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Nachricht vom 19.08.2021    

Jazzfest Montabaur: Swing, Pop und der Blues alter Ladys

Drei Bands auf der Bühne am Großen Markt und ein abendliches Highlight in der Stadthalle Mons Tabor: Beim Montabaurer Jazzfest am Samstag, 28. August, dürfen sich Musikfreunde auf jede Menge Jazz freuen.

Jede Menge Jazz in Montabaur. (Symbolfoto)

Montabaur. Los geht´s am späten Vormittag open air mit CHRIS HOPKINS & his Music Friends und es ist zu hoffen, dass das Wetter dem Motto alle Ehre macht: Swinging in the Summertime.

Der international renommierte und preisgekrönte Jazz-Künstler Chris Hopkins präsentiert von 11 bis 13 Uhr sein Quartett, das mit einer Mischung aus Eleganz und Übermut, Humor und Lebenslust aufwartet. Große Melodien aus dem New Yorker Jazz Age wechseln sich ab mit heißen Latin-Klängen aus Rio de Janeiro, gefühlvolle Balladen verströmen Pariser Savoir-Vivre, während bluesgetränkte Improvisationen New Orleans Flair verbreiten.

Mit von der Partie sind einige der gefragtesten Musiker der Szene: Trompeten-Virtuose und Sänger Colin T. Dawson, Lindy Huppertsberg, Europas bekannteste Kontrabassistin und Meisterdrummer Bernard Flegar. Chris Hopkins selbst ist eine Instanz als Ensemble-Leiter der Echoes of Swing und spielte weltweit bei mehr als 4.000 Konzerten an der Seite von Jazz-Größen wie Clark Terry, Harry „Sweets“ Edison, Butch Miles und Hazy Osterwald.

Von 13.15 Uhr bis 15.15 Uhr gehört die Bühne Nina´s Rusty Horns. Sie bringen in Vergessenheit geratenen New-Orleans-Jazz alter Blues-Ladys wie Bessie Smith, Georgia White oder Memphis Minnie zu neuen Ehren. Zu den „ausgegrabenen“ Stücken ursprünglicher und pulsierender Tanzmusik gesellen sich eigene Songs in diesem Stil, die immer eine gute Geschichte erzählen. Das klingt nach Swing und vermittelt zuweilen einen Vorgeschmack auf den Rock ‘n Roll. Selbst antiquierte deutsche Schlager werden ohne Umstände integriert. Die Band besteht aus Nina Lentföhr (Gesang), Thimo Niesterok (Kornett & Trompete), Christian Saettele (Klarinette), Clemens Gottwald (Posaune), Martin Henger (Gitarre), Peter Kowal (Banjo & Gitarre) und Andi Jansen (Sousaphon).

Den Schlusspunkt unter freiem Himmel setzt von 15.30 bis 17.30 Uhr die Atrin Madani Group. Atrin Madani, Berliner mit persischen Wurzeln, pendelt zwischen seiner Geburtsstadt und Toronto, und der Jazz ist seine universelle Sprache. Bei seinem Debüt in Montabaur präsentiert er Meilensteine der gehobenen Popmusik von David Bowie bis hin zu Coldplay. Dabei beschränkt er sich nicht auf simple Cover-Versionen, sondern drückt ihnen seinen musikalischen Stempel auf. Atrin Madanis Gesang begleiten Alexander Rueß (Gitarre), Christian von der Goltz (Klavier), Olaf Casimir (Kontrabass) und Tobias Backhaus (Schlagzeug).



Bühne im Herzen der Altstadt
Die Bühne steht im Herzen der Altstadt vor dem historischen Rathaus. Alle, die zum Bummeln oder Shoppen unterwegs sind oder eigens zum Jazzfest gekommen sind, dürfen kostenlos zuhören. Noch entspannender wird es, wenn man sich einen Platz in der umliegenden Außengastronomie reserviert und das Programm bei Kaffee, Eis oder einem (Mittag)Essen genießt.

The world famous GLENN MILLER ORCHESTRA directed by Wil Salden setzt in der Stadthalle Mons Tabor den krönenden Schlusspunkt des Tages. Das Konzert dauert von 20.00 Uhr bis 22.30 Uhr, Einlass ist ab 19.00 Uhr. Das lizenzierte Glenn Miller Orchester für Europa ist aus mehreren Gründen auf großer Jubiläumstour: Wil Salden und seine Musiker treten seit 35 Jahren gemeinsam auf und haben etwa 5.000 Konzerte gespielt. Salden selbst konnte zudem im vergangenen Jahr seinen 70. Geburtstag feiern.

Geboten wird authentischer Swing-Sound in der traditionellen großen Big Band Besetzung. Das Orchestra und die Vocal Group „The Moonlight Serenaders“ versetzen das Publikum zurück in die 30er und 40er Jahre – mit Titeln wie Moonlight Serenade, In the Mood, American Patrol, A String of Pearls und Little Brown Jug. Auch bei der Programmgestaltung wandelt Wil Salden auf den Spuren seines Vorbilds Glenn Miller, indem er auf einen Mix aus Altem, Neuen, Adaptionen und natürlich den Blues setzt: Something Old, Something New, Something Borrowed and Something Blue…

Tickets gibt es online oder direkt bei den örtlichen Vorverkaufsstellen Tourist-Information Montabaur, Buchhandlung Reuffel und Buchhandlung ErLesenes. Die Karten für die Abendveranstaltung kosten vorab 22 Euro, an der Abendkasse 25 Euro. Die Tagesveranstaltung vor dem historischen Rathaus ist ohne Eintritt.

Alle Infos zum Jazzfest in Montabaur auch auf Facebook / Kultur in Montabaur und
hier. (PM)


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