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Pressemitteilung vom 04.10.2021    

Ortsverband CDU Neuhäusel diskutiert über Schottergärten – Gefahr fürs Klima?!

In einer Veranstaltung am 29. September im Gemeindehaus Neuhäusel informierten und diskutierten der CDU Ortsverband Neuhäusel gemeinsam mit den Bundespreisträgern "Jugend forscht" Felix und Florian Heim aus Hillscheid zum Thema Schottergärten.

Von Links Erster Beigeordneter, Andree Stein, Felix und Florian Heim und Hans-Joachim Hofmann (Foto: CDU Ortsverband)

Neuhäusel. Auf Einladung des CDU Ortsverbandes Neuhäusel nahmen die Bundespreisträger „Jugend forscht” Felix und Florian Heim aus Hillscheid an einer Dialogveranstaltung im evangelischen Gemeindehaus Neuhäusel am 29. September teil. Die frischgebackenen Abiturienten des Johannes-Gymnasiums in Lahnstein haben in diesem Jahr ihre Kampagne „Steinzeit war gestern!“ in „Jugend forscht 2021” und im „BundesUmweltWettbewerb 2021” vorgestellt. Im Ergebnis sind sie nun Bundespreisträger im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften, Sonderpreisträger Klimaschutz des Bundesministeriums der Unwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf Landes- und Bundesebene und Sonderpreisträger des Verbandes deutscher Schulgeographen e.V.
Der Ortsvorsitzende der CDU Neuhäusel, Hans-Joachim Hofmann, führte in die Thematik ein und stellte im Besonderen das Potential unserer Jugendlichen für Forschung und Weiterentwicklung neuer Technologien heraus.

Seit einigen Jahren lässt sich in vielen Vorgärten Deutschlands ein unheilvoller Trend erkennen: Schottergärten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, obwohl vielfach vor ihren negativen Einflüssen auf Mensch, Natur und Klima gewarnt wird. Um diesem Trend etwas entgegenzusetzen, haben die beiden Jungforscher die Einflüsse von Schottergärten auf die Umwelt untersucht und klären über die negativen Einflüsse auf. So nun auch in der Augst.

Zu Beginn schilderte das Brüderpaar die Konstruktion und den Aufbau der selbst entwickelten Messstände. Diese erfassten die Parameter der bodennahen klimatischen Bedingungen, wie beispielsweise die Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit in unterschiedlichen Höhen bis zu einem halben Meter über und bis zu zehn Zentimeter im Schotter, aber auch äußere Einflüsse wie die einfallende Sonnenstrahlung. Diese Messstände wurden auf einer Schotterfläche und einer Vergleichsfläche aufgebaut. Die Brüder entschieden sich hierbei für eine Rasenfläche, da dies ein ebenfalls beliebtes und natürliches Vorgarten-Gestaltungsmittel ist.

Daran schloss sich die Präsentation der Messergebnisse an. Dabei fassten die Brüder ihre über eine Million Messdaten, die sie in zahlreichen Messreihen bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen erhoben hatten, in verschiedenen Diagrammen zusammen.



Der Vortrag endete mit den Schlussfolgerungen der beiden Jungforschern: So zeigten die Messdaten deutlich, dass der Schottergarten mehr Sonneneinstrahlung als die Rasenfläche aufnehme und dies zu einer stärkeren Erwärmung der Luftschichten über ihm führe. Außerdem verzögere er das abendliche Abkühlen der Luft über ihm und führe den Luftschichten kaum Wasser hinzu. Dies verhindere den kühlenden Effekt der Verdunstung, der wiederum über der Rasenfläche beobachtet werden konnte. Auch fehle dem Schottergarten das Speichervermögen von Wasser und Nährstoffen, was Insekten, Vögeln und anderen Lebewesen jede Lebensgrundlage entziehe. Mit zunehmender Größe des Schottergartens bildeten sich die negativen Einflüsse auch in höheren Luftschichten deutlich messbar aus. Zusammengefasst habe der Schottergarten einen negativen Effekt auf seine Umwelt und schaffe eine lebensfeindliche Umgebung, die nicht nur die Biodiversität und Artenvielfalt gefährde, sondern auch die Lebensqualität für den Menschen maßgeblich schmälere.

Im Anschluss an den Vortrag ergab sich im Gespräch zwischen den Brüdern und den interessierten Zuhörern eine kurzweilige Diskussion. Hierbei wurde im Besonderen überlegt, ob ein Verbot, wie in Baden-Württemberg, ein probates Mittel sein könnte.

Der Vortrag und die anschließende Diskussionsrunde zeigten, dass der Schottergarten auch in der Augst ein wichtiges Thema ist und sich viele Menschen vor Ort für eine umweltfreundlichere, artenreichere und grünere Gemeinde aussprechen.
Weitere Informationen über die Kampagne der Brüder Heim, ihre Erfolge und vieles mehr finden Sie auf www.steinzeitwargestern.de.

Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Montabaur, Andree Stein, bedankte sich für den exzellenten Vortrag und die Denkanstöße für politisch Handelnde und avisierte, den Kontakt zum Umweltbeauftragten der Verbandsgemeinde herzustellen. (PM)


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