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Nachricht vom 02.08.2021    

Pflegemanagement-Studium – vielseitige Perspektiven für Fachkräfte

Angesichts des zukünftigen Fachkräftemangels werden Pflegeberufe immer wichtiger. Junge Menschen können mit einem Studium im Bereich Pflegemanagement den Grundstein für sinnstiftende Berufswege ebnen. Im nachfolgenden Artikel werden die Inhalte, Voraussetzungen und Berufsmöglichkeiten des Pflegestudiengangs vorgestellt.

In den meisten Fällen benötigen Bewerber für ein Pflegemanagement-Studium mindestens die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Alternativ erhalten auch erfahrene Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung eine Zulassung. Neben Kranken- und Altenpflegern sind auch Hebammen oder Heilpraktiker mitunter für solches Studium qualifiziert. Foto Quelle: pixabay.com © truthseeker08 (CC0 Creative Commons)

Für wen sich das Studium im Pflegemanagement lohnt
Junge Erwachsene begeistern sich, wie eine vom Bundesjugendministerium in Auftrag gegebene Studie berichtet, durchaus für pflegerische Tätigkeiten. So können es sich rund ein Viertel der Befragten vorstellen, später in der Pflege zu arbeiten. Auch im Westerwald werden Nachwuchskräfte in der Pflege dringend gesucht. Um das Berufsbild stärker in den Fokus zu rücken, werden in der Region unter anderem informative digitale Livestreams angeboten. Aber auch nach einer mehrjährigen Pflegeausbildung haben Fachkräfte die Möglichkeit, sich mithilfe eines Studiums fortzubilden.

Die mit der Pflegearbeit verbundenen Schichtdienste erschweren allerdings die Studienbedingungen. Da ein Präsenzstudium für Pflegekräfte zeitlich selten möglich ist, gilt ein Fernstudium als sinnvolle Alternative. Neben der fachlichen Weiterbildung profitieren die erfahrenen Pflegekräfte von sozialen und methodischen Skills. Da sie im Studium ebenfalls ihre kommunikativen Kompetenzen verbessern, bilden sich interessierte Fachkräfte somit auch persönlich weiter.

Gehalt und Karrierechancen nach dem Studium
Im Bereich „Pflegemanagement“ haben Absolventen hervorragende Karrierechancen. Ganz gleich, ob Fachkräfte ein Bachelor- oder Masterstudium in der Fachrichtung Pflegemanagement wählen: Mit einem Studienabschluss qualifizieren sie sich für eine leitende oder stellvertretende Position als Pflegedienstleiter. Auch im Westerwald übernehmen Pflegedienstleiter in örtlichen Krankenhäusern und Pflegeheimen wichtige Aufgaben: Sie steuern die Personalplanung, erstellen Dienstpläne und kalkulieren Budgets. Da ein Pflegedienstleiter eine große Verantwortung gegenüber Patienten und Mitarbeitern hat, sollte ein Absolvent entsprechende Führungsqualitäten mitbringen. Daneben braucht ein Pflegedirektor gute analytische Fähigkeiten und eine hohe Stressresistenz. Auch in Berufsverbänden, Rehakliniken und Krankenkassen werden Pflegemanager beschäftigt. Wer eine Promotion anstrebt, kann anschließend anspruchsvolle Aufgabenfelder in der Forschung übernehmen.

Studiendauer: So lange brauchen Pflegekräfte für ein Managementstudium
Wie lange eine Pflegekraft studiert, richtet sich nach der gewählten Studienform und dem angestrebten Abschluss. Meistens dauert ein Bachelorstudium rund drei Jahre, während Masterstudenten noch zwei weitere Jahre dranhängen. Fernstudiengänge, die meistens in Teilzeit absolviert werden, dauern rund vier bis viereinhalb Jahre. Mitunter lässt sich die Studiendauer für Pflegekräfte, die beruflich stark eingespannt sind, auf bis zu 72 Monate bzw. sechs Jahre festlegen.

Welche Inhalte in einem Pflegemanagementstudium zu erwarten sind
Inhaltlich vereint das Studium unterschiedliche Bereiche. Neben betriebswirtschaftlichen Modulen stehen auch Rechtswissenschaften und psychologische Fächer auf dem Lehrplan. Wer im Bachelor studiert, lernt zunächst einmal Themenkomplexe wie pflegerisches Handeln oder Gesundheitsförderung kennen. Organisatorische Grundlagen und Planungstechniken ergänzen den Stundenplan. Im daran anschließenden Masterstudium können Fachkräfte indes mit Wahlpflichtfächern individuelle Schwerpunkte setzen. Schwerpunkte wie Krankenversorgung oder Altenpflege bereiten bereits auf die favorisierten, späteren Berufsfelder vor.

Fernstudium in der Pflege mit dem Beruf vereinbaren
Für professionell Pflegende ist es wichtig, ihre Patienten so gut wie möglich zu versorgen. Doch mit dem sozialen Beruf gehen auch enorme Belastungen einher. Beschäftigte leiden oftmals unter enormen Zeitdruck, da sie eine große Anzahl an Patienten betreuen müssen. Wie das Institut DGB-Index in einer repräsentativen Befragung bekannt gibt, fühlen sich 75 Prozent der Befragten bei der Arbeit unter Zeitdruck. Da die stetigen Arbeitsbelastungen steigen, wollen viele Pflegende ihren Job nicht mehr bis zur Rente ausüben. Je stärker die Arbeitsbelastung im Alltag ausfällt, desto geringer ist zudem die Bereitschaft, sich berufsbegleitend weiterzubilden.

Fernstudiengänge im Bereich Pflege und Pflegemanagement wollen dieser Entwicklung entgegenwirken, da sie maximale Flexibilität bieten. Da viele Studienangebote rund um die Uhr zur Verfügung stehen, können eingespannte Pflegekräfte die Lernzeit an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Zudem verschaffen Fernstudiengänge eine gewisse Planungssicherheit für die Schichtzeiten. Da die Seminare überwiegend, blockweise am Wochenende stattfinden, können Pflegekräfte ihre Schichtpläne weit im Voraus daran anpassen. Manche Fernstudiengänge finden wiederum ausschließlich online statt, sodass eine Anwesenheit vor Ort nicht erforderlich ist. Dies kommt ganz besonders Pflegekräften in kleineren Ortschaften zugute, die für ein Studium nicht reisen können oder wollen.

Pflegestudium im Managementbereich finanzieren
Ein mehrjähriges Pflegestudium ist kein Selbstläufer, sondern kostet Geld. Zwar erhalten Pflegekräfte im Westerwald mitunter eine überdurchschnittliche Vergütung, sollten die Studienkosten aber dennoch gut kalkulieren. Wie hoch die Gesamtkosten schlussendlich ausfallen, richtet sich nach dem gewählten Studiengang und der Studiendauer aus. Für ein Bachelor- bzw. Masterstudium sollten Pflegefachkräfte bis zu 12.000 Euro einplanen. Da es vielfach nicht möglich ist, den Betrag auf einmal aufzubringen, werden für die Finanzierung Ratenzahlungen angeboten.

Auch wenn die Kosten zunächst hoch erscheinen, sollten sich ambitionierte Pflegefachkräfte davon nicht abschrecken lassen. Sinnvoller ist es, das Studium als gewinnbringende Investition zu sehen, die sich mit einem beruflichen Aufstieg auszahlt. Zudem werden die Studierenden bei der Finanzierung nicht alleine gelassen, da es Fördermöglichkeiten gibt: BAföG oder Stipendien sind ebenso denkbar wie ein Studienkredit mit günstigen Zinsen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, das Studium steuerlich abzusetzen und damit die steuerliche Last zu mindern. Darüber hinaus gewähren manche Anbieter einen Pflegerabatt. Wer in dem Berufsfeld arbeitet und einen nahen Angehörigen pflegt, bekommt abhängig vom Pflegegrad zusätzliche Rabatte gewährt.

Mit anderen Studierenden vernetzen
Fernstudium in der Pflege bedeutet nicht, mit den Sorgen und Ängsten alleine zu sein. Vielmehr zeigen bereits Projekte wie die Initiative „Pflege! Deine Zukunft“ in Altenkirchen, wie wichtig der Austausch ist. Für Studierende in der Pflege bedeutet dies, zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Um Kommilitonen kennenzulernen, schaffen etwa Stammtische, Einführungsveranstaltungen oder Mentoring-Programme den passenden Rahmen. Auch auf dem „Online-Campus“ können sich Studis im Pflegemanagement in Foren miteinander vernetzen. Manche Hochschulen bieten über die reguläre Studienzeit hinaus weitere Möglichkeiten an: Etwa ein Alumni-Netzwerk, das im Abschluss die berufliche Laufbahn der Mitglieder persönlich begleitet. (prm)

Agentur Autor:
Jonathan Schell



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