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Nachricht vom 09.03.2011    

Weiterer Ausbau der B255 ist dringend nötig

Seit 50 Jahren sorgt die viel frequentierte B255 in Langenhahn für Unmut. Das Verkehrsaufkommen nimmt immer mehr zu, doch die Planungen werden nicht genügend vorangetrieben. Um das Vorhaben weiter voranzutreiben, stellte MdL Ralf Seekatz eine Anfrage an die Landesregierung in Mainz.

Landtagsabgeordneter Ralf Seekatz und der Landrat des Westerwaldkreises Achim Schwickert besuchten Langenhahn.

Langenhahn. Zwei ganze Aktenordner an Unterlagen und Zeitungsberichten hat Norbert Benner aus Langenhahn in den vergangenen Jahren zum Thema „B255“ gesammelt. Im Gepäck zum Bürgergespräch, welches auf Initiative des Landtagsabgeordneten Ralf Seekatz gemeinsam mit Landrat Achim Schwickert, VG-Bürgermeister Gerhard Loos und Ortsbürgermeister Frank Baldus kürzlich im Gemeindehaus Langenhahn stattfand, hatte Benner auch einen alten Verkehrsatlas aus dem Jahre 1977/78. In diesem wurde seinerzeit bereits vorsorglich die geplante (und schließlich wieder verworfene) Westerwaldautobahn eingezeichnet.

„Nachdem nun die Ausbauarbeiten bis zum Hahner Stock laufen, müssen wir sehen, dass auch hier die Planung und Realisierung vorangetrieben werden. Wir können nicht zulassen, dass die Strecke vom Hahner Stock bis einschließlich der Ungehung Langenhahn aus dem vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes herausgenommen werden und somit durchs Raster fallen, denn wenn die Planung seitens des Landes nicht vorangetrieben werden, besteht durchaus diese Gefahr“, so MdL Ralf Seekatz. „Aufgeben ist keine Westerwälder Art“, hob auch Landrat Achim Schwickert hervor. „Wir müssen immer wieder darauf aufmerksam machen, was uns die Westerwälder Straßen wert sind. Ich bin dankbar, dass Ralf Seekatz die Anfrage gestellt hat“, so der Landrat. Die Verbindung der beiden Autobahnen hätte eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Region. „Langenhahn ist der geografische Mittelpunkt des Westerwaldes“, informierte VG-Bürgermeister Loos. Das habe Ausstrahlungswirkung. Somit müsse gerade hier die Schaffung von zusätzlichem Gewerbe und Arbeitsplätzen angestrebt werden.




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Von dem hohen Verkehrsaufkommen auf der B255 konnten sich auch einige Mitglieder des Orts- und Verbandsgemeinderates überzeugen. „der Ausbau der B255 würde vom Land künstlich in die Länge gezogen, der in Bau befindliche Abschnitt hätte auch in einer viel kürzeren Zeit durchgeführt werden können“, hatte zuvor auch das Kreistagsmitglied Dr. Stephan Krempel zu Bedenken gegeben.

Wie Altbürgermeister Hermann Schäfer und die Gemeinderatsmitglieder um Ortsbürgermeister Frank Baldus im Gespräch deutlich machten, wäre für die Langenhahner Kinder der Gang zu Kindergarten und Schule viel zu gefährlich. Die meisten Eltern fahren ihren Nachwuchs somit mit dem eigenen Pkw. Das führe immer wieder zu einem Verkehrschaos bei den beiden Bildungseinrichtungen, die sich Vis-à-Vis in einer Straße befinden. In Bezug auf die B255 wurde deutlich, dass bereits in den frühen Morgenstunden (3.30 Uhr) Schwertransporte Langenhahn durchfahren. Die Umgehung der Maut-Gebühr, Basaltabbau und der Ausbau des Hahner Stocks – unter all dem habe die rund 1.400 Einwohner zählende Gemeinde zu leiden. „Wir bleiben von Seiten der Gemeinde am Ball“, äußerte sich Ortsbürgermeister Baldus abschließend und dankte den Kommunalpolitikern für Besuch und Unterstützung.


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