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Nachricht vom 08.10.2021    

Corona-Virus: PCR-Tests sind ab 11. Oktober nicht mehr kostenlos

Die Coronalage im Westerwaldkreis ist derzeit nicht angespannt aber keineswegs weg. Überdies können Antigen- und PCR-Tests ab 11. Oktober viel Geld kosten. Die derzeit geltende 2G+-Regel betrifft bei der Begrenzung von Personenzahlen vor allem nicht-immunisierte Personen.

Symbolfoto

Westerwaldkreis. Seit dem 30. September hat das Landesimpfzentrum Westerwaldkreis (LIZ) in Hachenburg den Betrieb bereits eingestellt. Wer im September im LIZ erst seine Erstimpfung erhalten hat, bekommt beim Gesundheitsamt am 23. Oktober eine Möglichkeit für die Zweitimpfung. Bei den Ärzten im Kreis wird selbstverständlich weiter geimpft und auch der vom Land installierte Impfbus soll weiter seine Touren drehen.

Im Westerwald gilt weiterhin Warnstufe 1
Kein einziger Kreis in Rheinland-Pfalz weist derzeit noch eine Inzidienz von mehr als 100 auf. Seit Mittwoch stieg im Westerwaldkreis die Inzidienz leicht von 38,5 auf 41,9. Neben den bisher geltenden Inzidenzzahlen werden seit Inkrafttreten der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung ebenso die statistischen Werte der Behandlungen in einem Krankenhaus, sowie die Auslastung der verfügbaren Intensivbetten berücksichtigt. Erst wenn zwei von drei festgelegten Grenzwerten überschritten werden, steigt die Warnstufe.

Kein einziger Wert erreicht die Bedingung für eine höhere Stufe. Mit einer Hospitalisierungsrate von 1,6 Prozent und einer Intensivbetten-Auslastung von 3,85 Prozent steht der Westerwaldkreis aktuell im Landesvergleich sehr gut dar.

Mit der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung wird ja faktisch ein weiterer Lockdown ausgechlossen. Allerdings tritt anstelle der bisherigen 3G-Regel die 3G+-Regel in Kraft.

Doch was heißt das im Klartext?
3G stand für geimpft, genesen, getestet. Wer also bislang weder infiziert war, noch geimpft wurde, nahm am (eingeschränkten) gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teil.
Mit 2G+ hat sich das geändert. Die 2G stehen nur noch für geimpft und genesen. Das plus steht für alle übrigen Personen,, sogenannte nicht-immunisierte Personen, derzeit also rund 40 Prozent der Bevölkerung. Mit den eingeführten Warnstufen werden Auswirkungen auf limitierte Besucherzahlen ausschließlich auf diese Gruppe angewendet. Geimpfte und Genesene Personen sind von einem solchen Limit ausgenommen.

Beispiele
Für Veranstaltungen im Innenbereich gilt: Bei Warnstufe 1 sind bis zu 250 nicht-immunisierte Teilnehmer zulässig. Bei Erreichen der Warnstufe 2 reduziert sich die zulässige Personenanzahl der nicht-immunisierten Personen auf 100, bei Warnstufe 3 auf 50. Auf die Teilnehmerzahlen von Geimpften und Genesenen hat die Warnstufe also keine Auswirkung. Es gilt immer die Pflicht zur Kontakterfassung.

Für Veranstaltungen im Freien gilt: Mit festen Plätzen sind bei Warnstufe 1 bis zu 1.000 nicht-immunisierte Teilnehmer zulässig. Bei Erreichen der Warnstufe 2 reduziert sich die zulässige Personenanzahl der nicht-immunisierten Personen auf 400, bei Warnstufe 3 auf 200. Bei Veranstaltungen ohne feste Plätze sind bei Warnstufe 1 bis zu 500 nicht-immunisierte Teilnehmer zulässig. Bei Erreichen der Warnstufe 2 reduziert sich die zulässige Personenanzahl der nicht-immunisierten Personen auf 200, bei Warnstufe 3 auf 100. Die Limitierung der Besucher betrifft wiederum weder Geimpfte noch Genesene. Im Klartext bedeutet dies, wenn sich die Corona-Lage verschlimmert, bleiben Ungeimpfte zunehmend außen vor. Auch gilt bei allen Veranstaltungen für nicht-immunisierte Personen die Testpflicht.



PCR-Tests können ab 11. Oktober viel Geld kosten
Ab dem 11. Oktober wird der Bund die Kosten für Antigen- und PCR-Tests nicht mehr übernehmen. Da diese Tests aber für nicht-immunisierte Personen Bedingung sind, um am gesellschaftlichen Leben teil zu haben, kann das richtig teuer werden. Der Bund erstattet noch bis zum 10. Oktober 11,50 Euro je Schnelltest und 43,56 Euro je PCR-Test. Danach werden die Testanbieter nach den Regeln der Marktwirtschaft die Verbraucher zur Kasse bitten. Die Preise werden womöglich variieren. Kinder bis einschließlich 11 Jahren brauchen sich übrigens nicht testen lassen. Sie gelten faktisch als geimpft, weil sie nach STIKO-Empfehlung nicht die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen.

Mehr als 57 Prozent der Westerwälder genießen vollen Impfschutz
In Rheinland-Pfalz sind von den gut vier Millionen Einwohnern mehr als 2,1 Millionen in den ärztlichen Praxen geimpft worden. Zusammen mit den Leistungen des LIZ und des Impfbusses sind mehr als 57 Prozent der Westerwälder vollständig geimpft.

Aktive Fälle nach Verbandsgemeinden:

Bad Marienberg 38(+12)
Hachenburg 6 (-7)
Höhr-Grenzhausen 12 (-16)
Montabaur 20 (-8)
Ransbach-Baumbach 19 (+-0)
Rennerod 14 (-7)
Selters 10 (+1)
Wallmerod 6 (-6)
Westerburg 22 (-13)
Wirges 29 (+-0)
Westerwaldkreis 176(-47)
Die Vergleichswerte in Klammern gelten seit dem 1. Oktober, zeigen also die Veränderungen innerhalb einer Woche an. In den meisten Verbandsgemeinden stagnieren oder sinken die Zahlen derzeit. Auch ist im Westerwaldkreis in der vergangenen Woche zum Glück niemand durch Corona verstorben. Landesweit allerdings sind in Rheinland-Pfalz seit gestern sechs Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Quellen: Westerwaldkreis, Landesuntersuchungsamt, Landesimpfzentrum, Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz, Landesregierung Rheinland-Pfalz, Redaktion




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