müssen", so Andreas Klatt, Technischer Leiter bei der VWH GmbH. Umso wichtiger sei es, bereits jetzt passende Alternativen zu finden und deren Entwicklung frühzeitig voranzutreiben. "Nachhaltiges Handeln bedeutet für uns, das Gleichgewicht herzustellen - zwischen der Verwendung umweltfreundlicher Biowerkstoffe, der Sicherstellung der Funktionalität und dem Komfort, den das Material Kunststoff dem alltäglichen Leben in unserer Gesellschaft ermöglicht." (PM)


Lokales: Selters & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Spendenaufruf nach verheerendem Brand in Sessenbach

Ein verheerender Brand in Sessenbach hat ein Wohnhaus und eine Dachdeckerfirma vollständig zerstört. ...

Digitale Welt entdecken: Vortragsreihe für Einsteiger

Die Digitalisierung ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, dennoch bleiben viele Fragen offen. Eine ...

Verkehrsunfall sorgt für Sperrung der L 293 zwischen Unnau und Zinhain

Auf der L 293 zwischen Unnau und Zinhain hat sich ein Verkehrsunfall ereignet, der derzeit die Einsatzkräfte ...

Spendenaufruf nach verheerendem Großbrand in Niederroßbach

Nach einem verheerenden Großbrand am Freitag (21. August 2026) in Niederroßbach verlor ein Ehepaar sein ...

Ein Erlebnis in Wissen: Chöre, ein Quintett und German Winds begeisterten das Publikum

Unter dem Motto „Musik verbindet" haben zwei britische Chöre, ein Quintett der Polizeimusik Oberösterreich ...

Tödlicher Verkehrsunfall in den Morgenstunden in Hartenfels

In Hartenfels ereignete sich am frühen Sonntagmorgen ein folgenschwerer Verkehrsunfall mit mehreren Opfern. ...

Weitere Artikel


DCV-Vorstand schaut mit Dank auf verdiente Mitglieder

Der Vorstand des Derwischer Carnevals Vereins (DCV) 1983 e.V. hat regelmäßig Online-Kontakt, um dem Traditionsverein ...

KHDS-Geschäftsführer in Expertengremium der Krankenhausgesellschaft berufen

Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz vertritt als Dachverband der Krankenhausträger in Rheinland-Pfalz ...

Westerwälder Rezepte: Süße Herzkuchen für Herzensmenschen

Am 14. Februar wird Valentinstag gefeiert, das Fest der Ehepaare und Liebenden, das auf den umstrittenen ...

IHK-Umfrage: Fachkräftemangel und Lieferengpässe bringen Erholung ins Stocken

Laut einer großen IHK-Umfrage zur Wirtschaftslage in Rheinland-Pfalz bringen Fachkräftemangel, Lieferengpässe ...

Abschied von Pfarrer Rainer Czekansky

Aufgewachsen in Ewersbach im Lahn-Dill-Kreis wurde Rainer Czekansky nach dem Theologiestudium für viele ...

Freundeskreis der Lebensmittelretter steht vor großer Herausforderung

Der Verein Freundeskreis der Lebensmittelretter e.V. unterstützt seit März 2020 bedürftige Menschen im ...

Werbung