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Nachricht vom 07.12.2021    

99,9 Prozent der Corona-Fälle gehen auf die Delta-Variante zurück

Die Pflegekräfte sind am Limit. Die Zahlen bleiben auf hohem Niveau. Tests werden knapp, Impf- und Boostertermine sind völlig überlaufen. Alleine in den letzten sieben Tagen sind 482 Neuinfektionen im Westerwaldkreis hinzugekommen.

Symbolfoto

Westerwaldkreis. Mehr als sechs Millionen Deutsche haben sich seit Pandemie-Beginn mit Corona infiziert. Längst ist die Marke von 100.000 Toten überschritten. Wie das RKI bereits prognostiziert hatte, werden aktuell täglich fast 400 Tote gemeldet. Die Bundesregierung debattiert heute über eine Impfpflicht von Pflegepersonal. Eben dieses ist völlig überlastet und erschöpft. In einem Krankenhaus in Alzey haben sich rund 50 Pflegekräfte annähernd gleichzeitig krank gemeldet. Ein solches Szenario wäre auch im Westerwald denkbar, dabei ist es schon jetzt nicht einfach, einen Termin im Krankenhaus wegen einer Behandlung zu bekommen.

1.166 Coronafälle im Westerwaldkreis
Laut Landesuntersuchungsamt sind derzeit 1.166 Coronafälle im Westerwaldkreis bekannt. Die Hospitalisierungs-Inzidenz, die ja vergangene Woche die 4 deutlich überschritten hatte, sank am Wochenende auf 3,38 zurück. Seither steigt sie wieder und liegt heute bei 3,55. Die 3er-Marke, welche laut Landesregierung die 2G-Regel erforderlich macht, bleibt weit überschritten. Die herkömmlich gemessene 7-Tage-Inzidenz beträgt im Westerwald 237,6. In den benachbarten Landkreisen Altenkirchen (292,8) und Neuwied (290) ist sie nochmals höher.

Laut kassenärztlicher Vereinigung wurden bis gestern 27.181 Personen im Westerwald geboostert, haben also die Auffrischimpfung bereits erhalten. Das sind 13,46 Prozent. Bundesweit wurden mittlerweile rund 14 Millionen Menschen geboostert.

Die Impfangebote im Westerwaldkreis reichen noch immer nicht aus, um die hohe Nachfrage schnell abzuwickeln. Auch die verfügbaren Tests für die Teststellen sind derzeit knapp. Wenn also die Regelung greifen wird, dass nur noch geboosterte Personen keinen Testnachweis mehr vorlegen müssen, hat die Landesregierung noch einige Aufgaben zu stemmen, vor allem in der Logistik.



Neue Variante wirkt sich noch nicht auf die Zahlen aus
Die berüchtigte Omikron-Variante B.1.1.529, die ja inzwischen Deutschland erreicht hat, wirkt sich derzeit überhaupt noch nicht auf die hohen Zahlen aus. 99,9 Prozent der aktuellen Corona-Infektionen erfolgen mit der Delta-Variante. Noch ist ungewiss, ob Omikron Delta den Rang ablaufen wird. Falls das passiert, dann werden sich wieder andere Zahlenwerte zeigen. Dieses Risiko schwebt noch im Hintergrund, ist aber aktuell noch nicht für die hohen Werte der vergangenen Tage verantwortlich.

Vier Verbandsgemeinden mit jeweils mehr als 100 Fällen
Wieder ist eine 87-jährige Frau aus der Verbandsgemeinde Montabaur an einer Covid-19-Infektion verstorben. Laut Kreisverwaltung sind die aktiven Fallzahlen in den einzelnen Verbandsgemeinden wie folgt verteilt:
Montabaur: 164
Westerburg: 160
Bad Marienberg: 131
Höhr-Grenzhausen: 115
Hachenburg: 85
Ransbach-Baumbach: 84
Rennerod: 82
Wirges: 63
Selters: 63
Wallmerod: 41

Quellen: Landesuntersuchungsamt, Kassenärztliche Vereinigung, Kreisverwaltung, Landesregierung, RKI, Redaktion


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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