Werbung

Nachricht vom 13.10.2021    

Jägerschaft: Von uns werden keine Wölfe geschossen

Während von Teilen der Politik das Töten eines Wolfsrüden gefordert wird, verschwinden zwischen Rheinbrohl und Bad Hönningen nach Beobachtungen der Naturschutzinitiative (NI) mehrere Wölfe. Die NI hegt einen bösen Verdacht. Die Jägerschaft widerspricht der Darstellung auf das Heftigste.

Symbolfoto

Neuwied. Wir hatten am Dienstag, dem 12. Oktober berichtet, dass die Naturschutzinitiative (NI) in ihrer Pressemitteilung mitteilt, dass Wölfe im Westerwald geschossen wurden. Hierzu hat die Jägerschaft Stellung genommen. Kreisjagdmeister Kurt Milad schreibt:
„Zunächst muss ich festhalten, dass die Jägerschaft empört ist über die Unterstellung, Jäger hätten Wölfe geschossen. Das ist ein schlechter Stil der und dient am allerwenigsten dem Wolf in unserer Region.

Denn wir Jäger arbeiten ganz eng mit den Großkarnivorenbeauftragten im Kreis Neuwied zusammen und melden jeden Riss, sowie Sichtungen und Kotfunde. Solche Verdachtsmeldungen fördern in keinster Weise diese gute Zusammenarbeit.

Mir ist nicht bekannt, dass die Wölfe aus unserem Kreis verschwunden sind, erst recht nicht, dass irgendein Jäger einen Wolf erlegt hat. Wenn das jemand behauptet, dann soll er Roß und Reiter nennen, dann gehen wir dem nach und bringen dies zur Anzeige! Dieser Jäger hätte in unseren Reihen nichts verloren!

Dass die Wölfe in der Rheinschiene, dem angeblichen Paradies, verschwunden sind, kann ich so nicht bestätigen, nach wie vor bekomme ich Sichtmeldungen, ob diese zum Feldkirchener Rudel gehören oder nicht, kann ich nicht sagen. Vor wenigen Wochen hatten wir bei Steimel noch Sichtungen von vier Wölfen am helllichten Tag, sowie Fotofallenaufnahmen und Kotfunde. Wenn die Wölfe aus dem Westerwald sich zurückgezogen haben, dann könnte es eine einfache Erklärung geben, seit zwei Jahren wütet der Borkenkäfer in unseren Wäldern. Verbunden mit einem enormen aber notwendigen Maschineneinsatz, der selbst nachts zu beobachten war, denn fast alle Fichtenwälder wurden abgeräumt. Dies hat Spuren auch bei den Wildtieren hinterlassen, besonders bei dem scheuen Wolf.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft (m/w/d) für die Wohnstätte Flammersfeld

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57532 Flammersfeld

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Kita - Assistenz (m/w/d) Friesenhagen

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
51598 Friesenhagen

Aushilfe im Gruppendienst auf geringfügiger Basis (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

pädagogische Fachkraft (m/w/d) in Teilzeit oder Vollzeit

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Natürlich war diese Störung auch im Kreis Altenkirchen gegeben und könnte auch dort zu Abwanderungserscheinungen führen. Für uns Jäger ist der Wolf kein Beutekonkurrent, er ist noch nicht mal in der Lage uns bei der Reduktion der Wildschweinpopulation zu helfen, auch diese Behauptung der NI ist völlig haltlos!

Dass durch die angebliche Vertreibung, die Wölfe sich jetzt auf Weidetiere konzentrieren würden, ist aus meiner Sicht völlig unsinnig, oder hat die NI vergessen, dass gerade in unserer Region ständig Schafsrisse, Einbruch in Damwildgatter et cetera gemeldet wurden? Dass in dem neuen Revier weniger natürliche Beute vorhanden sei, ist ebenso falsch. Die NI hätte sich besser vorher mal über die Wildstreckenergebnisse der beiden Kreise informieren sollen.

Dass sich um die Jägerschaft eine verdächtige Mauer des Schweigens aufgebaut hätte, ist ebenso populistisch wie falsch. Noch heute hat mir ein Großkarnivorenbeauftragter bestätigt, wie gut die Zusammenarbeit mit uns Jägern sei!

Die Frage, ob der Rüde geschossen werden muss oder nicht, liegt nicht in unserem Ermessen, das muss das Fachministerium entscheiden und die Politik.

Fazit: Diese Pressemeldung der NI lässt bei uns Jägern den Verdacht aufkommen, dass es sich um eine Gegenreaktion auf die Protestaktion der 150 Weidetierhalter gegen den Wolf, im Kreis Altenkirchen handelt und um die Stellungnahmen des Herrn Mille vom Bauernverband und unseres Landrates Hallerbach zum Wolfsabschuss!“
Kurt Milad, Kreisjagdmeister



Mehr dazu:   Wolf  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Neuzugang im Zoo Neuwied: Ein Roter Panda zieht ein

Der Zoo Neuwied bietet in den Herbstferien wieder zahlreiche Attraktionen für große und kleine Besucher. ...

Bürger werden bei Neugestaltung der Stadt Rennerod einbezogen

Die Auftaktveranstaltung zur Kampagne „InnenstadtImpulse“ war sehr gut besucht. Die Bürgerinnen und Bürger ...

Fühle das Leben: Inklusiver Gottesdienst in Montabaur gefeiert

In der Pfarrkirche St. Peter in Ketten versammelten sich viele Menschen zu einem besonderen Gottesdienst. ...

Rinder fliehen nach nächtlicher Böllerei in Marienrachdorf

In Marienrachdorf sorgte der Einsatz von Feuerwerkskörpern für Aufregung. Zwei Familien sollen am Freitag ...

Festgefahrener Pkw sorgt für stundenlange Sperrung der L 306

Am Freitag (2. Oktober 2026) kam es auf der L 306 zwischen Bendorf und dem Ortsteil Stromberg zu einem ...

Bilderbuchkino in Holler: Fledermaus Flapp lernt fliegen

32 Kinder haben in der Bücherei Holler die Geschichte der kleinen Fledermaus Flapp verfolgt. Anschließend ...

Weitere Artikel


Wäller Markt - Visionäre leben im Westerwald

Ganz im Sinne des Westerwälders Friedrich Wilhelm Raiffeisen hatten die Westerwälder Wendelin Abresch ...

Wandergruppe für Menschen mit depressiven Erkrankungen

Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung im Grünen, an der frischen Luft und in natürlichem Licht, ...

Modellprojekt: Wer nicht richtig lesen kann ist auch digital benachteiligt

Die Volkshochschule der Verbandsgemeinde Montabaur startet ein Modellprojekt mit einer Mischung aus Gruppentreffen ...

Westerwälder Rezepte: Klare Fleischbrühe mit Rehhack-Klößchen

Heimat tut gut und schmeckt gut! Aus diesem Grund veröffentlichen wir regelmäßig Rezepte aus dem Westerwald ...

Montabaur: Digital aktiv mit 60 plus

Die Verbandsgemeinde Montabaur ist jetzt offiziell einer von bundesweit 100 Erfahrungsorten des DigitalPaktes ...

VG-Rat Ransbach-Baumbach beschließt Hochwasserschutz und Luftreinigungsgeräte

Bürgermeister Michael Merz begrüßte am Mittwoch, dem 29. September 2021 in der Stadthalle Ransbach-Baumbach ...

Werbung