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Nachricht vom 08.10.2021    

Wandern auf den neuen Gemaahnsweeschelschern

Von Katharina Kugelmeier

"QR-Code scannen und loswandern!", so lautet das Motto des neuen Wanderweg-Konzeptes "Gemaahnsweschelscher" in Stockum-Püschen. Auf zehn Rundwegen unterschiedlicher Länge können Wandernde die Umgebung erkunden und sich dabei von ihrem Smartphone führen lassen.

Die Übersichtstafel mit den QR-Codes der Gemaahnsweschelscher. (Foto: Rainer Lemmer)

Stockum-Püschen. Eineinhalb Jahre arbeitete der unter Wanderfreunden bekannte Wanderer Rainer Lemmer an der Umsetzung seines Wanderprojekts. Statt Wegmarkierungen und Hinweisschilder werden Wandernde hier mit GPS-Navigation geführt. Dazu findet man am Startpunkt, welcher für alle zehn Rundwege gleich ist, eine Übersichtstafel. Auf dieser sind die zehn Strecken aufgeführt und nach dem Scannen des jeweiligen QR-Codes über die Kamera des Smartphones kann man die GPS-Datei entweder herunterladen oder direkt mit der Wander-APP „Komoot“ loswandern. Die Wege sind aber nicht nur Smartphone-Nutzern vorbehalten, auf der Seite der Gemaahnsweschelscher wird es auch Routenbeschreibungen zum Ausdrucken geben.

Foto: Rainer Lemmer

Bevor man jetzt auf den Gemaahnsweschelschern wandert, sollte man vielleicht einmal kurz erklären, was denn Gemaahnsweschelscher überhaupt bedeutet. Nun, am besten kann man diesen Begriff, der aus der Westerwälder Mundart stammt, wohl mit „Gemeinde Wege“ übersetzen. Sie starten am Dorfgemeinschaftshaus in Stockum-Püschen und führen rund um den Götzenberg und den Stöffel. Zwischen fünf und 30 Kilometern sind die Runden lang und bieten somit für jedes Fitness-Level eine passende Option. Insgesamt kann man auf ihnen circa 136 Kilometer zurücklegen und hätte dann rund 2.250 Höhenmeter absolviert.

Geeignet sind die Wege für alle, die keine perfekt beschilderte Routen erwarten. Über Wald-, Wiesen- und Wirtschaftswege kann man dafür die wirklich wunderschöne Gegend mitten im Westerwald kennenlernen und auch eine möglicherweise weitere Anfahrt lohnt sich. Nur zwei Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt liegt auch der Stöffel-Park. In dem Tertiär- und Erlebnispark kann man noch tiefer in die Geschichte des Basalts und der damit verbundenen Industrie eintauchen. Wer die persönlicheren Dinge liebt, wird mit den vielen anderen kleinen Sehenswürdigkeiten und Zeugnissen der Geschichte am Rande der Gemaahnsweschelscher das eine oder andere Mal innehalten. Denn auch wenn den Einwohnern der Region diese oftmals noch bekannt sind, sind leider einige doch in Vergessenheit geraten.



Foto: Rainer Lemmer

Wer sich vorher überlegen möchte, welche Runde er wandert, kann sich auf der Website der Gemaahnsweschelscher einen Überblick verschaffen. Neben Fotos und Impressionen findet man dort auch zu jeder Strecke eine Übersicht sowie die Möglichkeit, die GPS-Daten bereits Zuhause herunterzuladen. So kann man sich mithilfe umfangreicher Detailseiten die Wanderung bereits im Vorfeld aussuchen und dann in Stockum-Püschen direkt loswandern. Das eine oder andere Gemaahnsweschelscher werden auch wir sicher in Zukunft noch genauer vorstellen und dann auch hier verlinken. Übrigens: Wer mit der Bahn statt dem eigenen Auto anreisen möchte, kann den Startpunkt vom Bahnhof Rotenhain aus nach einem Kilometer erreichen. Alternativ führen auch Wanderungen am Bahnhof vorbei und mit vorheriger Planung kann man direkt aus dem Zug in die Runde einsteigen und loswandern. Bei allen Touren ist festes Schuhwerk sowie je nach Distanz auch etwas zum Essen oder Trinken im Rucksack empfehlenswert.


Tour-Informationen:

Art: Rundwege
Schwierigkeit: leicht bis schwer
Strecke: zwischen 5 und 30 Kilometern
Familiengeeignet: Ja
Beschildert: Nein (GPS-geführt mit QR-Code)
Beschaffenheit: Naturnahe Wege
Startpunkt: Dorfgemeinschaftshaus Stockum-Püschen (Zum Stöffel, 56459 Stockum-Püschen)
Zielpunkt: wie Startpunkt

Alles zu den Gemaahnsweschelschern


In unserer Facebook-Wandergruppe "Wandern im Westerwald" gibt es übrigens auch ständig schöne neue Ecken der Region zu entdecken.

Haben Sie auch einen Wander- oder Ausflugstipp? Dann schreiben Sie uns gerne an westerwaldtipps@die-kuriere.info. Vielen Dank!






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