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Nachricht vom 13.08.2021    

Beratungen über die Zukunft der Westerwälder Seenplatte

Gespräche über Auf der ersten Verbandsversammlung des Entwicklungsverbands Westerwälder Seenplatte in diesem Jahr standen die Beratungen über die Vereinbarkeit von Tourismus und Umweltschutz im Mittelpunkt. Es wird wohl ein Projektmanager neue Konzepte für Besucherlenkung und Umweltbildung erarbeiten.

Dreifelder Weiher (Foto: Dominik Ketz / Quelle: Tourist-Information Hachenburg)

Hachenburg/Selters. Nach der Begrüßung durch den Verbandsvorsteher des Entwicklungsverbands Westerwälder Seenplatte, Peter Klöckner, berichtete die Vorsitzende des NABU-Rheinland-Pfalz, Cosima Lindemann, zunächst über den Umsetzungsstand der im Bereich der Seenplatte bereits durchgeführten und noch anstehenden Maßnahmen.

Dazu gehörten einerseits wasserwirtschaftliche Maßnahmen wie das Ablassen von Weihern zur Begutachtung des Sanierungsbedarfs an den Mönchen und Dämmen, Fischbestandsanalysen sowie die Einbeziehung von Fachbüros zur Planung der Sanierungsmaßnahmen, andererseits aber auch die wichtigen Themenpunkte der Besucherlenkung, Umweltbildung und des Tourismus.

Spätestens im kommenden Herbst soll hierzu ein Projekt begonnen werden und in diesem Rahmen auch eine hauptamtliche Projektstelle besetzt werden. Diese Stelle - so machte Cosima Lindemann deutlich - werde die Aufgabe haben, die verschiedenen touristischen Interessen mit den anspruchsvollen naturschutzfachlichen Anforderungen an der Seenplatte zu einem Gesamtkonzept Umweltbildung und Besucherlenkung zusammen zu führen.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass Akzeptanz vor Ort wichtig sei. Deshalb werde die Stelle auch Ansprechpartner vor Ort sein und in das direkte Gespräch mit allen Akteuren gehen. Daneben sei seitens des NABU geplant, im Sinne des „sanften Tourismus“, Info-Material, Hinweistafeln und auch Weiterbildungsangebote, auch für den Tourismus, ins Leben zu rufen.

In einem so sensiblen Gebiet wie der Westerwälder Seenplatte, sei es wichtig, mit einer Stimme zu sprechen und Tourismus so zu entwickeln, dass er naturverträglich sei. Insofern wurde der Satzungszweck des NABU betont, nämlich der Einsatz für „Mensch und Natur“.

In dem sich anschließenden offenen Meinungsaustausch, an dem neben den Mitgliedern der Verbandsversammlung auch Vertreter touristischer Einrichtungen und die Leitungen der Tourist-Informationen Hachenburg und Selters beteiligt waren, wurde insbesondere dafür geworben, den Kommunikationsfluss zu verbessern.



Bespielhaft wurden hier die akut erforderlichen Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang von Straßen und Besuchereinrichtungen (darunter Bänke und Infotafeln) genannt, die Flächen der NABU-Stiftung, des Forstamt Hachenburg und des Fürstenhauses betrafen. Ortsansässige wunderten sich beispielsweise, warum Bank und Infotafel am Hofmannsweiher entfernt wurden. Dieser Punkt konnte jetzt aufgeklärt werden: Die Entfernung war erforderlich, um umfangreiche Schnittmaßnahmen während der Brutzeit zu vermeiden.

Durch eine bessere Kommunikation - so die einhellige Meinung - könnten bereits im Vorfeld Missverständnisse ausgeräumt werden. Dies sei umso mehr von Bedeutung, da durch die Corona-Pandemie der Inlandstourismus stark zugenommen habe, was natürlich auch im Bereich der Seenplatte zu merken sei. Zudem sei es auch für Einheimische wichtig zu wissen, welche Maßnahmen geplant seien.

Gerade die neue Projektstelle vor Ort, welche sich mit dem wichtigen Thema der „Besucherlenkung“ und damit auch des Tourismus befasst, wurde hierfür von allen Beteiligten als essenziell angesehen.

Verbandsvorsteher Peter Klöckner fasste abschließend zusammen, dass nach dem Eigentumsübergang vieles in Bewegung sei, er gerade aber die Stelle eines Projektmanagers als wesentlichen Punkt ansehe. Wichtig sei auch, dass alle Beteiligten vor Ort in die Konzeption eingebunden würden und er wandte sich an der Stelle insbesondere an die Campingplatzbetreiber. Denn für diese sei der Zugang zu den Gewässern Geschäftsgrundlage.
(PM)


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