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Nachricht vom 02.06.2021    

Alles Gute kommt von oben

Der Pächter Wolfgang Holly (Wittgert) vom Jagdrevier Adenroth-Merkelbach praktiziert aktiven Natur- oder Tierschutz aus der Luft. Dazu nutzt er modernste Drohnentechnik mit einer Wärmebildkamera und rettet so zahlreiche Rehkitze vor dem sicheren Mäh-Tod

Ein Kitz wird mit Hilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera vor der Mahd der Wiese gerettet. Fotos: Olga Hanisova

Wittgert. Im Frühjahr suchen Rehkitze besonders gerne natürlichen Schutz im hohen Gras der Wiesen. Hier, im vermeintlich sicheren Versteck, sind sie oft einer tödlichen Gefahr ausgesetzt. So sterben jährlich tausende Kitze durch die Mähwerke der Traktoren. Ein trauriger Umstand, der im Prinzip mit überschaubarem Aufwand verhindert werden könnte.

Der Einsatz von Drohnen ist eine relativ neue Methode, um die Wiesen vor der Mahd nach Kitzen oder anderen Tieren abzusuchen. Dies erfordert zunächst das Bewusstsein und die entsprechende Sensibilität von Jägern und weiteren Helfern als Team. Ein weiterer Baustein zum Erfolg der Maßnahme ist eine enge Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Landwirten und deren Bereitschaft, Einschränkungen bei der Wiesenmahd zu akzeptieren. Mit diesen abgestimmten Aktionen und dem Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras kann der Tod und das Leid unzähliger Tiere verhindert werden.

Hat die Kamera ein Kitz im hohen Gras aufgespürt, heißt es jetzt, behutsam vorzugehen, damit sich der Stress für das Tier in Grenzen hält. Wichtig ist, dass alle notwendigen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.




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Das gerettete Kitz bezieht ein Zwischenlager, zum Beispiel einen Wäschekorb. So wird es vorübergehend am Rande der Wiese/Wald im Schatten „geparkt“ und nach der Mahd an seinen Ursprungsplatz zurückgebracht, damit es von der Mutter wiedergefunden wird. Wichtig ist, dass bei der Rettungsaktion möglichst kein menschlicher Geruch auf das Kitz übertragen wird. Daher ist der Einsatz von Handschuhen ganz wichtig.

Ein Beispiel, das Schule machen sollte, oder noch besser als Präventivmaßnahme beziehungsweise Standardmaßnahme eingeführt werden sollte.

Bund und Länder fördern den Einsatz der Drohnentechnik zur Rehkitz-Rettung im Frühjahr. Entsprechende Informationen sind erhältlich beim Landesjagdverband Rheinland-Pfalz, Kreisgruppe Westerwald. (Leo Hoffmann)


Mehr dazu:   Naturschutz  
Lokales: Ransbach-Baumbach & Umgebung
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