Werbung

Nachricht vom 23.07.2021    

Libellen in der "Hasenwiese" bei Guckheim entdeckt

Fliegende Edelsteine, wie die Libellen oft auch genannt werden, standen im Fokus einer Veranstaltung, zu der die Regionalstelle des NABU Rhein-Westerwald mit den Ortsgruppen von Guckheim und Hundsangen zusammen mit der Will und Liselott Masgeik-Stiftung eingeladen hatten.

Mit großer Sorgfalt fing und zeigte Philipp Schiefenhövel den Teilnehmern die verschiedenen Libellenarten, wie hier den Vierfleck (Libellula quadrimaculata). (Foto: Isabelle Thomé)

Guckheim. Unter den entsprechenden Coronavorgaben war eine begrenzte Anzahl von 20 jungen und erwachsenen Libellenforschern der Einladung nach Guckheim gefolgt, um gemeinsam mit dem Naturschutzreferenten der Stiftung, Philipp Schiefenhövel, die im Naturschutzgebiet Hasenwiese lebenden Libellen genauer kennen zu lernen.

Zur Begrüßung durch Isabelle Thomé (NABU-Regionalstelle) und Bruno Koch (NABU Guckheim) wurden an alle Teilnehmer ein kleines Bestimmungsbuch, sowie ein Becherlupenglas und für die Kinder ein Wasserkescher ausgegeben. Die Exkursionsutensilien wurden von der Nassauischen Sparkasse (Naspa) gespendet und sollten in der folgenden Exkursion direkt zum Einsatz kommen.

Doch zunächst gab Philipp Schiefenhövel einige wissenswerte Hintergrundinformationen zu den vierflügeligen Insekten. So erläuterte er den Körperbau und die Funktionen der Fühler, Mundwerkzeuge, Facettenaugen oder Beine der Libellen. Evolutionär betrachtet sind Libellen eine sehr ursprüngliche Insektenordnung, die die Erde bereits vor 250 Millionen Jahren besiedelten. Die damaligen Urlibellen hatten teils Flügelspannweiten von bis zu 70 cm, die sie nur auf Grund des höheren Sauerstoffgehalts der Atmosphäre ausbilden konnten.

Zehn verschiedene Libellenarten
Anschließend ging es an den Elbbach, der das Naturschutzgebiet Hasenwiese durchfließt. Hier konnten mehrere Männchen und Weibchen der Blauflügeligen Prachtlibelle in Augenschein genommen werden. An den zahlreichen kleinen Himmelsteichen, die durch das Engagement des NABU Guckheims in der Vergangenheit auf dem ehemaligen Tongrubengelände im heutigen Naturschutzgebiet angelegt wurden, gelangen der Exkursionsgruppe um Schiefenhövel Beobachtungen und Fänge von insgesamt zehn verschiedenen Libellenarten.




Anzeige

Neben den häufigen Becher- und Hufeisenazurjungfern konnte Schiefenhövel auch Arten wie die Große Pechlibelle, den Großen Blaupfeil, den Vierfleck oder die größte heimische Libellenart, die Große Königslibelle, demonstrieren. An dem großen Weiher, dem ehemaligen Absetzbecken der Tongrube konnten weitere Arten, wie das Große Granatauge und die Gemeine Smaragdlibelle beobachtet werden.

Schiefenhövel erklärte die Unterscheidungsmerkmale zwischen den Libellenarten und die Teilnehmer erfuhren viel über die Biologie und Lebensweise der einzelnen Arten. Neben den Libellen gingen auch zahlreiche Wasserlebewesen, wie Teichmolch- und Kammmolchlarven, Rückenschwimmer, Ruderwanzen oder die Larven von Eintagsfliegen und natürlich der Libellen in die Fangkescher der Naturforscher.

So verging die Zeit wie im Fluge und manch ein Teilnehmer wird bei einer nächsten Beobachtung am Gartenteich sicherlich einen geschulteren Blick auf die dort fliegenden Libellen werfen. So bedankten sich Isabelle Thomé und Bruno Koch bei der Masgeik-Stiftung für die gelungene Veranstaltung und bei allen Teilnehmern für ihr Kommen und großes Interesse an den fliegenden Edelsteinen. (PM)


Lokales: Westerburg & Umgebung

Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Westerburg auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Einbruch in Müschenbach, Diebstahl von Brennholz in Nistertal - Hinweise erbeten

Müschenbach/Nistertal. Bei dem Einbruch in Müschenbach wurde ein Fenster des Containers eingeschlagen und so das Innere betreten ...

Höhr-Grenzhausen: Vermisstensuche nach neunjährigem Kind mit glücklichem Ende

Höhr-Grenzhausen. Der Junge hatte sich zu Fuß auf den Weg zu Verwandten gemacht, kam dort aber nicht an. Durch die Polizei ...

Montabaur: Brand an Stromkasten

Montabaur. Der Brand entstand aufgrund von Renovierungsarbeiten an einem Stromkasten und konnte durch die Feuerwehr gelöscht ...

Marienrachdorf: Verkehrsunfall mit leichtverletzter Person - PKW-Fahrer flüchtig - Zeugen gesucht

Marienrachdorf. Die E-Scooter-Fahrerin wurde von einem herannahenden PKW von hinten erfasst und kam zu Fall. Der PKW-FAhrer ...

Ratgeber: Wie sich Autofahrende bei einem Wildunfall verhalten sollten

Region. Vor allem im Herbst gilt besondere Vorsicht- Wie lässt sich ein Wildunfall zu vermeiden?
Wenn es abends früher dunkel ...

Raiffeisenfahrt führte durch drei Landkreise - Start und Ziel war in Altenkirchen

Altenkirchen. Der Start der Fahrt war in diesem Jahr am Hotel Glockenspitze. Das Bürgerhaus in Flammersfeld, dem Wirkungsort ...

Weitere Artikel


Krankenhaus Dierdorf/Selters: "Der Patient muss wieder in den Mittelpunkt"

Dierdorf/Selters. Vertreter des KHDS-Verwaltungsrates und der Geschäftsführung gaben Dr. Machalet einen praxisnahen Einblick. ...

Montabäurer Mären: Wandern auf den Spuren der Sagen und Mythen des Westerwalds

Montabaur. Wahrlich sagenhaft ist er, der Montabäurer Mären Wanderweg von Nentershausen nach Montabaur. Stolze 22 Kilometer ...

Westerwaldwetter am Wochenende – Warnung vor Gewittern

Region. Für Freitag, 23. Juli (2021) ist noch Hochdruckeinfluss angesagt. Hoch Dana, aktuell mit ihrem Zentrum über der nördlichen ...

#KulturHilft: Chorverband ruft Chöre zur Hilfe auf

Region. Milliardenschäden und einige Jahre für den Wiederaufbau – das ist die aktuelle Bilanz der Regenfluten vom 15. Juli. ...

Bordsteine in der Hunsrückstraße werden abgesenkt

Montabaur. Wer mit dem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, kennt die Tücken einer hohen Bordsteinkante. An ...

Mirko Santocono beglückte die Menschen am Wiesensee

Stahlhofen/Wiesensee. Vor dem eigentlichen Konzertbericht muss man zwingend von der geradezu mediterranen Atmosphäre am Wiesensee ...

Werbung