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Pressemitteilung vom 18.10.2021    

Reduzierung Bereitschaftsdienste: Kassenärztliche Vereinigung beschwichtigt

Die Reduzierung des ärztlichen Bereitschaftsdiensts im Kreis Altenkirchen und im Westerwaldkreis hatte im Vorfeld große Sorge in der Bevölkerung ausgelöst. In einem Gespräch mit der SPD-Landtagsabgeordneten Bätzing-Lichtenthäler beschwichtigte nun der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.

Sabine Bätzing-Lichtenthäer (Mitte) war im Austausch mit Dr. Andreas Bartels und Dr. Peter Heinz von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. (Foto: Wahlkreisbüro Bätzing-Lichtenthäler)

Region. Wie die Kuriere mehrfach berichteten rief die seit Anfang Oktober umgesetzte Reduzierung der Erreichbarkeit in den Bereitschaftsdienstzentralen in den DRK-Kliniken Altenkirchen und Kirchen heftige Kritik in der Kommunalpolitik hervor. (Siehe Artikel-Links unten.) Auf Initiative der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler fand nun laut Pressemitteilung ihres Wahlkreisbüros ein Austausch mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) zu den Auswirkungen der Reform des Bereitschaftsdienstes im Kreis Altenkirchen und im Westerwaldkreis statt.

Die seit dem 4. Oktober in Kraft getretene dritte Stufe der Bereitschaftsdienstreform hatte im Vorfeld in der Region große Sorge ausgelöst, insbesondere dass sich die künftige gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung dadurch verschlechtern würde. In dem laut Pressetext kritischen und konstruktiven Gespräch machte Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Heinz deutlich, dass aufgrund der Erfahrungen der KV RLP mit der Reform in anderen Landesteilen tatsächlich keine Verschlechterung, weder in der Versorgung, noch in der Qualität, zu befürchten sei. Danach seien aus bisheriger Erfahrung die Zahlen der Arztbesuche nicht zurückgegangen und auch keine Engpässe in der medizinischen Versorgung bekannt geworden. Die Bedenken, dass dadurch ein Verdrängungsprozess in die Notaufnahmen der örtlichen Krankenhäuser stattfinden würde, habe sich bisher ebenfalls nicht bestätigt.

Der Vorstand betonte stattdessen den neu geschaffenen mobil aufsuchenden ärztlichen Bereitschaftsdienst als eine Ergänzung zum bestehenden Angebot des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu betrachten. Diese aufsuchenden Hausbesuche hinterfragte Bätzing-Lichtenthäler hinsichtlich der prozentualen Verteilung auf die Einwohnerzahlen in den ländlichen Regionen. Die KV RLP zeigte hier auf, dass mit ihrem System der gestellten Autos inklusive Fahrer der Bedarf an mobilen Angeboten gedeckt würde. Man wolle darüber hinaus die Autos zunächst mit niedergelassenen Ärzten besetzen, die ein Vorrecht bei der Diensteinteilung hätten und anschließend die Belegung durch externe Ärzte sicherstellen. Wie es weiter in der Pressemitteilung heißt, sagte die KV RLP der Landtagsabgeordneten zu, dass im unwahrscheinlichen Falle eines strukturellen Versorgungsengpasses, die Anzahl der Dienste im mobilen Bereich angepasst würden. Darüber hinaus versicherte die KV RLP einen transparenten Umgang mit den Zahlen hinsichtlich der Versorgung im Landkreis.




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Bätzing-Lichtenthäler zeigte sich nach dem Gespräch zuversichtlich. Dr. Heinz betonte, dass die ambulante Versorgung nicht nur sichergestellt, sondern verbessert werde, und zwar durch die 24-Stunden-Erreichbarkeit des Patientenservices 116117, durch die strukturierte Ersteinschätzung der gesundheitlichen Beschwerden und die damit mögliche Steuerung in die richtige Versorgungsebene sowie die mobilen Angebote. Wichtigste Voraussetzung für eine nachhaltige Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung sei jedoch eine transparente und frühzeitige Kommunikation. (PM)

Lesen Sie auch:

Reduzierung ärztliche Bereitschaftsdienste: Gesundheitsminister eingeschaltet (14.09.2021)

Altenkirchen und Kirchen: Ärztlicher Bereitschaftsdienst soll gekürzt werden (8.09.2021)

Kauf von Luftfiltern für kreiseigene Schulen an Ausschuss überwiesen (Siehe weiter unten im Artikel/ 27.09.2021)


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