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Nachricht vom 27.05.2021    

Die verbleibende Zeit nutzen

Die Hospizgäste auf dem letzten Lebensabschnitt gut und würdevoll zu begleiten ist das Ziel des gesamten Teams im Dernbacher Hospiz um Hospizleiterin Eva-Maria Hebgen. Dabei haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesen Anspruch sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinne.

Ute Schindler (l.) im Gespräch mit Hospizleiterin Eva-Maria Hebgen. Foto: Dernbacher Gruppe Katharina Kasper

Dernbach. Neben der pflegerischen Versorgung der Hospizgäste steht auch ganz der Gedanke, die verbleibende Zeit mit schönen Erinnerungen zu füllen. So arbeitet das Hospiz unter anderem mit dem Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes zusammen, der todkranken Menschen letzte Wünsche erfüllt.

Ute Schindler ist seit Anfang April zu Gast im Hospiz Sankt Thomas in Dernbach. Die schwerkranke 70-Jährige wird hier rund um die Uhr von erfahrenen Pflegekräften versorgt. Nachdem ihr die Kraft fehlte, sich in der eigenen Wohnung selbst zu versorgen, wurde sie durch eine gute Freundin auf das Dernbacher Hospiz aufmerksam. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich ganz wunderbar um die Gäste“, sagt die Seniorin. „Man fühlt sich immer gut begleitet und versorgt.“

Auch für Ute Schindler hat eine Mitarbeiterin des Hospizes einen Tagesausflug mit dem Wünschewagen organisiert. Nach negativem Corona-Test und unter Einhaltung aller Vorgaben ging es für die ehemalige medizinisch-technische Assistentin und eine enge Freundin an den Rursee in der Eifel. Eine Bootstour über den See im fast menschenleeren Ausflugsdampfer – trotz oder gerade wegen des regnerischen Wetters am Ausflugstag eine besondere Erfahrung für Ute Schindler. „Der leichte Regen über dem Wasser mitten auf dem See, das hatte etwas fast Mystisches“, sagt die Seniorin.

Auf ihrem Ausflug wurde Ute Schindler von zwei ausgebildeten Rettungssanitätern begleitet; die Wunschbegleiter engagieren sich ehrenamtlich für schwerstkranke Menschen. Der Wagen selbst ist so ausgestattet, dass Menschen im Rollstuhl problemlos mitfahren können und auch Liegendtransporte möglich sind.



Der Tag auf dem Wasser war für Ute Schindler anstrengend, hat ihr aber gleichzeitig Kraft gegeben. „Auf dem Rückweg haben wir auf einem Rastplatz Halt gemacht, da hat Sanitäterin Beate Musik angemacht und wir haben zu dem Lied „Cordula Grün“ getanzt“, schmunzelt sie mit Blick auf ihren Rollator.

Bereits für mehrere Gäste hat das Team des Hospizes Ausflüge mit dem Wünschewagen organisieren können. Ute Schindler ist es wichtig, auch mit einer schweren Erkrankung noch diese Möglichkeit zu haben. „Irgendwann ist man bettlägerig und hat keine Kraft mehr, das zu genießen. Man muss die Zeit, die noch bleibt, so gut wie möglich nutzen!“ (PM)


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