Werbung

Pressemitteilung vom 12.10.2021    

Jenny Groß nahdran: Besuch in der Spielhalle in Heiligenroth

Den erneuten Einblick in eine Spielhalle erhielt die Westerwälder CDU-Landtagsabgeordnete Jenny Groß (MdL) kürzlich in Heiligenroth. Auf Einladung der Betreiber schaute sie sich vor Ort um.

Jenny Groß nahdran in der Spielhalle in Heiligenroth. (Foto: Jenny Groß)

Heiligenroth. Die Mitarbeiter waren sichtlich erfreut über den Besuch der Abgeordneten und Jenny Groß lobte zu Beginn der Besichtigung deren Engagement und Arbeitseinsatz in diesen schwierigen Corona-Zeiten. „Wir haben so gut wie keinen Kontakt zu politisch Verantwortlichen, was schade ist und umso mehr erfreut es uns, Sie heute am Standort zu begrüßen“, startete der Austausch mit den Betreibern vor Ort. Während des Rundgangs waren besonders die zahlreichen Maßnahmen gegen die Spielsucht sowie die Änderungen im Glücksspielstaatsvertrag thematische Diskussionspunkte.

Letzteres stellt die Betreiber der Spielstation in Heiligenroth und weitere Unternehmer in Rheinland-Pfalz vor ein Problem, da die Änderungen zur Jahresmitte neue Personalanforderungen in den Verbundspielhallen vorsehen – besonders bei den ausgebildeten Servicekräften im Bereich Suchtprävention.

Keine Frage, Suchtprävention – ob als Spielverbot für Jugendliche oder Prävention für Erwachsene – gehöre einfach dazu, auch für die Spielhallen. Alle Beteiligten, ob Betreiber der Hallen oder der Gesetzgeber, müssen sich regelmäßig austauschen und die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüfen. „Von den Möglichkeiten, beispielsweise die Zutrittsbeschränkungen von 18 auf 21 Jahren zu erhöhen, konnte ich mich in Heiligenroth selbst überzeugen. Wenn jedoch die Maßnahmen die betriebswirtschaftliche Existenz der Unternehmen gefährden, sollten diese entsprechend angepasst werden“, erklärte Jenny Groß.

Das Unternehmen in Heiligenroth berichtete, dass bereits bestehende Verbundspielhallen mit bis zu drei Konzessionen an einem Standort zwar noch übergangsweise weiterbetrieben werden dürften, jedoch müsse jetzt ungeachtet der tatsächlichen Betriebspraxis in jeder Verbundspielhalle für jede der drei verbundenen Konzessionen (welche rechtlich gesehen drei Spielhallen sind) eine komplett ausgebildete Servicekraft während der gesamten Öffnungszeit vor Ort sein. Ist dies nicht der Fall, muss die betroffene Spielhalle schließen.

Die Betreiber der Halle in Heiligenroth kritisieren dabei, dass bis Ende Mai jedoch deutlich größere Verbundhallen die durchgängige Aufsicht mit „weniger“ Servicekräften für Suchtprävention, allerdings unter der Hinzunahme von technischen Hilfsmitteln wie der Videoüberwachung oder erhöhten zentralen Tresen-Bereichen, leisten durften.



„Klar leisten wir unseren Beitrag zur Suchtprävention, jedoch müssen wir auch auf unsere Personalkosten achten und auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Die neue gesetzliche Anforderung zwingt uns aber, gerade in Randzeiten mit kaum Betrieb, eine unverhältnismäßig hohe Personalmenge einzusetzen“, erklärt Jutta Keinath, Abteilungsleiterin Politik und Grundsatzfragen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) gehe offenbar davon aus, dass man einfach die Geräte problemlos an- und ausschalten und eine Spielhalle vorübergehend schließen könne, falls gerade mal nicht genug Personal vor Ort sei; so einfach sei es technisch leider wirklich nicht. In Heiligenroth habe man beispielsweise vernetzte Geräte, die man nicht mal eben spontan hoch- oder runterfahren könne.

„Natürlich können wir auch unsere Mitarbeiterinnen nicht so einfach wie ´Verfügungsmasse´ wegschicken oder herbeiholen. Vor allem aber würden die Gäste so ein ´hin und her´ nach unserer Erfahrung nicht akzeptieren – sie wollen sich stets frei bewegen können und die Geräteauswahl der maximal 36 Geldspielgeräten voll zur Verfügung haben. Auch wenn einmal nur wenige Gäste im Standort sind!“, erläuterte Jutta Keinath. Gerade weil die Gäste nur ein Gerät bespielen dürfen, möchten sie sich dieses Gerät subjektiv optimal aussuchen und das auch während des Aufenthalts nochmal ändern können. Genau darin liege doch der Reiz der Verbundspielhallen aus Gästesicht – (räumlicher) Platz und große Produkt-Auswahl.

Jenny Groß bedankte sich für den interessanten Austausch und die Gesprächspartner vereinbarten, bezüglich einer möglichen Änderung des neuen Glücksspielstaatsvertrages hinsichtlich der Verbundspielhallen weiter in Kontakt zu bleiben. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Politik


CDU: Zukünftiges Entgeltsystem für Wasser und Abwasser innovativ gestalten

Hachenburg. Das Entgeltsystem soll nicht nur für die Verwaltung möglichst einfach sein, sondern sollte ökologische und soziale ...

Marienstatt: Wanderung als Statement gegen Chinas Tibet-Politik

Streithausen. Bei „Fit for Tibet“ handelt es sich um eine Aktion der „Tibet Initiative Deutschland“ – einer Nichtregierungsorganisation, ...

Erweiterung des Outlet Centers Montabaur widerspricht Landesentwicklungsprogramm

Montabaur. Kommunal- und Landespolitiker machen sich über alle Parteigrenzen hinweg Gedanken, wie unsere Innenstädte gestärkt ...

CDU-Jugendorganisation Westerwald: Kein Verständnis für endlose Personaldebatten

Hachenburg. Bei ihrer jüngsten Versammlung im Hachenburger Parkhotel wählte die Junge Union (JU) im Westerwaldkreis Delegierte ...

SPD-Stellungnahme zum Kahlschlag am Rad- und Wanderweg zwischen Rennerod und Rehe

Rennerod. Wir, die SPD Rennerod, haben die Verärgerung der Bevölkerung über den radikalen Rückschnitt im Bereich des Radweges ...

Wichtige Zukunftsthemen in der VG Hachenburg beraten

Hachenburg. Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mitglieder des dafür zuständigen Ausschusses unter Vorsitz von Bürgermeisterin ...

Weitere Artikel


Werden Wölfe im Westerwald illegal abgeschossen?

Region. Im Frühjahr 2020 verschwanden mindestens vier Wölfe spurlos, unter anderem die Fähe der ersten in Rheinland-Pfalz ...

Limbacher Runde 34: Wanderung in die Barockstadt Hachenburg

Limbach. Unter Wanderfreunden schon lange kein Geheimtipp mehr – aber doch etwas ganz Besonderes – sind die Limbacher Runden. ...

Fahndung nach Tankstellenraub in Dierdorf, Herschbach und Mündersbach

Montabaur. Bereits am 25. April kam zu einem Raubüberfall auf die Tankstelle in Dierdorf. Unter Vorhalt einer Waffe erpresste ...

Westerwälder übersah Baustelleneinrichtung

Bendorf. In einer eingerichteten und abgesicherten Baustelle an der Anschlussstelle Bendorf stand ein LKW mit Anhänger auf ...

Lesung in der Alten Schmiede mit Annegret Held

Enspel. Es ist ein Vergnügen, wenn Annegret Held aus ihren Werken liest. Die gebürtige Westerwälderin traf im Stöffel-Park ...

Montabaur: Kleinkunstfestival Folk & Fools im November

Montabaur. Beim diesjährigen 31. Westerwälder Kleinkunstfestivals Folk & Fools gilt ein besonderes 3-G: Gute Künstler, gute ...

Werbung