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Nachricht vom 02.07.2021    

Förster Dieter Herkersdorf verabschiedet

Als Dieter Herkersdorf mit 25 Jahren als Förster am Forsthaus Weierhof einzog, war er auch zuständig für die Ortsgemeinde Hellenhahn-Schellenberg. Das war 1983. Er konnte damals nicht ahnen, dass er es ein ganzer (Berufs-)Leben bleiben sollte und zwar 38 Jahre lang.

Mit einem reichlich gefüllten Präsentkorb verabschiedete Ortsbürgermeisterin Birgit Schmidt den sehr beliebten Förster Dieter Herkersdorf, der 38 Jahre für den Wald von Hellenhahn-Schellenberg zuständig war. Foto: Willi Simon

Hellenhahn-Schellenberg. Die Prüfung zum Förster hatte er ein Jahr zuvor abgelegt und kam als Reviervertretung in das Forstamt in Rennerod. Hellenhahn-Schellenberg gehörte damals noch zum Forstrevier Höhn. Als 1974 die Forstämter nach der Gründung der Verbandsgemeinden nach diesen regionalen Gesichtspunkten neu gegliedert wurden, war fortan das Forstamt Rennerod mit dem Forstrevier Weierhof zuständig. In diese Zuständigkeit kam nun der junge Förster.

„Hellenhahn-Schellenberg war die einzige Ortsgemeinde für die ich von Anfang an zuständig war“. Der neue Förster legte mit Elan los. „Ich war damals vielleicht auch etwas übermotiviert und mußte mit der Zeit auch gelassener und besonnener reagieren“, gesteht Dieter Herkersdorf. Das Forsthaus Weiherhof war fortan Arbeitsplatz und Wohnsitz, ab 2005 nur noch als Mietwohnung. Der ‚Secker Weiher‘, nur einen Steinwurf entfernt, hatte dem im Jahre 1929 erbauten Gebäude seinen Namen gegeben und auch dem Revier. Schnell erwarb sich gebürtige Hachenburger einen guten Ruf als kompetenter und pflichtbewusster Forstmann und auch das Vertrauen der Bürgermeister und des Gemeinderats von Hellenhahn-Schellenberg. Seine Aufgabe lag natürlich zunächst einmal in der Erwirtschaftung von Gewinnen. „Das ist es aber nicht allein“, sagt Herkersdorf. „Ein Wald dient auch dem Klimaschutz und hat soziale Funktionen, wie das Angebot für Wanderer. Erholung wird immer wichtiger“. Letzteres ist natürlich ein zweischneidiges Schwert.

„Wanderer oder auch Radfahrer beschweren sich über den Zustand der Waldwege. Andererseits muss ja aber auch das Holz aus dem Wald geschafft werden“, erläuterte Herkersdorf. Wobei wir wieder beim Ertrag wären. „Mein Ziel war es, während meiner Zuständigkeit für Hellenhahn-Schellenberg eine Million Euro Erlös aus dem Wald zu erzielen.“ Er habe es nicht ganz geschafft, erklärte der Förster dem Gemeinderat bei seiner Verabschiedung. Der Preisverfall gerade bei dem durch den Borkenkäfer geschädigten Fichtenholz, dem massiven Einschlag mit dem damit einhergehenden Preisverfall habe dazu beigetragen. Gleichwohl lohne sich Waldwirtschaft immer noch.




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Ein wenig Wehmut war geradezu spürbar, als Ortsbürgermeisterin Birgit Schmidt den beliebten Förster Dieter Herkersdorf für die Ortsgemeinde Hellenhahn-Schellenberg verabschiedete. Sie dankte für sieben Jahre gute Zusammenarbeit mit ihm als Ortsbürgermeisterin. Einen gut gefüllten Präsentkorb überreichte Schmidt dem scheidenden Förster und jetzigen Ruheständler. „Ich hoffe, dass du gerne an unseren Ort denkst und wünsche dir für die Zukunft alles Gute“, sagte sie unter dem Applaus der anwesenden Ratsmitglieder.

Mit dem nun ausgeschiedenen Förster Dieter Herkersdorf geht auch die Ära Forsthaus Weiherhof zu Ende. Wohnen wird er dort mit seiner Familie als Mieter im idyllisch gelegenen Gebäude aber weiterhin.

Künftig gehört Hellenhahn-Schellenberg zum Revier „Lasterbach“. Ein neuer Revierförster ist dann zuständig, Jochen Hartmann aus Irmtraut. Er hat in Rottenburg/Neckar studiert und die Leitung des Forstamtes 2018 von seinem Vorgänger Helmut Scherer übernommen. Birgit Schmidt hieß Hartmann, der einen kurzen Abriss einer bisherigen Tätigkeit gab, herzlich willkommen. (Willi Simon)


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