Werbung

Nachricht vom 11.12.2021    

Zerfahrene Wanderwege - kein Aushängeschild für den Westerwald

Von Wolfgang Tischler

Jetzt sind nicht nur unsere Wälder kaputt, sondern auch die Wanderwege! Zu dieser Erkenntnis kommt der Betrachter der untenstehenden Fotos vom 4. und 5. Dezember von Wanderern, die den Wanderweg „Rund um den Pfahlberg“ begehen und mit dem Mountainbike befahren wollten.

Fotos: privat

Caan. „Dieser Weg wurde wiederholt durch aktuelle Rodungsarbeiten zerstört. Durch den Einsatz der viel zu schweren Geräte wurde nicht nur der Waldboden total verdichtet, so dass die Pflanzen dort kein Wasser mehr aufnehmen können, vielmehr auch die Waldwege. Solange diese schweren Geräte noch im Wald eingesetzt werden dürfen, werden alle Maßnahmen der anliegenden Ortsgemeinden für einen nachhaltigen Hochwasser- und Klimaschutz ad absurdum geführt. Der Erholungswert unserer schönen heimatlichen Landschaft ist auf Jahre vernichtet und die Überschwemmungs- und Hochwassergefahr für die tiefer liegenden Ortschaften, etwa im Sayntal, um ein Vielfaches konkreter und gefährlicher“, moniert der Caaner Ortsbürgermeister Roland Lorenz.

Gerade der Punkt „Hochwasser“ ist derzeit in aller Munde. Das Thema Hochwasser und das Wasser, das aus Richtung Caan kommt, war auch Gegenstand der Bürgerversammlung in Isenburg bei der Vorstellung des Hochwasserkonzeptes. Dort gab es bereits starke Kritik an den Waldbesitzern. Wir berichteten.

Eigentum verpflichtet
Der Wanderweg „Rund um den Pfahlberg“ wurde bereits im letzten Jahr stark in Mitleidenschaft gezogen, berichtet Lorenz. Doch nun kann der Weg weder begangen, noch befahren werden. Touristisch gesehen eine Katastrophe, denn der Ort Caan profitiert von dem Wandertourismus und dem erholsamen „Waldbaden“. Doch sind dem Ortsbürgermeister die Hände gebunden, denn die Waldwege sind zwar öffentlich begehbar, stehen aber im Eigentum des jeweiligen Waldbesitzers. Somit kann er rechtlich nicht verpflichtet werden, den Weg wieder in den ursprünglichen Zustand herzustellen.



„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“, heißt es in Artikel 14,2 unseres Grundgesetzes. Daran sollten die Waldbesitzer bitte denken.

„Auch die Abfahrt von unserem Parkplatz zur Grillhütte wurde im selben Zeitraum im Mündungsbereich zerfahren. Auch wenn man auf einen Verursacher tippen kann, lässt sich ein Nachweis nicht herstellen. Das bedeutet, die Ortsgemeinde muss auf eigene Kosten diese Abfahrt wieder herstellen. Es reicht ganz einfach!“, ärgert sich Lorenz und ergänzt: „Wir haben unseren Parkplatz für Fahrzeuge mit einem tatsächlichen Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen sperren lassen. Der Parkplatz wird bereits seit geraumer Zeit unregelmäßig überprüft und sollte dort ein Fahrzeug über diese Tonnenbegrenzung angetroffen werden, werden wir Anzeige erstatten und auch vor einer Schadensersatzklage nicht zurückschrecken“, kündigt Lorenz an.
(woti)


Lokales: Ransbach-Baumbach & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Rechtsirrtümer beim Einkaufen: Verbraucherzentrale klärt auf

Darf man im Supermarkt naschen, und was passiert, wenn eine Verpackung geöffnet wird? Die Verbraucherzentrale ...

Historische Bilderschätze für den neuen Heimatverein in Rehe übergeben

Ein neugegründeter Verein in der Gemeinde Rehe darf sich über eine besondere Unterstützung zum Start ...

Unfall bei Leuterod: Polizei sucht Zeugen nach riskantem Überholmanöver

Am Freitagnachmittag (20. März 2026) ereignete sich auf der K 142 zwischen Ötzingen und Leuterod ein ...

Frühlingszauber in Neuwied: Gartenmarkt lockt mit Vielfalt

Am 11. und 12. April verwandelt sich die Innenstadt von Neuwied in ein grünes Paradies. Der Gartenmarkt ...

Aufregender Besuch in der Kita St. Franziskus in Wirges

In der integrativen Caritas-Kindertagesstätte St. Franziskus in Wirges erlebten die Vorschulkinder einen ...

Volles Haus in Höhn: M.U.T. setzt Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Klimaschutz

Am 18. März 2026 versammelten sich rund 150 Gäste im Dorfgemeinschaftshaus von Schönberg, um sich mit ...

Weitere Artikel


BUND: Gegen Hochwasser vorsorgen - Flächenverbrauch stoppen

BUND fordert gemeinsame Maßnahmen der Kommunen an Saynbach und der Wied und fordert, dass die ausufernden ...

Verkehrsunfall unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Nach einer Fahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss landete am Samstag, dem 11. Dezember, ein junger Autofahrer ...

Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss

Einem aufmerksamen Verkehrsteilnehmer ist es zu verdanken, dass am Freitag, dem 10. Dezember, ein Autofahrer ...

Land will Windräderplanung mit Umweltverbänden koordinieren

Einen vielversprechenden Vorstoß unternimmt das Land beziehungsweise das Ministerium für Klimaschutz, ...

Corona: Impfpflicht in medizinischen und pflegerischen Bereichen

Die Infektionsrate im Westerwaldkreis bleibt auf hohem Niveau. Laut Datenerfassung vom Landesuntersuchungsamt ...

Buchfinkenland: Sternfackelwanderung an Silvester fällt wieder aus

Sylvester gibt es keine Raketen, keine Böller - Und die Sternfackelwanderung im Buchfinkenland findet ...

Werbung