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Pressemitteilung vom 06.10.2021    

Grüne wollen verstärkten Radwegebau im Westerwald

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) "Verkehr" des Kreisverbandes der Grünen beklagt, dass im Westerwald der Radwegebau für Alltagszwecke in den vergangenen Jahren nahezu zum Erliegen gekommen ist. Viele Bürger würden auch im Westerwald auf das Fahrrad umsteigen, wenn hierfür sichere Radwege bereitständen.

Symbolfoto

Westerwaldkreis. Während in der Corona-Pandemie in anderen Regionen Deutschlands kräftig in den Radwegebau investiert und gebaut wurde, ist im Westerwald leider kein Vorankommen zu sehen. Hier und da existieren vereinzelt Radwege.

Für touristische Zwecke seien jüngst deutliche Verbesserungen im Radwegenetz festzustellen. Das ändere jedoch nichts an der Fehlanzeige für den Radwegebau für Alltagszwecke. Im Zeitalter von E-Bikes sollte die jetzige Radinfrastruktur zeitnah zu einem Verbund alltagstauglicher, sicherer Radwegenetze weiterentwickelt werden. Die Kreisverwaltung und die Verbandsgemeinden sind sich dessen wohl bewusst. Sie wurden langfristig, perspektivisch auch tätig. Aufträge und Ausschreibungen zur Konzeption von überörtlichen Radwegenetzen wurden auf den Weg gebracht. Richtigerweise sollte die Politik aber auch offen und ehrlich in Richtung der Bürger kommunizieren, dass für die Umsetzungen dieser Pläne und bis der erste Kilometer Radweg tatsächlich gebaut sei, noch viele Jahre ins Land gehen.

Bis dahin abwarten – das wäre nicht die richtige Politik. Zur Verbesserung der jetzigen Situation könnten bereits kleine Schritte helfen, vorausgesetzt, es besteht die politische Bereitschaft bei den verantwortlichen Akteuren. Die Landesregierung und der zuständige Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez hätten beispielsweise bei der Sanierung der Brücke über die B 49 in Montabaur die einmalige Chance, den fehlenden Radweg mitzubauen, ungenutzt gelassen, obwohl Bundesmittel hierfür bereitgestanden hätten. Die Kreisverwaltung müsse sich fragen lassen, warum man bei der kürzlich abgeschlossenen Sanierung der Kreisstraße von Heilberscheid nach Nomborn keinen Radweg zusätzlich beauftragt habe und bauen ließe, obwohl ein Radweg von Nomborn nach Nentershausen seit vielen Jahren schon bestehe. Der „vergessene“ Radweg wäre eine sinnvolle Ergänzung und Erweiterung des bestehenden Netzes gewesen; diese Chance sei auch leider ungenutzt vertan worden. Die Forderung der Grünen lautet: Zur mittelfristigen Verbesserung des Radverkehrs im Westerwald sind in Zukunft im Fall der Sanierung von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ohne bisherige Radwege, verpflichtend Radwege mitzuplanen und zu bauen. (PM)


Mehr zum Thema:    Bündnis 90/Die Grünen   
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