Werbung

Nachricht vom 13.11.2021    

Grandioser St. Martin-Umzug in Ransbach-Baumbach

Von Wolfgang Rabsch

Einen solchen Auflauf von Menschen erlebt man in Ransbach-Baumbach auch nicht alle Tage. Auf dem Vorplatz vor der Stadthalle von Ransbach-Baumbach tummelten sich am St. Martinstag unzählige Menschen, die gemeinsam feiern wollten. Wenn man davon ausgeht, dass in der Töpferstadt rund 8.000 Menschen leben, dann war zumindest jeder Achte davon auf den Beinen.

Unfassbar: Die große Menge an Besuchern überraschte selbst die Organisatoren. (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Ransbach-Baumbach. Unzählige versammelten sich am St. Martinstag vor der Stadthalle in Ransbach-Baumbach: viele Eltern mit ihren Kindern, dazu Großeltern mit Enkeln und - was sehr positiv auffiel - sehr viele Eltern mit Kleinkindern aus anderen Ländern und mit anderen Religionen. Die erwartungsvolle, bunte Vielfalt der Besucher drückte sich auch in einer eher ausgelassenen Stimmung aus. Die Kinder liefen aufgeregt herum, spielten, lachten oder sangen, während die Großen im gemütlichen Plausch vertieft waren. Bis der riesige „Lindwurm“ sich in Bewegung setzte, unterhielten Drittklässler von der Astrid-Lindgren-Schule mit einigen St.-Martinsliedern die Wartenden, dafür heimsten sie viel Beifall ein.

Dann war es endlich soweit, mit einbrechender Dunkelheit formierte sich langsam ein schier endloser Zug, der sich in Richtung Erlenhofsee in Bewegung setzte. Vorneweg führte St. Martin auf einem edlen Ross den Zug an, dahinter folgte der Musikverein Ransbach-Baumbach, der den Zug musikalisch begleitete. Im Zug selbst herrschte ein lebhaftes Durcheinander von Groß und Klein. Viele der Kleinsten wurden noch im Kinderwagen geschoben, hielten aber ganz tapfer ihre Laternen in die Höhe. Ein Stimmengewirr lag über dem Zug, alles schnatterte munter drauf los.

Am Erlenhofsee loderten die Flammen
Ähnlich einer Prozession bewegte sich der St. Martinszug durch die Straßen von Ransbach-Baumbach in Richtung Erlenhofsee. Dort auf der großen Wiese, direkt neben der Senioren-Residenz, hatte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) aus Ransbach-Baumbach einen riesigen Scheiterhaufen aufgebaut, der sofort angezündet wurde, als der Zug eintraf. Es dauerte nicht lange, da loderten riesige Flammen bis zu 20 Meter hoch in den kalten Nachthimmel.



Apropos kalte Nacht: Die Veranstalter und Zugteilnehmer durften sich über das Wetter nicht beklagen, es war zwar ziemlich nebelig und kühl, aber das Wichtigste, es blieb trocken. Der Scheiterhaufen entwickelte dank seiner Größe eine solche Hitze, dass man nicht näher als 15 Meter an die Flammen heranrücken durfte. Alles war vorbildlich von der FFW Ransbach-Baumbach abgesichert, auch am Erlenhofsee spielte der Musikverein unverdrossen weiter. Auch dort standen die Besucher wie in einer riesigen schwarzen Masse, jeder erfreute sich an dem hellen Lichterschein. Aber auch das Feuer ist irgendwann einmal endlich, und verglüht langsam. Nun ging man langsam zum gemütlichen Teil über, für die Kids standen Unmengen an Brezeln bereit, die nur darauf warteten, verspeist zu werden. Dazu gab es heißen Kakao oder Kinderpunsch. Die frierenden Eltern und Großeltern durften sich von innen mit heißem Glühwein aufwärmen.

Alles in Allem konnten die Organisatoren sehr zufrieden sein, die große Resonanz überraschte doch sehr, aber es ging alles glatt über die Bühne. Strahlende Kinderaugen und zufriedene Erwachsene, das ist die richtige Belohnung für viele Mühen. (Wolfgang Rabsch)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
Lokales: Ransbach-Baumbach & Umgebung

Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Ransbach-Baumbach auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       
       


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Große erfolgreiche Spendenaktion für die Ukraine - Flohmarkt mit Rahmenprogramm

Wahlrod. Schnell war man sich einig, es sollte eine Spendenveranstaltung werden, bei der der Erlös den vielen ukrainischen ...

Jugend- und Kulturzentrum "Zweite Heimat": "Musikmoment" beim Treffpunkt Kannenofen

Höhr-Grenzhausen. Mit einer mitreißenden Liedauswahl, einer gesunden Portion Witz und Charme bringen “Musikmoment” ihre Zuhörer ...

Jugend- und Kulturzentrum "Zweite Heimat": Höhr-Grenzhausen frühstückt!

Höhr-Grenzhausen. Im Jahr 2019 haben fast 2.500 Bürger an der Aktion teilgenommen. Das Zentrum ist sehr gespannt, ob diese ...

Ölmühle Gilles: Von Bio-Saaten aus der Region zum Ölgenuss

Kreis Neuwied/Westerwald. Deshalb freuen sich Landrat Achim Hallerbach und Jörg Hohenadl von der Wirtschaftsförderung, dass ...

Kreisverwaltung bittet um Mithilfe: Illegale Müllentsorgung in Leuterod

Leuterod. Die Ordnungswidrigkeit erfolgte laut Pressemeldung in der Einmündung eines Feldweges in Leuterod, welcher von Siershahn ...

Wirges: Exhibitionist durch Polizei gestellt am Dienstag (24. Mai)

Wirges. Der 26-Jährige manipulierte an seinem Geschlechtsteil, jedoch sprach er die Frau nicht an, wie die Polizei in einer ...

Weitere Artikel


IHK organisierte HR-Bar-Camp zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

Koblenz/Region. Voneinander profitieren, gemeinsam lernen, neue Ansätze kennenlernen – das waren die Kernpunkte des HR-BarCamps ...

Hendrik Hering lädt Bürger seines Wahlkreises in den Landtag ein

Hachenburg/Selters/Bad Marienberg/Westerburg. Der SPD-Landtagsabgeordnete Hendrik Hering lädt die Bürger seines Wahlkreises ...

Hachenburg: Juze-Filmcamp drehte in den Herbstferien Jugendfilm mit Gruselfaktor

Hachenburg. Auch in diesem Jahr wurde das Jugendzentrum in Hachenburg (JuZe)in den Herbstferien wieder zum Filmstudio. Ein ...

Neujahrskonzert mit dem Konzertorchester Koblenz in Montabaur

Montabaur. Die Postmusikkapelle Koblenz gehört seit ihrer Gründung im Jahr 1971 zu den renommiertesten Blasorchestern im ...

Zwischen Wölferlingen und Langenhahn zu schnell in die Kurve: Fahrzeug überschlägt sich

Nahe Rothenbach/L304. Ein 33-jähriger Fahrer aus der Verbandsgemeinde Rennerod befuhr am Freitag, 12. November, mit seinem ...

Corona: Die Lage sieht leider nicht gut aus im Westerwaldkreis

Westerwaldkreis. 430 aktive Fälle, eine 7-Tage-Inzidenz von 119,8. Auch im Westerwald erreicht die Corona-Pandemie neue Höchststände. ...

Werbung