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Nachricht vom 29.08.2021    

Achtung Erdgasumstellung: Geräte müssen angepasst werden

Der nächste Schalttermin für die Erdgasumstellung ist am 7. September in den Verbandsgemeinden Wirges, Montabaur, Wallmerod, Westerburg und Rennerod. Wer in diesem Netzgebiet der enm wohnt und bisher noch keinen Monteur zu Besuch hatte, sollte sich jetzt dringendst im Erdgasbüro melden.

Mit solchen Aufklebern sind die Geräte gekennzeichnet, die bereits erfasst wurden. Wer noch nicht erfasst wurde, sollte sich schnell melden. (Foto: Peerenboom/evm)

Westerwaldkreis. Nachdem in einigen Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis die ersten Umschaltungen von L-Gas auf H-Gas erfolgreich durchgeführt werden konnten, steht in Kürze der nächste Schalttermin an: Am 7. September sind Orte in den Verbandsgemeinden Wirges, Montabaur, Wallmerod, Westerburg und Rennerod an der Reihe.

Was ist L-Gas, was ist H-Gas?
In Deutschland gibt es zwei Arten von Erdgas: L-Gas und H-Gas.
Laut Verbraucherzentrale steht das "L" in L-Gas für das englische "low caloric" also "niederkalorisch". Dieses Gas hat einen vergleichsweise geringen Brennwert und Energiegehalt.
Das "H" in H-Gas steht für das englisch "high caloric" also "hochkalorisch". H-Gas hat einen höheren Methan-Gehalt und setzt bei der Verbrennung mehr Energie frei als L-Gas. Es hat somit einen höheren Brennwert und Energiegehalt.

Warum wird von L-Gas auf H-Gas umgestellt?
Im Norden und Westen Deutschlands wird zurzeit noch überwiegend L-Gas genutzt. Dieses Erdgas stammt entweder direkt aus Deutschland oder wird aus den Niederlanden importiert. Aber diese L-Gas-Vorkommen werden laut Verbraucherzentrale in absehbarer Zukunft erschöpft sein. Deshalb wird bis 2030 in der sogenannten "Marktraumumstellung" das Erdgasnetz und alle angeschlossenen Geräte, zum Beispiel Heizungen oder Gasherde, von L-Gas auf H-Gas angepasst. Das H-Gas kommt aus Norwegen, Russland und Großbritannien und wird nach Aussage der Verbraucherzentrale im überwiegenden Teil Deutschlands bereits lange genutzt.

Bei den Energienetzen Mittelrhein (enm) laufen die Vorbereitungen für die Erdgasumstellung von L-Gas auf H-Gas auf Hochtouren. „2019 haben die Monteure mehr als 30.000 Kunden im Netzgebiet Westerwald aufgesucht, um alle gasbetriebenen Geräte zu erfassen“, berichtet Projektleiter Andreas Weiland. Auf Basis dieser Daten wurden die jeweils notwendigen Ersatzteile beschafft, die nun im nächsten Schritt in den Anlagen der Kunden eingebaut werden müssen. „Dies geschieht in der Regel vor dem jeweiligen Schalttermin, teilweise aber auch erst nach der Schaltung. Dies hängt vom jeweiligen Gerät ab“, so Weiland.

Bisher kein Monteurbesuch? Bitte dringend melden!

Wer im Netzgebiet der enm wohnt und bisher noch keinen Monteur zu Besuch hatte, sollte sich dringend im Erdgasbüro melden. „Einige Bürger haben unseren Monteuren bisher nicht die Möglichkeit gegeben, die Geräte in Augenschein zu nehmen. Diese sollen sich möglichst umgehend melden, damit dieser Besuch nachgeholt werden kann“, erklärt Andreas Weiland. Ebenso sollten sich die Kunden melden, die in der Zwischenzeit ein Gerät gegen ein neues oder anderes ausgetauscht haben. Auch aus Sicherheitsgründen sei es wichtig, dass alle Geräte an die neue Gasqualität angepasst werden. Die Kosten würden laut evm über eine spezielle, bundesweite Umlage refinanziert.
Auch die Verbraucherzentrale bestätigt, dass für die Umrüstung nichts extra bezahlt werden müsse. Die Kosten würden über die Netzentgelte durch alle Gaskunden gemeinsam finanziert. Allerdings müssten in seltenen Fällen neue Geräte angeschafft werden, für die man aber einen Zuschuss beantragen könne.




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Wer Fragen zur Erdgasumstellung hat, kann sich an das eigens eingerichtete Erdgasbüro unter Telefon 0261 2999-60100 wenden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter hier oder per E-Mail an erdgasumstellung@enm.de.
(PM)


Lokales: Montabaur & Umgebung
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