Werbung

Nachricht vom 18.11.2021    

Vogel des Jahres 2022: der Wiedehopf

Gestreifte Flügel, aufstellbare orangene Haube und ein langer Schnabel: Deutschland hat den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gewählt! Der auffällige, aber scheue Vogel kommt hierzulande bisher selten vor. Dennoch hat er die vier anderen Vogelwahl-Kandidaten deutlich abgehängt.

Wiedehopf. Foto: Christoph Bosch/NABU

Region/Holler. Seit dem 18. November 2021 steht das amtliche Ergebnis fest: Mehlschwalbe, Bluthänfling, Feldsperling und Steinschmätzer folgten mit zehntausenden Stimmen Abstand zum Wahlsieger.

Mit dem Wahlslogan „Gift ist keine Lösung“ macht der Wiedehopf bei der Vogelwahl auf den Insektenschwund und die intensivierte Landwirtschaft aufmerksam. Ab Januar 2022 tritt der Vogel seinen Titel und die Nachfolge des Rotkehlchens an. Der NABU dankt den über 140.000 Wählern und Wählerinnen für die Teilnahme an der Vogelwahl und die Unterstützung beim Schutz von Wiedehopf und Co.

Steckbrief: Wiedehopf (Upupa epops)
• 26-29 cm groß
• Langstreckenzieher
• im Sommer zu beobachten
• unverwechselbares Äußeres

Aussehen
Er ist einer der auffälligsten heimischen Brutvögel. Sein dunkler Schnabel ist bis zu sechs Zentimeter lang. Kopf, Nacken und Hals sind wie seine Scheitelfedern orange-braun gefärbt. Die Spitzen der Scheitelfedern sind schwarz. Der Rücken und breiten Flügel sind schwarz-weiß gebändert, die Schwanzfedern schwarz.

Verhalten
Seine Beute jagt er am Boden. Zum Brüten nutzt er Spechthöhlen, Nischen, Mauerspalten, Steinhaufen oder auch Nistkästen. Er braucht wenig Nistmaterial und formt manchmal lediglich eine Mulde, in die die Eier gelegt werden. Die markante Haube richtet er auf, wenn er gerade gelandet ist. Wenn Gefahr droht, scheiden Weibchen und Jungvögel ein übel riechendes Sekret aus ihrer Bürzeldrüse aus, um Feinde am Nest zu verschrecken.



Lebensraum
Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften. Weinberge, Obstgärten und Böschungen mit lockerer Vegetationdecke nutzt er gerne. Er ist ausschließlich in wärmeren Regionen verbreitet. Daher kommt er nur in bestimmten Regionen in Deutschland, wie zum Beispiel dem Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, vor. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika.

Gefährdung
Die Population des Wiedehopfes ist in Deutschland gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume immer noch wenige Brutpaare gibt. Doch der Bestand dieses wärmeliebenden Vogels wächst, ein klares Anzeichen des Klimawandels.

Nahrung
In erster Linie ernährt er sich von größeren Insekten und deren Larven. Der Wiedehopf frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen, aber auch Spinnen, Regenwürmer und Eidechsen stehen ab und zu auf seinem Speiseplan.

Stimme
Der Balzruf des Männchens ist ein dreisilbiges „upupup“. Daher kommt auch sein wissenschaftlicher Gattungsname „Upupa“.

Zugverhalten
Der Wiedehopf zieht im Spätsommer in die Überwinterungsgebiete im tropischen Afrika und in der Sahelzone. Ab März beginnt er, wieder in die Brutgebiete zurückzuziehen. Zur Zugzeit macht er auch mal in Gärten Rast.


Mehr zum Thema:    Naturschutz   
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Vereine


Sommerkarneval: KARNEfestiVAL und närrischer Sonntag in Montabaur

Montabaur. Nach zweimaliger coronabedingter Verschiebung findet das große Festwochenende am 25. und 26. Juni auf der Eichwiese ...

Erneute Absage des Schlittenhunderennens in Liebenscheid

Liebenscheid. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen und große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Das war eigentlich ...

Vereine im Westerwaldkreis bekommen Spenden der Naspa Stiftung

Westerwaldkreis. Im Westerwaldkreis erhalten bei der aktuellen Förderrunde 21 Vereine und Initiativen finanzielle Unterstützung ...

Orientalischer Tanz und Tanzfitness beim TuS Hachenburg

Hachenburg. Die Stunde “Orientalischer Tanz“ beginnt um 18.30 Uhr und richtet sich an alle interessierten Frauen und Mädchen ...

evm unterstützt Karnevalsvereine

Region. Auch im Jahr 2022 kann die Session in vielen Gemeinden der Region wieder nicht wie gewohnt stattfinden. “Trotzdem ...

Freudige Überraschung zum Jahreswechsel

Krümmel. Großen Grund zur Freude gab es bei der Feuerwehr in Krümmel beim letzten Übungsdienst im Jahr 2021. Die beiden Geschäftsführer ...

Weitere Artikel


Absage: Benefizkonzert "pianoreed" in Ransbach-Baumbach

Ransbach-Baumbach. Das Benefizkonzert "pianoreed – Klassik und Jazz im Dialog" zugunsten der Flutopfer in Ahrweiler und Umgebung ...

"Hier spricht die Polizei!": Alte Telefon-Betrugsmasche neu aufgelegt

Koblenz. Die Masche, mit der aktuell viele Menschen am Telefon abgezockt werden, läuft nahezu immer gleich ab. Mit einem ...

Der Wotansweg wartet auf Wanderer

Westerburg. Dank der Wegpaten ist die Strecke des Wotansweg nun in beide Richtungen neu ausgeschildert: mit einem gelben ...

Maxsain: Unfall unter Alkoholeinfluss

Maxsain. Am Donnerstag, den 18.November, gegen 10 Uhr, kam es auf der L304 zwischen den Ortslagen Freilingen und Maxsain ...

Katastrophenhilfe von der ersten Stunde an: Zehn Westerwälder von ASB geehrt

Westerwaldkreis. Vor fast vier Monaten brachte das Hochwasser Leid und Zerstörung ins Ahrtal. Der Arbeiter Samariter Bund ...

Horbach: SPD-Veranstaltung aufgrund Corona-Lage abgesagt

Horbach. Der SPD-Ortsverein Stelzenbach will die Vereinsaktivitäten der SPD im südlichsten Westerwald wiederbeleben. Eigentlich ...

Werbung