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Pressemitteilung vom 26.11.2021    

CDU-Kreistagsfraktion: Impfmöglichkeiten deutlich verstärken

Der Westerwaldkreis nimmt nach der Schließung des Impfzentrums Hachenburg durch die Landesregierung das Impfen in die eigene Hand. Neben einem Impftag in den Verbandsgemeinden alle 14 Tage wird es einen wöchentlichen Termin im Sitzungssaal des Kreishauses geben.

Symbolfoto. (Foto: CDU)

Westerwaldkreis. Nahe an der Impf-Front waren die Erörterungen bei der Online-Veranstaltung “Impulse digital“ der CDU-Kreistagsfraktion zum Thema “Impftempo steigern - wie läuft es im Westerwald?“. Dabei wurde erkennbar, dass es in den nächsten Wochen einiger Anstrengungen bedarf, um vor allem die “Dritt-(Booster)Impfungen“ bewältigen zu können.

In seinen Begrüßungsworten machte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel deutlich, dass der Impfschutz zentrale Bedeutung zur Bekämpfung der Pandemie erlangt. Besonders gefährdet seien die “Ungeimpften“. Angesichts der drohenden Überlastung der Intensivstationen gelte es, das Impftempo zu steigern. Im Dialog mit dem heimischen Gesundheitsamt und der Ärzteschaft sollen hierzu Lösungsvorschläge erörtert werden.

Die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland gab einen aktuellen Überblick zur Lageeinschätzung und den Aktivitäten des Westerwälder Gesundheitsamtes. Das Gesundheitsamt verstärke sein Impfangebot durch Termine in den einzelnen Verbandsgemeinden. Das Angebot der Impfbusse werde fortgeführt, aufgrund der kalten Jahreszeit jedoch unter Mitbenutzung einer geheizten Halle. In Gesprächen mit dem Land werde geprüft, ob das Landesimpfzentrum in Hachenburg nochmals geöffnet oder mehrere im Westerwald verteilte Impfzentren eingerichtet werden können. Die in den nächsten Wochen erforderlichen Impfungen seien allein von den Hausärzten nicht leistbar. Bei den weiteren Überlegungen sei einzuplanen, dass in absehbarer Zeit zusätzlich noch die Kinderimpfungen (ab 5 Jahren) zu bewältigen seien.

Gabriele Wieland bat auch die “Geimpften“ nachdrücklich darum, die Abstandsregeln einzuhalten und Kontakte auf das dringend Notwendige zu beschränken. Gemeinsam mit den verstärkten Erstimpfungen könne das Infektionsrisiko damit reduziert werden.




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Von den organisatorischen Herausforderungen und dem bürokratischen Aufwand in den Arztpraxen berichteten der Vorsitzende der Kreisärzteschaft Andreas Wechsung sowie die Hausärzte Dr. Thomas Urbach (Westerburg) und Dr. Thomas Klimaschka (Nassau). Dabei wurde deutliche Kritik an der Ministerialbürokratie in Bund und Land deutlich, die Verordnungen mit heißer Nadel stricke und deren Regelungen oft durch wenig Realitätssinn geprägt seien. Enttäuschung und Verärgerung herrscht bei den Arztpraxen: Einerseits bestehe in der Bevölkerung ein großes “Anspruchsdenken“ sofort geimpft zu werden, andererseits sei oft jedoch noch nicht einmal ein Mindestmaß an “Anstand, Wertschätzung und Verantwortungsbewusstsein“ vorhanden, indem nicht mehr benötigte Impftermine auch abgesagt werden. Die dringende Bitte: Die Arztpraxen und Impfzentren umgehend informieren, wenn Impftermine nicht mehr wahrgenommen werden sollen.

Prüfen will die Kreisverwaltung die Anregungen aus der Gesprächsrunde, Öffnungszeiten am Abend anzubieten und die Unterstützung durch Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuz stärker zu nutzen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel dankte den Praxen, der Ärzteschaft und den Helfern, sowie den mobilen Impfteams und dem Westerwälder Gesundheitsamt abschließend für ihre engagierte Arbeit. “Jetzt müssen alle Gutwilligen zusammenarbeiten und gemeinsam die Herausforderungen bewältigen, um Leben und Gesundheit zu schützen.“ (PM)


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