Werbung

Nachricht vom 18.11.2010    

Ehrenamtliche tauschten Erfahrungen aus

Der Alltag in der Vereinsarbeit stand im Mittelpunkt des ersten Gesprächsabends, den die SPD-Fraktion im Westerwälder Kreistag im Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“ in Höhr-Grenzhausen veranstaltete. Eingeladen waren Bürger, die ehrenamtlich tätig sind oder noch sein möchten.

Die Teilnehmer der Gesprächsrunde zum Thema "Vereinsarbeit heute" nutzten die Einladung der SPD-Kreistagsfraktion zu einem regen Gedankenaustausch. (Foto: Herbert A. Eberth)

Westerwaldkreis/Höhr-Grenzhausen. Das Angebot stand zunächst unter schlechten Vorzeichen: Nur wenige Vereinsvertreter und ehrenamtlich tätige Bürger waren der Einladung der SPD-Kreistagsfraktion gefolgt, und auch der eingeplante Referent hatte kurzfristig abgesagt. Die Fraktionsvorsitzende Dr. Tanja Machalet machte jedoch kurzerhand aus der Not eine Tugend, und so kam unter ihrer Moderation eine kleine, aber durchaus feine Gesprächsrunde zustande.

Rund ein Dutzend Vereins- und Parteimitglieder sprach über unterschiedliche Aspekte des Vereinsalltags. Im Mittelpunkt stand aber immer wieder ein Problem, das viele Organisationen – unabhängig von ihren Zielen – haben: Wie können junge Menschen für eine Mitarbeit gewonnen und wie kann der „Vereinsnachwuchs“ wenigstens mittelfristig gesichert werden?

Unbestritten war unter den Teilnehmern, dass viele Jugendliche zu ehrenamtlichem Engagement bereit sind. Dies zeigte sich am Beispiel des Vertreters eines Jugendausschusses aus einer katholischen Kirchengemeinde. Sein Beispiel machte deutlich, dass es nicht an der Bereitschaft junger Menschen mangelt, sich für und mit anderen zu engagieren, sondern dass ihr sprichwörtlicher jugendlicher Elan häufig von den üblichen „Bedenkenträgern“ in Vereinsvorständen ausgebremst wird.

Im Verlauf des Gesprächs zeigte sich allerdings auch, dass die „alten Hasen“ im Vereinsgeschäft hier die eine oder andere Hilfestellung geben konnten, damit Jugendliche im Verein ihre Interessen vertreten und auch durchsetzen können. Einig waren sich alle, dass Vereine neue Wege gehen müssen, damit sie auch in Zukunft ihre besondere Bedeutung für ein soziales Miteinander in der Gesellschaft behalten.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Rolle der Vorstandsmitglieder, insbesondere der Vorsitzenden und ihrer besonderen Verantwortung. Aspekte des Rechtsschutzes standen dabei ebenso im Vordergrund wie die Anforderungen an „Vorstandspersönlichkeiten“ wie etwa Integrations- und Kritikfähigkeit, persönliche Autorität und psychische Belastbarkeit in schwierigen Situationen.



Es stellte sich heraus, dass sich viele unter anderem einen regelmäßigen Meinungsaustausch und auch Beratung in Fragen von Vereinsführung, Teamarbeit und Förderung individueller Kompetenzen wünschen. Vereinsringe, wie sie in einigen Gemeinden bestehen, könnten eine Basis für entsprechende Angebote sein. SPD-Fraktionsvorsitzende Machalet sagte, sie nehme dies gerne als Anregung für weitere Gespräche in den zuständigen politischen Gremien.

Bürger, die ehrenamtlich tätig sind oder es künftig gerne sein wollen, haben am Mittwoch, 24. November, ab 19 Uhr ein weiteres Mal Gelegenheit, beim Infoabend der SPD-Kreistagsfraktion zum Thema „Vereinsarbeit heute“ mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen. (art)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Höhr-Grenzhausen auf Facebook werden!


Kommentare zu: Ehrenamtliche tauschten Erfahrungen aus

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Vereine


Hui Wäller: Wäller Helfen besuchen Rennerod

Rennerod. Der intensive Austausch zur Entwicklung des Vereins und den aktuellen Themen wie Vernetzung in der Region, Hochwasserhilfe ...

SV Niederelbert: Zink übergibt Vereinsvorsitz an Manuel Menningen

Niederelbert. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Ingo Zink und einer Gedenkminute für die verstorbenen Vereinsmitglieder ...

Westerwaldverein Bad Marienberg e.V. plant Wanderjahr

Bad Marienberg. Alle, die in diesem Jahr eine Wanderung organisieren oder führen möchten, werden gebeten, ihre Vorschläge ...

Sommerkarneval: KARNEfestiVAL und närrischer Sonntag in Montabaur

Montabaur. Nach zweimaliger coronabedingter Verschiebung findet das große Festwochenende am 25. und 26. Juni auf der Eichwiese ...

Erneute Absage des Schlittenhunderennens in Liebenscheid

Liebenscheid. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen und große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Das war eigentlich ...

Vereine im Westerwaldkreis bekommen Spenden der Naspa Stiftung

Westerwaldkreis. Im Westerwaldkreis erhalten bei der aktuellen Förderrunde 21 Vereine und Initiativen finanzielle Unterstützung ...

Weitere Artikel


Tipps zum Fahren bei Eis und Schnee

Region. Jedes Jahr dasselbe Bild: Unnötige Staus durch querstehende Lkw an Steigungsstrecken, Autos im Straßengraben und ...

Wirtschaftsförderungsgesellschaft wirbt für ICE-Bahnhof

Montabaur. Der neue Fahrplan 2010/11 des ICE-Bahnhofs Montabaur mit vielen interessanten neuen Zielen steht. Jetzt muss kräftig ...

Ausstellung "Vielfalt Mensch - Vielfalt Kunst" muss man sehen

Altenkirchen. Um es gleich an den Anfang zu stellen: Die Ausstellung "Vielfalt Mensch – Vielfalt Kunst" in der Kreisverwaltung ...

Weichen für den Fortbestand der ARGE gestellt

Westerwaldkreis/Montabaur. Die Trägerversammlung der ARGE Westerwald mit je drei Vertretern von Arbeitsagentur und Landkreis ...

"Lebenskrisen und wie wir ihnen begegnen"

Wirges. Anhand vieler beispielhafter Fälle aus seiner Praxis berichtet er über Wendepunkte und „seelische Selbstheilungen" ...

AK-Künstler gratulierten Siegener Kollegen

Siegen/Altenkirchen. 30 Jahre Kunstverein Siegen e.V., das war auch für viele Künstler aus dem benachbarten Kreis Altenkirchen ...

Werbung