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Nachricht vom 18.01.2011    

Neujahrsempfang: Unsere Region steht ganz gut da

Neujahresempfang der Wirtschaft von IHK und HwK in Ochtendung: Die heimische Region steht wirtschaftlich ganz gut da und "und teilweise besser als andere Regionen", wie es IHK-Präsident Manfred Sattler in seiner Ansprache formulierte.

Mit den Kammerspitzen um die Präsidenten Werner Wittlich (4. von links) und Manfred Sattler (3. von rechts) freuen sich die Wirtschaftsminister von Bund und Land Rainer Brüderle und Hendrik Hering (3. und 2. von links) mit Repräsentanten der Landespolitik über den Aufschwung. Foto: P!ELmedia

Region. Zum zehnten gemeinsamen Neujahrsempfang der Wirtschaft hatten die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz und die Handwerkskammer (HwK) Koblenz in die Kulturhalle in Ochtendung geladen. Der Einladung der Präsidenten und Hauptgeschäftsführer waren zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Bildung, Bundeswehr, Medien und Gesellschaft gefolgt, darunter Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und Staatsminister Hendrik Hering, Staatssekretäre, Abgeordnete aus Europaparlament, Bundestag und Landtag sowie Oberbürgermeister und Landräte.

"Es sieht so aus, dass wir in unserer Region in vielen Segmenten der Wirtschaft ganz gut und teilweise auch besser als andere Regionen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen sind", sagte IHK-Präsident Manfred Sattler in seiner Ansprache. So werde die Wirtschaft 2011 weiter wachsen und damit neue Spielräume für Arbeitskräfte und Investitionen schaffen. Die jüngste Konjunkturumfrage der IHK Koblenz, die in Kürze vorgestellt wird, bestätigt den positiven Trend.

"Über den demografischen Wandel wird schon seit Jahren viel diskutiert", so Sattler. „Mit dem gegenwärtigen Aufschwung und der breiten Diskussion um die ausreichende Verfügbarkeit von Fachkräften zeigt sich die immense Relevanz dieses gesellschaftlichen Wandels für jeden von uns. Rückgang der Schulabgängerzahlen, steigender Anteil der älteren Beschäftigten und der immer härter werdende Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter stellen uns vor neue Herausforderungen, wenn wir nicht an Wettbewerbsfähigkeit verlieren wollen."

Dabei zeigen Umfragen der IHKs in Rheinland-Pfalz, dass mit weitem Abstand die Bildung der "wichtigste Rohstoff" für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes ist. Sattler: "Wirtschaft und Politik müssen im Thema Bildung noch enger zusammenarbeiten. Wir Unternehmen verpflichten uns dazu, den Jugendlichen eine berufliche Ausbildung anzubieten, bei der sie diese Kompetenzen auch weiterentwickeln können. Und wir werden die berufliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter unterstützen, damit sie selbst und die Betriebe wettbewerbsfähig bleiben."

Sattler betonte, dass bessere Übergänge zu den Bildungsstufen entwickelt werden müssen, sei es von der Vorschule zur Schule, von dort in die Lehre und später durch Weiterbildung begleitend in den Beruf oder ins Studium.

"Hier sehen wir als Kammer eine besondere Herausforderung und werden unser Engagement noch verstärken. Wir bieten vor allem für kleine und mittlere Unternehmen Beratungen zu Personalentwicklungsmaßnahmen an und unterstützen dies durch ein reges Netzwerk an Veranstaltungen und Informationsbriefen zum Erfahrungsaustausch mit Best Practice-Beispielen für die betriebliche Weiterbildung. Auch den erfolgreichen IHK-Weiterbildungsfonds aus 2010, der Unternehmen für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter finanzielle Anreize bietet, werden wir im neuen Jahr fortführen."



Sattler erläuterte das Jahresmotto der IHK-Organisation "Gemeinsam für Fachkräfte - bilden, beschäftigen, integrieren": "Wir brauchen eine breite Bewegung für gute Bildung. Der Mittelstand baut auf die Duale Ausbildung. Dies werden wir in einer Imagekampagne intensiv unterstützen und den jungen Menschen und deren Eltern aufzeigen, dass eine fundierte Ausbildung eine gute Chance ist, um erfolgreich zu sein und Karriere zu machen."

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, Gastredner beim Neujahrsempfang, blickte auf die Entwicklung der Bundesrepublik im vergangenen Jahr zurück: "Die Leistungsbilanz der deutschen Wirtschaft für das letzte Jahr kann sich sehen lassen. Insbesondere die vielen fleißigen mittelständischen Unternehmen haben das Fundament für diesen Aufschwung gelegt. Hier in Koblenz wird das ganz deutlich. Im neuen Jahr stehen die Zeichen weiter auf Wachstum."

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering unterstrich, dass Rheinland-Pfalz mit einem starken Wirtschaftswachstum besser aus der Wirtschaftskrise gekommen ist als andere: "Die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden hat daran einen maßgeblichen Anteil", sagte Hering und bedankte sich ausdrücklich bei den Kammerpräsidenten Manfred Sattler und Werner Wittlich.

HwK-Präsident Werner Wittlich betonte, dass das Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz in vielen Bereichen besser dastehe als in anderen Regionen der Bundesrepublik. "Unsere Handwerksbetriebe haben 2010 mehr Lehrverträge abgeschlossen als im Jahr zuvor", betonte Wittlich, "wir haben Maßnahmen, Projekte und Initiativen gestartet, die langfristig greifen und das Handwerk als attraktiven und zukunftsorientierten Wirtschaftsbereich den Jugendlichen "schmackhaft" machen sollten. Jetzt ernten wir den Lohn dieser Arbeit."

Die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den doppelten Steuerbonus auf haushaltsnahe Handwerksleistungen über das Jahresende 2011 hinaus beizubehalten, lobte Wittlich, da sie für mehr Aufträge und weniger Schwarzarbeit sorge: "Eine mittelstandsorientierte Steuerreform mit echter Entlastung ohne erneute Umverteilung: So muss die konsequente Antwort der Politik auf den Beitrag des Mittelstandes zum Wirtschaftswachstum lauten."


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