Werbung

Pressemitteilung vom 23.10.2021    

CDU: Zukünftiges Entgeltsystem für Wasser und Abwasser innovativ gestalten

Die CDU-Verbandsgemeinderatsfraktion erwartet bei den Beratungen für die im nächsten Jahr zu aktualisierenden Wasser- und Abwasserentgelte ein innovatives Entgeltsystem, das auch zukünftig klimaschutzorientiert und familienfreundlich ist.

Symbolfoto. (Foto: CDU Hachenburg)

Hachenburg. Das Entgeltsystem soll nicht nur für die Verwaltung möglichst einfach sein, sondern sollte ökologische und soziale Aspekte (weiterhin) berücksichtigen. In einem Schreiben an Bürgermeisterin Gabriele Greis verweist CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Kempf auf Beratungen in der letzten Werkausschusssitzung, in der ein Vertreter der Mittelrheinischen Treuhand erste Überlegungen für ein zukünftiges Entgeltsystem vorgestellt hatte. Da die vorgestellten Überlegungen noch nicht beschlussreif waren, hat der Werkausschuss die weitere Beratung dazu vertagt.

Aus Sicht der Christdemokraten ist bei den weiteren Beratungen zu prüfen, inwieweit für die nachgenannten Anstrengungen Anreize geschaffen werden können. Zu prüfen seien die Einbeziehung des Waldes als Wasserspeicher, der Bau von Zisternen und Versickerungsmöglichkeiten, die Verwendung von versickerungsfähigen Baumaterialien bei der Außengestaltung, die Anlage von Gründächern sowie die Berücksichtigung der tatsächlichen Nutzung von Grundstücken.

Dies könne unter anderem durch die auch auf Bundesebene diskutierte Einführung eines Wasser-Cent geschehen, der zur Aufforstung und Pflege von Waldflächen im Bereich der Quellen und Brunnen eingesetzt wird.

Der Bau von Zisternen und Versickerungsmöglichkeiten (Flächenversickerung, Geländemulden, Rigolen, Sickerblock) schone nicht nur Ressourcen in Form von Trinkwasser, sondern sorge auch im Starkregenfall für Regenrückhaltung. Ebenso wird Niederschlagswasser durch diese baulichen Anlagen dem Grundwasser zugeführt. Das Nichteinleiten von Niederschlagswasser sollte im Entgeltsystem honoriert werden.



Versickerungsfähige Baumaterialien wie Öko-Pflaster oder Rasengittersteine sorgen dafür, dass im Niederschlagsfall das Regenwasser versickern und so unmittelbar wieder als Grundwasser zur Verfügung steht. Eine Entlastung der öffentlichen Kanalisation und der Gewässer – gerade bei Starkregenereignissen – werde dadurch erreicht. Die Reduktion beziehungsweise Verzögerung der Einleitung von Niederschlagswasser sollte im Entgeltsystem honoriert werden.

Gründächer tragen sowohl zur Förderung der Artenvielfalt als auch zur Wasserspeicherung bei und sorgen damit für einen geringeren Ablauf des Niederschlagswassers in unsere Gewässer. Weiterhin haben Gründächer eine isolierende Wirkung und sorgen im Sommer für angenehme Temperaturen im Innenraum. Das Anlegen von Gründächern sollte ebenfalls im Entgeltsystem honoriert werden.

Die tatsächliche Nutzung der Grundstücke sollte bei den wiederkehrenden Beiträgen weiterhin berücksichtigt werden. Neben der tatsächlichen Versiegelung (Bebauung, Nebenflächen, Pflasterflächen, … ) sollte auch die Anzahl der tatsächlichen Wohneinheiten sowie die tatsächliche Wohn- und Nutzfläche berücksichtigt werden.

Die Christdemokraten erwarten, dass spätestens in der Frühjahrssitzung 2022 des Verbandsgemeinderates eine Grundsatzdiskussion zum zukünftigen Entgeltsystem geführt wird. (PM)


Mehr dazu:   CDU  
Lokales: Hachenburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Line Bratenstein strebt Landratskandidatur im Westerwaldkreis an

Die Förderschullehrerin Line Bratenstein möchte für Die Linke als Landratskandidatin im Westerwaldkreis ...

Johannes Eidt tritt als Landratskandidat von Volt im Westerwaldkreis an

Der Sozialpädagoge Johannes Eidt aus Obererbach hat seine Kandidatur für die Landratswahl im Westerwaldkreis ...

Jan De Cotiis tritt als Landratskandidat der AfD im Westerwaldkreis an

Die Mitglieder des AfD-Kreisverbandes Westerwald haben Jan De Cotiis als ihren Kandidaten für die bevorstehende ...

FDP Westerwald setzt Signale beim Bezirksparteitag in Neuwied

Beim FDP-Bezirksparteitag in Neuwied gelang dem Kreisverband Westerwald ein Erfolg. Neben personellen ...

Westerwaldkreis setzt auf Mobilität - Deutschlandticket bleibt in den Sommerferien gültig

Der Westerwaldkreis hat sich entschieden, das Deutschlandticket für Schüler auch während der Sommerferien ...

Harald Orthey im Dialog mit dem Verkehrsgewerbe Rheinland: Herausforderungen und Lösungen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Harald Orthey traf sich mit Vertretern des Verbandes des Verkehrsgewerbes ...

Weitere Artikel


Radweg Rehe: Diskussion auf eine faire und sachliche Ebene zurückführen

Im Zuge der Berichterstattung über die Abholzung im Rahmen der Sanierung des Radwegs in Rehe erreichte ...

D-Junioren bekamen neue Sweatshirts und Jacken für die kommende Saison

Große Freude gibt es aktuell bei den D-Junioren des JSG Atzelgift/Nister/Hattert/Merkelbach/Wied, welche ...

Letzte geführte Wanderung in diesem Jahr auf den neuen "Gemaahnsweschelschern"

Die Anfang Oktober neu eröffneten "Gemaahnsweschelscher" erfreuen sich großer Beliebtheit, so waren die ...

Steinebacherin sammelt mit Filzarbeiten 2.000 Euro für stationäres Hospiz St. Thomas

Die Steinebacherin Annemarie Lutz fertigt seit vielen Jahren in ihrer Freizeit kreative Filzarbeiten ...

Rockets holen wichtigen Sieg in Krefeld

Ganz wichtiger Auswärtssieg für die Eissport-Gemeinschaft (EG) Diez-Limburg: Die Rockets gewinnen bei ...

Rehe fragte nach dem "Warum?" des Kahlschlags am Rad- und Wanderweg

In einer Bürgerversammlung, bei der das Dorfgemeinschaftshaus aus allen Nähten platzte, diskutierten ...

Werbung