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Nachricht vom 27.06.2021    

Nicole nörgelt... über zerbrechliche Männlichkeit unter dem Regenbogen

Von Nicole

GLOSSE | Jaja, ich weiß, ich hänge ein paar Tage hinterher, aber haben Sie auch zugekuckt? Deutschland ist im Achtelfinale! Aber mein Held des Ungarn-Deutschland-Spiels war ja kein Torjäger oder Abwehrzauberer, sondern viel mehr der namenlose Flitzer, der sich während des Abspielens der ungarischen Hymne mit Regenbogenflagge vor die Mannschaft fläzte. Genau mein Humor!

(Symbolbild)

Ich gebe es ja zu, in Sachen Fußball gehöre ich nicht grade zu den Experten. Ich bin der klassische Turnier-Kucker, der höchstens während EM und WM die Deutschland-Fähnchen rausholt und unqualifizierte Kommentare in den Fernseher brüllt. Aber die Mär vom unpolitischen Fußball glaube nichtmal ich.

Friss das, UEFA! Die Regenbogenbeleuchtung an der Arena könnt ihr vielleicht verbieten. Aber dann versammeln sich halt die bunten Fahnen vor dem Stadion, während sogar Bayerns konservativer Ministerpräsident mit Regenbogen-Mundschutz auf der Tribüne sitzt und Manuel Neuer seine buntgestreifte Kapitänsbinde trägt. Lasst den AfD-Junge ruhig von der „Schwuchtelbinde“ geifern, der Typ hat sich schon mit ganz anderem Schwachsinn lächerlich gemacht.

Sowas passiert, wenn man in einer Demokratie lebt, in der nicht nur jeder seine Meinung sagen, sondern auch so leben darf, wie es ihm guttut. Andere Staaten müssen dagegen Gesetze erlassen und erwarten, dass keiner was dazu sagt? Schlimmer als im Mittelalter, wenn Sie mich fragen, denn diesen Machthabern kann man nichtmal mehr zugute halten, dass sie es ja nicht besser wissen konnten. Was leben wir doch in einem gesegneten Land, wo niemand uns verbieten kann, uns frei zu informieren und uns unsere eigenen Gedanken zu machen.

Hier kommen meine, jawohl, ungefragt, ich weiß: Kinder müssen vor dem Umgang mit homosexueller oder transgender-geprägter Problematik geschützt werden? Bullshit! Als ob ein Kind von zu viel Wissen schwul wird! Noten lernen macht dich auch nicht zum Klavier!



Schwul, lesbisch, transgender oder was-auch-immer zu sein, was die Ewig-Gestrigen „nicht normal“ finden, ist weder eine Entscheidung noch eine Krankheit. Es ist nicht ansteckend und Information gefährdet nur die Dummheit, nicht aber die sexuelle Orientierung. Manchmal frage ich mich, wie zerbrechlich die Männlichkeit mancher Herren sein muss, die sich von jedem Schwulen gleich gefährdet fühlen. Ist das die Kompensation der Zukurzgekommenen oder reines Wunschdenken? Hey, ihr männlichen „Ich bin ein echter Mann“-Männer, habt ihr mal drüber nachgedacht, dass höchstens einer von 100 von euch überhaupt scharf genug wäre, dass ein Schwuler auch nur zweimal hinkuckt?

Ich jedenfalls habe mir zu meinen Deutschland-Fähnchen noch was Bunteres dazu besorgt. Soll mal einer versuchen, mir das zu verbieten.

In diesem Sinne,
bleiben Sie gesund!
Ihre Nicole


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