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Nachricht vom 15.06.2021    

Simone Busch startet durch – Erster Saisonsieg für die Rennfahrerin

Großer Jubel bei der „schnellsten Westerwälderin“ aus Hardert: Erster Saisonsieg für Simone Busch in der VFV GLPpro-Serie in Colmar/Berg Luxemburg. GLPpro steht für Gleichmäßigkeitsprüfung professionell, und VFV ist der Veteranen-Fahrzeug-Verband.

Simone Busch: Siegerin in Luxemburg. Fotos: privat

Hardert. An die Goodyear-Teststrecke in Colmar-Berg in Luxemburg hat Simone Busch beste Erinnerungen. „Die sehr anspruchsvolle Strecke liegt mir ganz einfach, hier kann ich die Stärken meines Autos gut ausspielen. Zudem stand ich in Colmar-Berg ganz am Anfang meiner Karriere als Rennfahrerin bereits in meinem zweiten Formelrennen auf dem Podest, das war ein gutes Omen. Wenn ich aber ehrlich bin, dann habe ich gehofft, aber nicht erwartet, dass ich heute meinen ersten Saisonsieg einfahren könnte und ganz oben auf dem Podest stehen würde“, so äußerte sich die in Herschbach/Unterwesterwald geborene Erzieherin total zufrieden.

Von Platz 12 an die Spitze – das ist Spitze
Simone ließ vor ihren Augen noch einmal das Rennen Revue passieren: „Bei 21 Startern bin ich von Platz 12 ins Rennen gegangen und habe mich bis auf Platz 5 auf der Strecke vorgearbeitet. Die Wertung der GLPpro habe ich mit Abstand gewonnen. Dabei ist mir auch noch die schnellste Zeit der Formel Ford 2000 Boliden gelungen. Während des Rennens konnte ich sogar deutlich leistungsstärkere Rennautos überholen. Ich war aber auch sehr mit meinem Boliden zufrieden, bei dem alles rund lief. Ich bin so happy, könnte die ganze Welt umarmen.“

Insgesamt zog Simone Busch ein absolut positives Resümee des Renn-Wochenendes in Luxemburg, sie vergaß auch nicht die Männer aus ihrem Umfeld lobend zu erwähnen, denn der Erfolg hat viele Väter. „Mein Mechaniker und Driving-Coach Philipp Menzner hat mich super unterstützt. Wir arbeiten häufig zusammen, so wie beim letzten Nürburgringtest mit einem Tourenwagen... Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen und findet häufig gute Verbesserungsansätze", so Busch in ihrer Nachbetrachtung.



Teamchef Frank Färber ergänzte: „Moni hat extremes Videostudium über die Rennstrecke betrieben, und es hat ihr sehr viel gebracht. Sie ist wie entfesselt durch das Feld gefahren und hat dabei deutlich leistungsstärkere Autos überholt. Das Sahnehäubchen war dann letztendlich noch der Sieg in der GLPpro, womit wir nicht unbedingt rechnen konnten. Aber am Renntag passte alles zusammen. Simone fuhr fehlerfrei und ihr Auto folgte ihr bedingungslos und zuverlässig bis ins Ziel. Dieser Sieg ist für uns Alle Ansporn und Motivation, bei den kommenden Rennen wieder gute Platzierungen zu erreichen.“

Natürlich vergaß Simone nicht, sich erneut bei ihren Eltern Edeltraud und Klaus zu bedanken, ohne deren uneingeschränkte Unterstützung sie ihrer Leidenschaft nicht frönen könnte. Das gleiche gilt für ihre Sponsoren, ohne deren Finanzspritzen sie wohl kaum Rennen fahren würde. Da Simone anscheinend die Erfolgsspur gefunden hat, wäre sie sehr glücklich, wenn sich weitere Unterstützer, egal ob aus dem wirtschaftlichen oder privaten Bereich finden würden.

Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass Simone Busch in einer von Männern dominierten Sportart unterwegs ist. Sie verlangt keine Rücksicht bei harten Rad-an-Rad-Duellen, nur Respekt und Fairness. Das aber gerade ist für sie die große Herausforderung, der sie sich immer wieder gerne stellt. (Wolfgang Rabsch)


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