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Nachricht vom 23.10.2021    

Was blüht denn da?

Mitten im Herbst blühen aktuell Felder weiß und gelb. Die Frage: „Was blüht denn da?“, wird vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V. beantwortet: Es sind sogenannte Zwischenfrüchte, die da blühen. Als Zwischenfrüchte bezeichnet man in der Landwirtschaft Feldfrüchte, die zwischen zwei Hauptkulturen - wie Getreide oder Mais - angebaut werden.

Symbolfoto

Koblenz. Sie dienen der Gründüngung oder auch als Futterergänzung. Ölrettich und Senf sind die beliebtesten Zwischenfrüchte, aber auch Rauhafer, Leindotter, Sonnenblumen, Perserklee, Sommerwicke oder Buchweizen werden in den Mischungen je nach Standort und Hauptfrucht verwendet.

Mit dem Anbau dieser Pflanzen über den Winter sorgen die Landwirte dafür, dass die Bodenstruktur verbessert wird, wichtige Nährstoffe in den Boden kommen und dieser vor Auswaschung von Stickstoff geschützt wird. Ölrettich kann zum Beispiel bis zu 140 kg/ha Stickstoff wie ein Schwamm aufsaugen. Mit Zwischenfrüchten wird in Hanglagen auch verhindert, dass die humusreiche obere Bodenschicht bei Regen abgespült wird.



In einigen Regionen werden die Zwischenfrüchte auch von Schafen als Futterergänzung genutzt. Sie fressen den grünen Aufwuchs ab, während die Wurzeln und Strünke im Boden bleiben. Die Schafe ihrerseits verbessern den Bodenschluss, verringern den Unkrautbesatz und regen durch ihre „Hinterlassenschaften“ in Form von Kot und Harn das Bodenleben an. Eine Win-Win-Situation für Ackerbauer und Schafhalter. (PM)


Mehr dazu:   Naturschutz  
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