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Nachricht vom 21.01.2022    

Corona: Inzidenzen steigen unaufhaltsam - seit Mittwoch 447 Neuinfektionen

Trotz stark steigender Inzidenzen mit einem aktuellen Wert von 462,5 laut Landesuntersuchungsamt gibt es im Westerwaldkreis keinen neuen Todesfall. Ein Zeichen, dass Omikron zwar allgegenwärtig ist, jedoch weniger häufig extrem schwere Verläufe mit sich bringt.

Symbolfoto

Westerwaldkreis. In den letzten zwei Tagen kam es zu 447 Neuinfektionen im Westerwaldkreis. Insgesamt sind fast 1.500 Fälle im Kreis aktiv, nämlich 1.466. Laut kassenärztlicher Vereinigung wurden bis gestern 33,81 Prozent der Westerwälder bereits mit einer Auffrischimpfung geboostert, weitere 30,76 Prozent sind 2-fach geimpft. Bei den Boosterimpfungen ist das ein Plus von etwas weniger als einem Prozent an zwei Tagen, bei den Zweitgeimpften ist der Wert nahezu unverändert.

Auf Landesebene gibt es in den letzten 24 Stunden 6.237 neue bestätigte Corona-Fälle, das sind über 1.000 tägliche Neuinfektionen mehr als noch vor zwei Tagen. Mittlerweile sind über 90 Prozent (91,9 Prozent) der Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz der Omikron-Variante zuzuschreiben. Trotz oftmals milderen Verläufen als bei der Delta-Variante liegt die landesweite Hospitalisierungs-Inzidenz mittlerweile fast bei 5, mit einem Wert von 4,96. Die Inzidenz in ganz Rheinland-Pfalz steigt auch weiterhin rasant an. Während sie am Vortag noch bei 546,3 lag, ist sie heute, am 21. Januar auf 623,7 gestiegen. Bei geimpften Personen liegt sie allerdings bei lediglich 348,1, bei ungeimpfen Menschen weit über 1.000 mit 1.347.

Betrachtet man die Zahlen der letzten 14 Tage in Bezug auf die Impfung näher, so gibt es durch die vorherrschende Omikron-Variante auch immer mehr Impfdurchbrüche. Bei den PCR getesteten positiven Fällen mit Symptomen halten sich ungeimpfte und geimpfte Personen die Waage, bei den wegen Corona im Krankenhaus behandelten haben die ungeimpften allerdings mit 72 Prozent die Nase eindeutig vorn. Dies zeigt, dass bei Omikron auch geimpft eine Infektion nicht ausgeschlossen ist, die Erkrankung aber nachweislich milder verläuft.



Blickt man über die Grenzen des Westerwaldkreis hinaus, liegt bei uns die Inzidenz fast niedrig. Vor allem die Landkreise südlich und östlich haben Inzidenzen jenseits der 600 zu vermelden. Bei dem raschen Anstieg, wie er sich in den letzten Tagen abzeichnet, bleibt zu befürchten, dass auch wir nicht mehr weit von solchen Zahlen entfernt sind.

Aufgrund der hohen Neuinfektionsrate auf Landes- und auch Bundesebene hat die Landesregierung erneut dazu aufgerufen, sich an die geltenden Maßnahmen zu halten. Vor allem Abstand sowie das Tragen einer FFP2-Maske sei zurzeit besonders wichtig.

Besonders in Anbetracht der steigenden Hospitalisierungs-Inzidenz sollte man alles daran setzen, diesen raschen Anstieg der Fallzahlen zu durchbrechen, damit nicht früher oder später die Kapazitätsgrenzen der Krankenhäuser und damit Behandlungsmöglichkeiten auch anderer Erkrankungen erreicht wird.

Aktive Corona-Fälle in den Verbandsgemeinden
Im gesamten Westerwaldkreis sind laut Kreisverwaltung inzwischen 1.466 aktive Fälle registriert. In sechs Verbandsgemeinden sind jeweils mehr als 100 Fälle aktiv, in Hachenburg über 200 und in Montabaur sogar fast 300.
Bad Marienberg: 119
Hachenburg: 213
Höhr-Grenzhausen: 137
Montabaur: 297
Ransbach-Baumbach: 147
Rennerod: 107
Selters: 122
Wallmerod: 81
Westerburg: 86
Wirges: 157

Quellen: Landesuntersuchungsamt, Kassenärztliche Vereinigung, Kreisverwaltung, Landesregierung, Bundesregierung, RKI, Redaktion



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