Werbung

Nachricht vom 22.06.2021    

Nisterquelle wird renaturiert

In der Gemarkung Willingen entspringt die „Große Nister“. Leider ist die vorhandene Quellfassung sowohl aus technischen als auch aus optischen und ökologischen Gesichtspunkten in ihrer jetzigen Form mehr als sanierungsbedürftig.

(V.l.n.r.) Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod Gerrit Müller (Rennerod), Ortsbürgermeister Klaus Wehr (Willingen), Bauleiter Bruno Ludwig und Jochen Reuscher (beide Firma Reuscher), Christian Hachenberg (Planeo Ingenieure), Stephan Reeh (technischer Werkleiter). Foto: M.Wenzel

Willingen. Die Ortsgemeinde Willingen und die Verbandsgemeinde Rennerod hatten sich zunächst entschlossen, die Quellfassung zur erneuern. Nach Rücksprache mit den zuständigen Wasserbehörden wurde dann jedoch die Erkenntnis gewonnen, dass hier größere Baumaßnahmen erforderlich sind und zusätzlich zur Quellfassung auch der erste Teilabschnitt des für den Westerwald prägenden Gewässers auf einer Länge von rund 270 Metern wieder einen naturnahen Verlauf und eine natürliche Vegetation erhalten soll.

Seitens der Ortsgemeinde wurde ein 20 Meter breiter Streifen des oberhalb der Quellfassung liegenden Grundstückes erworben, um die Neugestaltung der Quelle zu ermöglichen. Zudem soll im Zuge der Neugestaltung zusätzliches Wasser aus tiefer liegenden Schichten generiert werden.

Die Verbandsgemeinde Rennerod verbessert schon seit geraumer Zeit den Gewässerzustand, zum Beispiel durch Rückbau von Wehren und den Erhalt von Uferbepflanzung zur Beschattung des Gewässers. Seitens der Verbandsgemeindewerke Rennerod wurde durch Maßnahmen an den Kläranlagen der Eintrag von Nähstoffen deutlich reduziert.

Bürgermeister Gerrit Müller betont: „Der Gewässerschutz ist uns ein Herzensanliegen. Mit der Nisterquelle wird ein Stück Heimat im oberen Westerwald nun glücklicherweise in den schönen Zustand gebracht, der ihm angemessen ist.“



Die Gesamtkosten der Maßnahme ohne Grunderwerb werden derzeit mit circa 300.000 Euro beziffert, wovon vom Land Rheinland-Pfalz rund 210.000 Euro als Zuschuss beigesteuert werden. Diese großzügige Förderung war nur möglich, weil die Nister zu den Schwerpunktgewässern in Rheinland-Pfalz gehört. Im Bereich Hachenburg sind zum Beispiel die letzten Flussperlmuscheln rechtsrheinisch in Rheinland-Pfalz vorhanden.

Die „Große Nister“ ist nicht nur Bestandteil des Wappens der Gemeinde Willingen und ortsbildprägend in weiteren Gemeinden des Westerwaldes. Die Nisterquelle ist zudem Startpunkt des beliebten und stark frequentierten „Nister-Radwegs“, der von hier ausgehend über circa 70 Kilometer dem Lauf der Nister bis nach Nisterbrück beziehungsweise Wissen (Sieg) folgt. Ein schön gestalteter Bereich mit Sitzgelegenheiten und Infotafel soll den Quellbereich künftig aufwerten und zum Verweilen einladen. (PM)


Mehr zum Thema:    Naturschutz   
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Rennerod auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Muss im Westerwald Pflaster aus Vietnam bestellt werden?

Für die Neugestaltung des Burggartens in Hachenburg werden neben rund 250 Quadratmetern gebrauchtem Pflaster auch 600 Quadratmeter neues Pflaster, das in Vietnam bestellt wurde, eingebaut. Ein Anbieter von gebrauchtem Pflaster aus Münster übt harsche Kritik.


Region, Artikel vom 19.10.2021

Westerwaldwetter: Sturm Ignatz im Anmarsch

Westerwaldwetter: Sturm Ignatz im Anmarsch

Ein kräftiges Tief braut sich bei den Britischen Inseln zusammen. Die Wetterexperten tauften es auf den Namen Hendrik. Das Tief verstärkt sich bis Donnerstag und bildet ein kleines Teiltief mit dem Namen Ignatz. Dieses Sturmtief zieht in der Nacht zum Donnerstag (21. Oktober) und am frühen Morgen über den Westerwald hinweg.


Verdacht der gefährlichen Körperverletzung: Zeugen gesucht

Am Sonntag, dem 17. Oktober, kam es zu einem Fall von gefährlicher Körperverletzung in Montabaur. Die Polizei Montabaur sucht mit einer Pressemitteilung nach Zeugen, welche Hinweise zum Vorfall geben können.


Region, Artikel vom 19.10.2021

Erna Simon feiert ihren 97. Geburtstag

Erna Simon feiert ihren 97. Geburtstag

Am Donnerstag, 28. Oktober kann Erna Simon auf 97 Lebensjahre zurückblicken. Geboren wurde sie in Maxsain. Im Jahre 1951 zog sie zu ihrem Mann nach Mündersbach. Erna Simon führte den Haushalt und arbeitete in der eigenen Landwirtschaft. Ihr Hobby war das Handarbeiten.


Feuerwehr Kroppach-Giesenhausen stellt Weichen für die Zukunft

Die aktiven Feuerwehrleute der Löschgruppe Kroppach-Giesenhausen trafen sich am 5. Oktober 2021 am Feuerwehrhaus in Kroppach, um ein umfangreiches Programm zu absolvieren. Mit dabei waren auch die Ortsbürgermeister Michael Meier, (Giesenhausen) und Michael Birk (Kroppach) sowie Wehrleiter Frank Sieker und sein Stellvertreter Markus Brenner.




Aktuelle Artikel aus der Politik


Wichtige Zukunftsthemen in der VG Hachenburg beraten

Hachenburg. Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mitglieder des dafür zuständigen Ausschusses unter Vorsitz von Bürgermeisterin ...

Baustellenbesuch bei der Feuerwehr Selters

Selters. Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Selters nimmt Formen an und macht große Fortschritte. Im Rahmen ihrer ...

Reduzierung Bereitschaftsdienste: Kassenärztliche Vereinigung beschwichtigt

Region. Wie die Kuriere mehrfach berichteten rief die seit Anfang Oktober umgesetzte Reduzierung der Erreichbarkeit in den ...

Überarbeitung der Schulbaurichtlinien: CDU setzt Landesregierung unter Druck

Westerwaldkreis. Die Landesregierung schreibt in ihrer Berichterstattung zum Antrag im Bildungsausschuss selbst, dass die ...

VG-Rat Ransbach-Baumbach beschließt Hochwasserschutz und Luftreinigungsgeräte

Ransbach-Baumbach. Anschließend (TOP 2) wurde über die Realisierung einer gemeinsamen Maßnahme mit der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen ...

Jenny Groß nahdran: Besuch in der Spielhalle in Heiligenroth

Heiligenroth. Die Mitarbeiter waren sichtlich erfreut über den Besuch der Abgeordneten und Jenny Groß lobte zu Beginn der ...

Weitere Artikel


Medizinische Vorsorge und notwendige Behandlungen nicht weiter aufschieben

Dierdorf/Selters. Viele Patienten mit akuten Beschwerden oder Erkrankungen haben in der Vergangenheit aus Angst vor COVID-19 ...

Löschgruppen aus Horressen und Elgendorf fusionieren

Montabaur. Die neue Einheit wird künftig den offiziellen Namen Freiwillige Feuerwehr Montabaur, Löschgruppe Horressen-Elgendorf ...

Barfußweg der Sinne in Bad Marienberg: Erlebnis für die Füße im Park der Sinne

Bad Marienberg. Während bei den meisten Spaziergängen und Wanderungen festes Schuhwerk besonders wichtig ist, verzichtet ...

Zuschüsse für zahlreiche Vereine in der Verbandsgemeinde Hachenburg

Hachenburg. Die Verbandsgemeinde wurde mit einer Vielzahl an Spenden bedacht, deren Annahme der Haupt- und Finanzausschuss ...

Bau-, Umwelt-, Wirtschafts- und Verkehrsausschuss der VG Hachenburg: Flächennutzungsplan

Hachenburg. Klöckner teilte mit, dass die Sanierung des Verwaltungsgebäudes kurz vor dem Abschluss stehe, und als letztes ...

Wanderung zu den Baumriesen im Klosterwald Marienstatt

Limbach. Angesichts des heißen Wetters bot es sich an, diesen Vorschlag zu ignorieren und eine überwiegend durch Wald verlaufende ...

Werbung