Werbung

Nachricht vom 13.01.2022    

Westerwaldkreis reagiert auf sogenannte Montagsspaziergänge

Die Kreisverwaltung erlässt aufgrund der Erfahrungen mit den bisher durchgeführten sogenannten Montagsspaziergängen eine Allgemeinverfügung. Dabei setzt sie aber keineswegs auf Verbote, sondern auf Fair Play. Dem Kreis ist an einem ruhigen demokratisch geordneten und sicheren Ablauf gelegen.

Symbolfoto

Westerwaldkreis. Die sogenannten Montagsspaziergänge finden bereits seit einigen Wochen in vielen Teilen Deutschlands statt und sind auch im Westerwaldkreis angekommen. Diese Veranstaltungen, die als "Spaziergänge" deklariert werden, sind rechtlich als Versammlungen einzustufen und als solche durch das Grundgesetz geschützt. Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut.

Für Versammlungen besteht daher keine Genehmigungspflicht, sondern lediglich eine Anmeldepflicht der Veranstalter. Dies gilt auch für die sogenannten Montagsspaziergänge. Sie sind allerdings genauso zu behandeln wie alle andere Versammlungen, insbesondere dürfen sie nicht öffentliche Belange, wie die Gesundheit der Teilnehmer oder anderer Personen gefährden oder den Straßenverkehr in unzumutbarer Weise beeinträchtigen.

Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigen, dass mündlich verhängte Anordnungen der Versammlungsbehörde, insbesondere bezüglich des Infektionsschutzes, nicht beachtet, Masken nicht getragen und auch der notwendige Abstand missachtet wurden. Darüber hinaus kam es im öffentlichen Verkehrsraum immer wieder zu Situationen, in denen die Teilnehmer selbst, aber auch Unbeteiligte gefährdet wurden.

Nachdem am vergangenen Montag erneut unangemeldete sogenannte Montagsspaziergänge im Westerwaldkreis stattfanden und Ansagen der Ordnungskräfte nicht befolgt wurden, hat die Kreisverwaltung als zuständige Versammlungsbehörde reagiert und eine Allgemeinverfügung erlassen. In dieser Verfügung werden Auflagen zur Durchführung festgesetzt. Neben den ohnehin aktuell geltenden Regeln wie dem Abstandsgebot, wird zusätzlich auch eine generelle Maskenpflicht angeordnet.



Die Allgemeinverfügung war in dieser Form unter anderem auch deswegen notwendig geworden, weil die "Spaziergänge" nicht – wie nach dem Versammlungsgesetz gefordert – von einem Versammlungsleiter angemeldet worden waren.

Eine Anmeldung hat den Vorteil, dass die Versammlung durch die behördliche Begleitung besser geschützt wird und so das Recht auf Versammlungsfreiheit garantiert bleibt. In einem gemeinsamen Vorgespräch wird in aller Regel der Ablauf der Versammlung erörtert. Dabei besteht von beiden Seiten die Möglichkeit der Abstimmung und Gestaltung der Versammlung, was letztendlich auch zur Sicherheit der Versammlungsteilnehmer beiträgt.

Daher appelliert die zuständige Dezernentin der Kreisverwaltung, Lilo Kohl, nochmals an die "Spaziergänger", die Versammlung bei der Ordnungsbehörde der Kreisverwaltung anzumelden.

Weitere Informationen sowie ein Anmeldeformular sind online hier zu finden.

„Solange die sogenannten Montagsspaziergänge störungsfrei bleiben, ist der Versammlungsbehörde natürlich daran gelegen, die Lage ruhig zu halten und nicht durch Verbote oder Auflösungen die gesellschaftliche Debatte über die Corona-Maßnahmen weiter anzuheizen“, macht die zuständige Dezernentin der Kreisverwaltung nochmals deutlich. Sollten die Auflagen der Allgemeinverfügung jedoch nicht eingehalten werden, kann eine Versammlung aufgelöst werden. (PM)


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Diebstahl von Baumaschinen in Steinebach an der Wied

In Steinebach an der Wied kam es zu einem ungewöhnlichen Diebstahl. Unbekannte Täter entwendeten Maschinen ...

Blühende Vielfalt: Bellingens Kindergarten "Ratz-Fatz" wird erste Kräuterwind-Kita im Westerwald

Drei Ortsgemeinden im Westerwald sind bereits zertifizierte "Kräuterwind-Kommunen". Mit dem Kindergarten ...

Traum wurde wahr: Freunde der Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnauer Paten bezogen ihr Haus

Nach über 30 Jahren ehrenamtlicher Arbeit konnten die Verantwortlichen des Vereins endlich ihr neues ...

Fotowettbewerb des Tierschutz Siebengebirge: "Tiere im Glück" für den Kalender 2027

Der Tierschutz Siebengebirge lädt Tierfreunde und -halter ein, am Fotowettbewerb für den Kalender 2027 ...

Alkoholisierter E-Scooter-Fahrer in Mündersbach gestoppt

In der Nacht des 13. Juni 2026 kam es in Mündersbach zu einem Vorfall, der die Polizei auf den Plan rief. ...

Unbekannte Gruppe greift Pärchen in Bad Marienberg an

In einem Parkhaus in Bad Marienberg kam es zu einem Zwischenfall, bei dem ein Pärchen von einer Gruppe ...

Weitere Artikel


Kennzeichen in Limbach gestohlen - Polizei bittet um Hinweise

Zwischen dem 7. und 10. Januar wurde das hintere Kennzeichen eines weißen Opel Vivaro gestohlen. Die ...

Bürgermeisterin Alexandra Marzi VG Wirges seit September im Amt

Alexandra Marzi ist im Westerwaldkreis als Bürgermeisterin einer Verbandsgemeinde gewählt worden. Sie ...

Belohnung: Wer tötete Christof Scholz in Berod bei Hachenburg?

Für Hinweise, die zur Aufklärung eines Tötungsdeliktes in Berod bei Hachenburg führen, sind zur Belohnung ...

Shoah-Gedenktag Online: Neues Aufblühen aus tiefen Wurzeln

Bei einer Online-Videokonferenz wird der Shoah-Gedenktag mit musikalischer Gestaltung im Rahmen des Festjahres ...

Die Schwächsten in der Pandemie unterstützen - Hilfsorganisationen berichten

Mit einem aktuellen Thema führt die CDU-Kreistagsfraktion ihre Gesprächsreihe "Impulse digital" auch ...

Vorträge zu Finanzthemen kostenfrei buchbar

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Angebote des Beratungsdienstes der Sparkassen für gemeinnützige Organisationen. ...

Werbung