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Nachricht vom 23.07.2021    

Mirko Santocono beglückte die Menschen am Wiesensee

Nach langer Corona bedingter Abstinenz konnte Mirko Santocono endlich wieder live auftreten. Die Gelegenheit dazu bot sich am Wiesensee bei Stahlhofen, weil dort die Verbandsgemeinde Westerburg wieder ein Klappstuhl-Konzert veranstaltete.

Melancholie und Rock vor traumhafter Kulisse. (Foto: Wolfgang Rabsch)

Stahlhofen/Wiesensee. Vor dem eigentlichen Konzertbericht muss man zwingend von der geradezu mediterranen Atmosphäre am Wiesensee berichten. Im Hintergrund der Location spiegelten sich die Strahlen der untergehenden Sonne, und reflektierten das Licht hinüber zur Bühne. Umrandet von den Bäumen, die den Wiesensee umrahmen, entstand so eine richtige Postkarten-Idylle. So schön kann unsere Heimat sein, denn wir leben hier, wo andere Menschen Urlaub machen.

Was ist ein Klappstuhl-Konzert?
Jeder Konzertbesucher bringt einen x-beliebigen Untersatz für seinen Allerwertesten mit, das kann ein Campingliege, oder ein Anglerstuhl sein, ebenso eine Sitzbank, oder ein Sessel und ein Gartenstuhl. Alle Besucher verteilten sich beim Konzert am Wiesensee coronagerecht mit Abstand auf dem Parkplatz vor der Tourist-Info der VG Westerburg.

Johannes Schmidt, der zuständige Mann für die Kultur in der VG Westerburg, begrüßte die Besucher und freute sich über die gute Resonanz auf das Konzert mit Mirko Santocono. Lauter Beifall brandete auf, als Johannes Schmidt erklärte, dass man der Opfer der Flutkatastrophe gedenken würde, und wenigstens einen kleinen Teil zur Hilfe beisteuern möchte. Da der Eintritt zu dem Konzert frei war, wurde eine Spendenbox aufgestellt, in die Spenden zugunsten der Katastrophe eingeworfen werden konnten. Bei anderen Konzerten flossen die Spenden immer in die Jugendarbeit der VG Westerburg. Dann kündigte Johannes Schmidt die Band um Mirko Santocono an, die mit viel Beifall herzlich begrüßt wurde.

Mirko Santocono: Vom Pizzabäcker zum Sänger
Treffender als bei SWR1 kann der Singer/Songwriter nicht beschrieben werden, dort steht nämlich geschrieben:
„Der sympathische Singer und Songwriter ist zwar im rheinland-pfälzischen Westerwald geboren und aufgewachsen, hat aber väterlicherseits sizilianische Wurzeln. Doch nicht nur seine Verbindung zu Italien verdankt er seinem Vater, sondern auch die Liebe zur Musik. Schon als kleiner Junge schaute Mirko immer seinem Vater, der ebenfalls Sänger und Songwriter war, beim Gitarre spielen zu. Sein Vater inspirierte Mirko und so brachte er sich später selber das Gitarre spielen bei. Nach der Schule arbeitete Mirko zunächst als Friseur und anschließend elf Jahre lang in seiner eigenen Pizzeria. Aber Mirkos Leidenschaft war die Musik und so schloss er sein Lokal und konzentrierte sich nur noch auf seine Musik.“
Zur Ergänzung der Vita des Künstlers gehört auch, dass er alle seine Songs selbst schreibt und komponiert, und das, ohne Noten lesen zu können.

Melancholisch-rockiges Konzert vor malerischer Kulisse
Mirko beschrieb bei seiner Begrüßung das große Glücksgefühl, welches ihn und seine Band durchdringt, endlich wieder live spielen zu dürfen. Virtuelle Streaming-Konzerte könnten nie das Gefühl ersetzen, vor Menschen aufzutreten. Auch Mirko gedachte der Opfer der Flutkatastrophe und sagte zu, dass die Hälfte der Einnahmen durch den Verkauf von CD’s an die Ahr gespendet würde.

Das Konzert beeindruckte durch die Geradlinigkeit im Genre Deutsch-Pop, es gab keine Experimente und keine Rock-Show, obwohl die Musik teilweise rockig rüberkam. Begleitet von seiner wirklich exzellent harmonierenden Band, konnte sich Mirko voll und ganz dem Gesang hingeben. Mit seiner kräftigen Stimme, die sich jeweils dem Text und der Stimmung des Songs anpasste, traf er genau das Gefühl des Publikums, das von Anfang an begeistert mitging.



Mal zärtlich und melancholisch, dann fast flüsternd, aber auch rockig, wenn es sein musste, so faszinierte Mirko während des gesamten Konzertes. Immer wieder bekundete Mirko, dass er sehr heimatverbunden sei, was er mit dem Song „Daheim“ unter Beweis stellte. „In Gedanken bei dir“ beschreibt seine Gefühlslage, seine Trauer, die heute noch andauert, nach dem Tod seiner Oma. Ergriffen lauschte das Publikum, und so mancher wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. Aber Mirko wollte nicht nur Trauer verbreiten, denn nach dem Oma-Song rockte die Band mit „Lange Reise“ richtig los. Da wurde die Kapelle von der Leine gelassen, und jedes Mitglied konnte die reichlich vorhandenen musikalischen Fähigkeiten ausleben. Es muss nicht jeder Song aufgeführt werden, doch halt, die Liebeserklärung bei „Herztöne“ an seine Frau und seinen Sohn, gingen auch sehr zu Herzen.

Zur prächtigen Stimmung und zur Idylle am Wiesensee passte der Song „Wagon 7“, der mit viel Reggae Jamaika-Feeling an den Wiesensee importierte. Das Publikum sprang auf und klatschte wie wild zu dem Rhythmus. Natürlich durfte der Monsterhit „Tanzen“ nicht fehlen, der erstmalig Mirko in die deutschen Charts brachte. Mit „Am Ende ist alles gut“ versprühte die Band nochmals Hoffnung und Zuversicht, zig Taschenlampen, Handys und Feuerzeuge verzauberten den Abendhimmel über dem Wiesensee. Mit einer Zugabe verabschiedeten sich die glücklichen Musikanten, von Beifall umrauscht und mit Standing Ovations belohnt, von dem beseelten Publikum.

Johannes Schmidt muss konstatiert werden, dass sein Bemühen, neben der wachsenden Touristik in der VG Westerburg auch die Kultur besser zu präsentieren, langsam Früchte trägt.

Mirko Santocono wurde bei dem Konzert begleitet von Jan Bender, Gitarre; Leon Böhmer, Drums; Simon Gelhausen, Keyboard; Simon Gresser, Bass. (Wolfgang Rabsch)


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