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Nachricht vom 10.11.2021    

Westerwälder Rezepte: Zimtwaffeln

Von Helmi Tischler-Venter

Heimat tut gut und schmeckt gut! Aus diesem Grund veröffentlichen wir regelmäßig Rezepte aus dem Westerwald - denn unsere Region hat allerlei Leckeres zu bieten. Gerne können auch Sie uns Ihre Lieblingsrezepte zuschicken.

Region. In bäuerlichen Haushalten wurden früher im Familienverband Zimtwaffeln gebacken. Da das langstielige gusseiserne Waffeleisen in der Großfamilie oder im ganzen Dorf weitergereicht wurde, fing man schon vor der Adventszeit mit dem Backen an. Nachdem der zähe Waffelteig gerührt worden war, rollten die Kinder kleine Teigkugeln, von denen jeweils sechs Stück auf die Motive des Eisens gelegt wurden.

Der Herr des Hauses hatte dann die anstrengende Aufgabe, das schwere Eisen in die Feueröffnung des Kessels oder des Herds zu halten und dabei einmal zu wenden. Im Waffeleisen entstand eine goldgelbe Teigplatte, die direkt nach der Entnahme auf einem Holzbrett in sechs Teile geschnitten wurde.

Heutzutage geht die Zimtwaffelbäckerei deutlich einfacher mit einem speziellen elektrischen Waffeleisen. Schon kleine Kinder können unter Aufsicht und mit Küchenhandschuhen geschützt, Zimtwaffeln abbacken. Der Duft des Zimts zieht immer noch verführerisch durch das Haus.

Unser Rezept ist aufgrund des Butteranteils nicht so zäh wie früher. Da flüssige Butter austreten kann, sollte der Automat immer auf einem unempfindlichen Untergrund stehen.

Zutaten:
150 Gramm Butter
125 Gramm Zucker
2 Eier
3 Teelöffel Zimt
Abrieb von einer halben Zitronenschale
250 Gramm Mehl



Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander verrühren. Mit zwei Teelöffeln drei oder sechs gleichmäßige Häufchen Teig formen und diese auf der Backfläche verteilen. Den Deckel des Waffeleisens anfangs fest nach unten drücken, damit die Waffeln schön dünn und kross backen. Die Kontrolllampe am Elektrogerät zeigt an, wenn die Waffeln fertig sind. Den Deckel öffnen, die Teigplatte mit einem Spatel auf ein Holzbrett heben und noch vor dem Erkalten entlang den Rillen auseinanderschneiden.

Die durchgebackenen Zimtwaffeln halten sich in einer Blechdose längere Zeit frisch, falls sie nicht die Weihnachtsmaus (nach James Krüss) vorzeitig auffuttert. In dem Fall können schnell noch einmal neue Zimtwaffeln gebacken werden. Sie eignen sich auch wunderbar als selbst gemachtes Geschenk, nicht nur zu Weihnachten. Auch zu Vanille- oder Nusseis schmecken Zimtwaffeln sehr lecker. (htv)

Guten Appetit

Falls Sie auch ein leckeres Rezept für uns haben, schicken Sie es uns gerne an redaktion@nr-kurier.de. Bitte mit selbst geschriebenem Text und mindestens einem eigenen Foto. Vielen Dank!


Mehr dazu:   Westerwälder Rezepte  

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