Werbung

Nachricht vom 15.05.2021    

Jäger bitten um Mithilfe aller Bürger beim Waldumbau

Nach dem Winter erwacht in diesen Wochen die Natur wieder zum Leben. In den vom Borkenkäfer befallenen Fichtenbeständen bietet sich jedoch ein trostloses Bild. Im Interesse Aller soll auf den entstandenen Kahlflächen auch möglichst schnell wieder Wald entstehen.

Symbolfoto

Bad Marienberg. Die Kreisgruppe Westerwald im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz erläutert den Stand des Waldumbaus: „Waldbesitzer und Forst entscheiden je nach Standort, ob auf den betroffenen Flächen eine Neuanpflanzung bestimmter Baumarten erfolgen oder diese der Natur überlassen werden (Naturverjüngung)“, erläutert Hegeringleiter Guido Jacobs. „Damit sich die jungen Pflanzen möglichst schnell entwickeln können, bedürfen sie besonderen Schutzes. Zum Schutz vor Wildverbiss sprechen sich Waldbesitzer, Förster und Jäger über Schwerpunkte für die Jagd ab. Dort werden entsprechende jagdliche Einrichtungen platziert“, verdeutlicht der Leiter des Hegerings Bad Marienberg.

In vielen Westerwälder Gemeinden helfen Bürger bei der Neuanpflanzung von Bäumen und Gestaltung der Aufwuchsflächen. Verjüngungsflächen und bepflanzte Flächen werden Forstkulturen. Sie sind im Landeswaldgesetz besonders geschützt und dürfen nicht betreten werden. Die Bürgerinnen und Bürger sind daher zu besonderer Beachtung und respektvollen Umgang aufgerufen. „Bereits durch das reine Begehen der betroffenen Flächen können die kleinen Pflanzen zertreten werden und so nicht anwachsen. Auf vielen Kahlflächen bleiben zudem abgestorbene Bäume stehen und stellen eine nicht zu kalkulierende Gefahr dar“, so die eindringliche Warnung der Fachleute aus Jagd und Forst.



Die Jagdausübung auf diesen Flächen ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung der zügigen Wiederbewaldung.

Brut und Setzzeit hat begonnen

Die meisten Tiere unserer Landschaft bekommen während dieser Zeit ihren Nachwuchs. Bei vielen Tierarten geschieht dies sehr geschützt, etwa in Höhlen oder hoch in den Bäumen. Viele Jungtiere erblicken das Licht der Welt jedoch relativ ungeschützt in Bodennähe oder direkt auf der Erde. Dies sind zum Beispiel Junghasen, die Küken von Enten oder auch Rehkitze. Für die Zeit vom 1. April bis 15. Juli gelten in vielen Bundesländern Regelungen, die helfen sollen, diese Tierarten zu schützen. Dazu zählt beispielsweise auch zum Beispiel eine generelle Anleinpflicht. Die Erfahrungen zeigen, dass immer wieder Wild von freilaufenden oder wildernden Hunden gehetzt und getötet wird. Gerade im Frühjahr verhungern oder erfrieren viele Jungtiere, die nach dem Kontakt mit Hunden oder Menschen von ihren Eltern verlassen werden.

Darum appellieren die Gemeinden, Waldbesitzer, Förster, Jägerschaft und alle Naturnutzer: „Bitte helfen Sie bei der Wiederbewaldung und dem Schutz unserer Natur!“ (PM)


Mehr dazu:   Naturschutz  
Lokales: Bad Marienberg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Frustkiller-Freitag geht in die dritte Runde

Eine kleine Auszeit vom Führungsalltag bietet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH ...

Tag des Notrufs 112: Notfallkongress in Koblenz rückt Resilienz in den Fokus

Der Europäische Tag des Notrufs 112 am 11. Februar lenkt den Blick auf die Bedeutung einer funktionierenden ...

Magisches Eis-Abenteuer: Kreisjugendpflege fährt zu Disney On Ice nach Oberhausen

Ein besonderes Erlebnis auf dem Eis erwartet Kinder ab acht Jahren Ende Februar. Die Kreisjugendpflege ...

Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen: Maßnahmenbündel soll Versorgung sichern

Mit neuem Personal, funktionierender IT-Struktur und einer verbesserten Kommunikation will die Diakonie ...

Krankenhaus Dierdorf/Selters als unverzichtbare Säule der regionalen Versorgung

Die medizinische Versorgung im Kreis Neuwied stand im Mittelpunkt eines Austauschs im Evang. Krankenhaus ...

Auto auf Supermarkt-Parkplatz zerkratzt - Polizei sucht Zeugen

In Bad Marienberg wurde ein Auto auf einem Supermarkt-Parkplatz beschädigt. Die Polizei sucht nach Hinweisen ...

Weitere Artikel


BUND-Tipp im Mai: Lauschen Sie der Kreuzkröte

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) empfiehlt Im Monat Mai dem „Gesang“ der Kreuzkröte (Bufo calamita) ...

Die Sporkenburg: Eine spätmittelalterliche Burgruine im Westerwald

Eine besonders beeindruckende Burgruine ist die Sporkenburg. Rund ein Kilometer südlich von Eitelborn ...

Senioren freuen sich auf Spaziergang und „Wald-Café“

Die Hochaltrigen im Buchfinkenland mit den Orten Gackenbach, Hübingen und Horbach freuen sich auf den ...

Vincenz-Orthopädie im Aufbruch

Bewährte Kompetenz und neue Expertise - zwei neue Chefärzte und spezielle Kinderorthopädie: Zentrum für ...

Typische Wärmebrücken bei Altbauten

Jedes alte Haus ist anders, aber eines haben fast alle gemeinsam: Mancherorts zieht es und die Wände ...

Digitale Familienbildung in online-Kursen

Die Familienbildungsstätten bieten eine ganze Reihe Fortbildungsseminare an, derzeit digital über Zoom. ...

Werbung