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Nachricht vom 09.08.2021    

Begeisterung beim Hachenburger Biermarathon

Mit schlüssigem Hygienekonzept und etwas Vertrauen geht es: Veranstaltungen müssen nicht alle ausfallen. In Hachenburg fand am Wochenende zum vierten Mal der Hachenburger Biermarathon statt. Klaus Kelter lief 21,1 Kilometer in weniger als 89 Minuten.

Biermarathon (Fotoquelle: Reinhold Krämer)

Hachenburg. Der inzwischen vierte Biermarathon in Hachenburg war geplant, ein schlüssiges Hygienekonzept wurde vorgelegt und die Veranstaltung konnte genehmigt werden, zumal alles im Freien stattfand. Es wurde keine weitere Werbung gemacht. Stattdessen wurden nur die bisherigen Teilnehmer angeschrieben. Bereits am Tag der Anmeldungseröffnung wurden die ersten 100 Startplätze vergeben. Bei 250 Teilnehmern musste die Anmeldung geschlossen werden. Mehr Teilnehmer durften die Veranstalter, Sabine Schneider und Reinhold Krämer, nicht annehmen, zumal das private Wohnhaus der Beiden auch der Veranstaltungsort war.

Aus organisatorischen Gründen konnten dieses Mal nur der Viertel- und der Halbmarathon angeboten werden. Dennoch waren zwei Marathonis dabei, die den Halbmarathon gleich zwei mal absolvierten.

Die Wetterprognosen waren nicht gut, aber am Veranstaltungstag hatte Petrus ein Einsehen und es blieb nicht nur trocken, es wurde sogar heiter und wärmer. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern reisten aus ganz Deutschland an, um endlich mal wieder an einer Laufveranstaltung teilzunehmen.

Um 10.30 Uhr wurden die Läufer auf die elf Kilometer-Distanz geschickt und - beinahe erwartungsgemäß - gewann Lokalmatador Thierry van-Riesen (LG Rhein-Wied) bei den Männern den Lauf in 41:08 Minuten. Bei den Frauen war es Caprice Löhr (TUS Deuz), die sich in 51:28 Minuten durchsetzen konnte.

Der Halbmarathon über 21,1 Kilometer wurde eine halbe Stunde früher, um 10 Uhr, gestartet. Hier gewann Klaus Kelter (TVE Nephten) in beachtlichen 1:28:52 Stunden und bei den Frauen war es die wieder die Vorjahressiegerin Caroline Schermuly (LC Mengerskirchen) in phantastischen 1:33:52 Stunden.

Ältester Teilnehmer, mit 82 Jahren, war die Westerwälder Lauflegende Norbert Hoffmann (LG Westerwald), der in 2:26:14 Stunden die Halbmarathondistanz meisterte. Ältester Teilnehmer auf der elf Kilometer Strecke und in einer Zeit von 1:32:01 Stunden war Norbert Jonas (HB Schleifmittel) mit 78 Jahren.

Prominentester Teilnehmer war Landtagspräsident Hendrik Hering, der es sich nicht nehmen ließ am Lauf teilzunehmen, den Halbmarathon in 2:16:32 Stunden meisterte und damit auch ein Zeichen setzte für wieder etwas mehr, wenngleich vorsichtige, Normalität im Freizeitbereich.



Alle 217 Starter kamen wohlbehalten und vielfach ganz besonders gut gelaunt ins Ziel.

Bier und Sport, wie geht das?
Als die beiden Veranstalter 2016 am Beer-Lovers-Marathon in Lüttich (Belgien) teilnahmen, kamen sie auf die Idee so etwas auch in Hachenburg zu organisieren, zumal die dortige Stimmung beim Lauf unbeschwert und außergewöhnlich gut war. Gesagt – getan und mit Hilfe der örtlichen Brauerei, der Sparkasse Westerwald-Sieg und der REWE Group konnte 2018 der erste Lauf stattfinden.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Spaß- und Wettkampfevent haben gezeigt, dass Nichtläufer zum Laufen „bewegt“ und Läufer an die Viertel-/Halbmarathonstrecke herangeführt werden können. Ebenso wird ambitionierten Läufern ein Wettkampf geboten.

„Jeder soll Spaß an der Veranstaltung und die Möglichkeit haben, seine sportlichen Fähigkeiten zu messen. Aber jeder soll sich auch objektiv und subjektiv sicher und geschützt fühlen“, so die Veranstalter.

Auch diesmal kam der Spaß nicht zu kurz. Fünf Versorgungsstationen standen an der Strecke, die zum Teil mehrfach angelaufen wurden und an denen es neben Bier (mit und ohne Alkohol) auch Wasser und Kraftfutter (Müsliriegel, Obst) gab. Auf der Strecke stand sogar ein Aromahopfen-Taxi, mit einer besonderen Zapfanlage, einem Hopfomaten, sowie eine Bierbar mit acht Hachenburger Biersorten.

"Bagpiper Mac Rhein", alias Andre Grimm, stand vor dem Zieleinlauf und begrüßte die Finisher mit dem Dudelsack.

Wie immer geht der Erlös, ein auch diesmal vierstelliger Betrag, an das Kinder- und Jugendhospiz in Olpe. Diesmal waren auch die „Hachenburger Frischlinge“ mit bei der Veranstaltung. Diese erhalten ebenfalls eine Spende in Höhe von 300 Euro für deren sozialen Projekte.

Die Gesamtergebnisliste kann hier eingesehen werden.
(PM)


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