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Pressemitteilung vom 15.10.2021    

Ein Gruß aus den Fünfzigern: Live-Kochshow zu Ehren von Clemens Wilmenrod

Gaumenschmaus und gute Unterhaltung verspricht ein Koch-Event, welches ab Januar 2022 in der Alten Schmiede im Stöffel-Park stattfinden soll. Der Koch Uwe Steiniger nimmt Besucher mit auf eine Reise in die 1950er-Jahre, als der aus Willmenrod stammende Koch Clemens Wilmenrod als Fernsehkoch berühmt wurde.

Eine Reise in die Kochshow der Fünfziger. (Foto: Tatjana Steindorf)

Enspel. Ein heiterer und vergnüglicher Abend mit Gaumenfreuden – darum geht es bei einem neuen Projekt „Made in Enspel“. Eine Kochshow zu Ehren von Clemens Wilmenrod (1906–1967) steht wieder auf, dem ersten Fernsehkoch Deutschlands, der aus dem Westerwald stammte; genauer gesagt aus dem Wällerland, ganz genau aus Willmenrod. Das verspricht einen Duft von Fernsehpoesie, 50-Jahre-Charme, Witz und Selbstironie.

Der Stöffel-Park, namentlich Martin Rudoph, das „Hannes“-Magazin mit Sabine Dörner und die Klostergastronomie Marienthal haben diesem charismatischen Fernsehkoch wieder eine Bühne geschaffen. Es gibt ihn nun neu aufgelegt und als Liveshow, so richtig zum Anfassen.

Uwe Steiniger wird zum Clemens
Möglich macht das nicht etwa Jan Josef Liefers, der die Rolle von Clemens Wilmenrod in dem Film „Es liegt mir auf der Zunge“ (2009) spielte. Es ist Uwe Steiniger, Küchenmeister in der Klostergastronomie Marienthal, der als echter Koch den Schauspielerkoch darstellt und zugleich ganz er bleibt.

Der ursprüngliche TV-Koch, der mit bürgerlichem Namen Clemens Hahn hieß und eigentlich Schauspieler und kein Koch war, wusste in den 1950er-Jahren zu begeistern – wie etwa mit seinen Sprüchen („Ihr lieben goldigen Menschen!“), seinen lässigen Rezeptnamen („Arabisches Reiterfleisch“, „Päpstliches Huhn“) und seiner einnehmenden Fabulierkunst. Liebe geht durch den Magen, daher denkt man auch heute noch gerne an ihn. Und vielleicht liegt auch der Toast Hawaii noch einigen auf der Zunge.

Westerwälder Exotik
„Wilmenrods Küchenschaffen war geprägt von der konsumorientierten Neugierde der Nachkriegszeit. Er verwendete ohne Scheu Dosengemüse, Fertigsoßen und Ketchup bei der Zubereitung seiner Kreationen“, so bringt es der Wikipedia-Beitrag über ihn auf den Punkt. Zudem griff er das Fernweh und die Lust auf Exotik der damaligen Zeit auf.
Leidenschaft fürs Essen trifft nun bei Steiniger auf Humor und eine Prise Selbstironie als Showmaster. Wer weiß, vielleicht wird er noch von den Willmenrödern zum Ehren-Clemens ernannt. Der Ortsbürgermeister Günter Weigel und seine Frau Elfriede Munsch hatten bei der Probe auf jeden Fall sichtbar ihre Freude an dem Nachfolger des berühmten Fernsehkochs.

Ein Vorlauf der Kochshow, eine Generalprobe, die ab Januar 2022 als Event auch öffentlich durchgeführt werden soll, fand jetzt bereits in der Alten Schmiede im Stöffel-Park statt. Eine Kochbühne war aufgestellt worden, Jörg Sartorius und Rainer Claasen standen an der Kamera und Publikum, welches aus Corona-Schutzmaßnahmen zunächst auf wenige Menschen beschränkt wurde, war auch dabei. Für die stilvolle, launige Musik sorgte Stefan Bauer. Und der Winzer und Hotelier Guido Emmel (Hammerstein) als Bühnengast war ebenfalls ein echter Glückstreffer. Er versprühte rheinische Geselligkeit, wirkte jedem gleich vertraut und schenkte flugs einen Monzecco aus. „Den Riesling Perlwein reichen wir, um auf Betriebstemperatur zu kommen.“ Gitarre und Gesang stimmten dazu „Schöner fremder Mann“ an und der Koch kreierte einen Nofretete-Salat (mit Spargel und Erdbeeren) für die Anwesenden. Auch eine dramatische Geste des Originals übernahm Steiniger und beteuerte seine Originalität mit einem „Messer aufs Herz“ (statt Hand aufs Herz). Dabei schaute er so leutselig, dass es einfach herrlich war.



Informatives Zwiegespräch
Bei einem Zwiegespräch zwischen Winzer Emmel und Koch Steiniger wurden die Unterschiede zwischen den Weinen vor rund 70 Jahren und heute angerissen. Ein Secco, der weniger Kohlensäure hat als Sekt, war damals nicht bekannt. Weine müssen heute nicht mehr zuckersüß sein, um harte Zeiten zu überdecken, erklärte Guido Emmel dem „Zeitreisenden“ aus den 1950er-Jahren, sondern seien trockener und dennoch milder als früher. Was sicher nicht jedem bewusst ist: Früher mussten die Flaschen länger lagern, damit sich die Säure abbaute. Heute sind die meisten Weine für den sofortigen Konsum gemacht und werden durch die Lagerung zu Hause nicht besser.

Appetithäppchen gefällig?
Die Filmaufnahmen verliefen zügig, und das Publikum klatschte angetan zum guten Schluss, denn: Das Ergebnis war besser als eine Zeitreise in die Fünfziger. Die Komponenten der Kochshow waren feinherb aufeinander abgestimmt – kleine feine Deko, originelle wie fachlich kompetente Akteure, der Genuss kleiner Appetithäppchen für die Gäste und unbeschwerte Musik. Ein bunter, heiterer Abend, der in dieser Art auch in Zukunft jedem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern dürfte.

Hier steht ein kleiner Film dazu als Appetithäppchen bereit: Link zu Youtube

Termin & Karten
Die erste Kochshow von Uwe Steiniger samt Imbiss und Weinprobe mit Guido Emmel und Musik von Stefan Bauer findet am Samstag, 29. Januar 2022, um 18 Uhr in der Alten Schmiede statt. Kartenpreis 38,50 Euro. Es gilt die 2G-Regel.
Tickets gibt es im Stöffel-Park per E-Mail an info@stoeffelpark.de Bitte gleich mit allen Kontaktdaten anmelden. Zusendung auf Rechnung (zuzüglich 2 Euro). (PM)


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