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Nachricht vom 13.07.2021    

Westwood Ice Cream - Westerwälder Naturprodukt zum Genießen

Von Helmi Tischler-Venter

Versteckt im Dörfchen Deesen ist die „kleinste Eisdiele der Welt mit den meisten Eissorten“, von Guido Schmitz und Maria Kerber-Schmitz, die viel Wert legen auf natürliche Zutaten, die aus der Region kommen und Händler, die den besonderen Eisgenuss in der Nähe vertreiben.

Von links: Sandra Köster, Myriam Hatzmann, Maria Kerber-Schmitz, Guido Schmitz und Achim Schwickert. Fotos: Wolfgang Tischler

Deesen. Sandra Köster, Vorständin von „Wir Westerwälder“, der Regionalinitiative der Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis freute sich, dass die Ideologie der Eishersteller genau mit den Zielen von „Wir Westerwälder“ übereinstimmt.

Obwohl beide Unternehmer zugezogen sind, er aus Bonn, sie aus Neuwied, schätzen sie die Möglichkeiten, die der Westerwald bietet. Seit 2010 entwickeln sie die Marke „Westwood“, die der Eiskrem zu Bekanntheit verhalf und seit 2019 wird das kalte Produkt an Ort und Stelle hergestellt, verpackt und verkauft.

Bekannt wurde das Unternehmen durch die Culinaria-Messe in Ransbach-Baumbach, wo Guido Schmitz seine „Deutsche Eis Akademie“ vorstellte, in der er regelmäßige Vorträge und Workshops rund um das Thema Speiseeis anbietet, dazu kommen Sondertermine für Hobbyeismacher. Für Schulungen hat Schmitz einen haziendaartigen überdachten Raum mit großer Tafel erstellt. Das Angebot des Fachzentrums für Speiseeiskultur wird deutschlandweit von Restaurants wahrgenommen.

Wegen Corona konnten im letzten Jahr keine Seminare stattfinden, aber das Wetter war gut und die Leute deckten sich für zu Hause mit dem verpackten Eis ein. Der Verkauf begann in einer umgebauten Garage. Der Vertrieb wird kontinuierlich aufgebaut, inzwischen verkaufen zahlreiche Super-Märkte, Hofläden, Reitställe, Tankstellen und Friseursalons die Leckerei aus Deesen, ohne dass die Hersteller bisher Akquise betreiben mussten.

Neben dem guten Geschmack überzeugt das Westerwälder Eis durch natürliche allergenfreie Zutaten, die weitestgehend regional verarbeitet werden. Ein Novum ist das Eis „Grüne Liebe“ in der Westerwald-Farbe, gewonnen aus Kürbiskernöl einer Westerburger Mühle. Wider Erwarten ist das Eis sehr lecker und kremig.




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Das Ehepaar Schmitz erläuterte bei einem Betriebsrundgang den Gästen, zu denen auch Landrat Achim Schwickert gehörte, die Rahmenbedingungen und die hohen lebensmitteltechnischen Anforderungen zur Speiseeisherstellung. In Kittel und Haube gewandet, konnte der Herstellungsprozess des Speiseeises beobachtet werden. Im Mischbereich werden die Rezepturen ausgeführt, teils mit Zucker, weil er gefrierhemmend wirkt, teils mit weniger süßen Zuckersorten wie Dextrose. Johannisbrotkernmehl bindet anstelle von Eigelb Fett und Wasser. Bei 85 Grad Celsius lösen sich die Rohstoffe im Pasteurisator zu einer glatten Masse auf, werden über einen Zylinder gekühlt und leicht angefroren, um dann zu einer weichen luftigen Masse abgeschabt zu werden. Auch die Soßen werden aus hundert Prozent natürlichen Pasten selbst gemacht. Die fertigen Eissorten werden mit einer Eismaschine hergestellt und per Hand abgefüllt, so entstehen Marmoreffekte im Eis.

Die Ideen für neue Eiskreationen wie Honig-Eis mit karamellisiertem Bacon, das eine rauchig-nussige Note aufweist oder mit Blaualgen gefärbtes blaues Eis entwickeln alle Familienmitglieder. Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, in das Geschäft einzusteigen. Jemand aus der Familie steht freitags und samstags im Werksverkauf. Dort gibt es ganz viele Eiskremsorten in 150 Milliliter-Bechern und 500 Milliliter-Bechern. Der Renner ist übrigens Cookie Dough.
(htv)


Mehr dazu:   Regionale Erzeuger  
Lokales: Ransbach-Baumbach & Umgebung
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