Werbung

Nachricht vom 04.05.2021    

Umbau der Wälder fordert Mithilfe aller

Nach dem Winter erwacht in diesen Wochen unsere Natur wieder zum Leben. In den vom Borkenkäfer befallenen Fichtenbeständen bietet sich jedoch ein trostloses Bild.

Förster und Jäger wirken zusammen. Symbolfoto

Hachenburg. Im Interesse aller soll auf den entstandenen Kahlflächen auch möglichst schnell wieder Wald entstehen. Horst Bender, Leiter des Hegering Hachenburg, erläutert: „Waldbesitzer und Forst entscheiden je nach Standort, ob auf den betroffenen Flächen eine Neuanpflanzung bestimmter Baumarten erfolgen oder diese der Natur überlassen werden (Naturverjüngung).

Damit sich die jungen Pflanzen möglichst schnell entwickeln können, bedürfen sie des besonderen Schutzes. Zum Schutz vor Wildverbiss sprechen sich Waldbesitzer, Förster und Jäger über Schwerpunkte für die Jagd ab. Dort werden entsprechende jagdliche Einrichtungen platziert.“

„In einigen Gemeinden der Verbandsgemeinde Hachenburg helfen Bürger vorbildlich bei der Neuanpflanzung von Bäumen und Gestaltung der Aufwuchsflächen“, so Erste Beigeordnete Gabriele Greis und ergänzt: „Verjüngungsflächen und bepflanzte Flächen werden Forstkulturen. Diese sind im Landeswaldgesetz besonders geschützt und dürfen nicht betreten werden. Wir bitten daher um besondere Beachtung und respektvollen Umgang. Bereits durch das Begehen der betroffenen Flächen werden die kleinen Pflanzen zertreten und können nicht anwachsen. Auf vielen Kahlflächen bleiben zudem abgestorbene Bäume stehen und stellen somit eine nicht zu kalkulierende Gefahr dar. Die Jagdausübung auf diesen Flächen ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung der zügigen Wiederbewaldung.“



Brut- und Setzzeit hat begonnen
Die meisten Tiere unserer Landschaft bekommen in dieser Zeit ihren Nachwuchs. Bei vielen Tierarten geschieht dies sehr geschützt, etwa in Höhlen oder hoch in den Bäumen.

Viele Jungtiere erblicken das Licht der Welt jedoch relativ ungeschützt in Bodennähe oder direkt auf der Erde. Dies sind zum Beispiel Junghasen, die Küken von Enten oder auch Rehkitze. Darauf weist Horst Bender hin.

Darum gibt es in vielen Bundesländern in der Zeit vom 1. April bis 15. Juli Gesetze und Regelungen, die helfen sollen, diese Tierarten zu schützen, zum Beispiel eine generelle Anleinpflicht. Nicht alle freilaufenden Hunde verfolgen oder verletzen wild lebende Tiere. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass immer wieder Wild von freilaufenden oder wildernden Hunden gehetzt und getötet wurde. Gerade im Frühjahr müssen immer wieder unzählige Jungtiere qualvoll verhungern oder erfrieren, weil sie nach dem Kontakt mit Hunden oder Menschen von ihren Eltern verlassen werden.

Peter Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hachenburg und Hegeringleiter Horst Bender bitten Gemeinden, Waldbesitzer, Förster, Jägerschaft und alle Naturnutzer um Zusammenwirken und Mithilfe bei der Wiederbewaldung und dem Schutz unserer Natur. (PM)


Lokales: Hachenburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Rheinland-Pfalz-weiter LEADER-Förderaufruf gestartet: Zehn Millionen Euro im Topf für "Starkes Land"

Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises ruft zur Teilnahme am Förderprogramm "Starkes Land - innovativ, ...

Einladung zum Leseabend: Weihnachtskomödie im Raum Montabaur

Im Raum Montabaur wird ein Leseabend für eine neue Weihnachtskomödie organisiert. Alle Interessierten, ...

Humor als Brücke: Angehörigentreffen in Vallendar

In der BDH-Klinik Vallendar steht ein Treffen bevor. Angehörige von Menschen mit erworbener Hirnschädigung ...

Glanz und Glamour auf Rädern: Unvergesslicher Oldtimertag in Oberdreis

Bei strahlendem Sonnenschein kamen von allen Seiten mindestens 20 Jahre alte Fahrzeuge am Sonntag, dem ...

2. Aktualisierung: Schwerer Verkehrsunfall auf der K19 bei Vettelschoß – zwei Todesopfer

Am Sonntag (9. August) ereignete sich auf der K19 bei Vettelschoß ein schwerer Verkehrsunfall. Beteiligt ...

Sommer im KulturWerk Wissen: 60-jähriges Bühnenjubiläum der Band "The Rhythmics"

In Wissen bildeten sich in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zahlreiche Jugendgruppen mit unterschiedlichen ...

Weitere Artikel


Immer App-to-date?! – Fluch und Segen für die Generation Handy

Am Montag, den 26. April 2021 fand der informative und unterhaltsame Vortrag von Peter Köster, (Studiendirektor, ...

Arbeiten am Stromnetz am 9. Mai

Görgeshausen, Nentershausen, Obererbach und Niedererbach sind am 9. Mai während Wartungsarbeiten zeitweise ...

VG-Werke sanieren Kanal- und Wasserleitung in Kirburg

Mitte April haben die Arbeiten zur Erneuerung der Anliegerstraße „Zum Gallfenster“ in Kirburg begonnen. ...

Neues aus dem Wald - Verzögerung beim Laubaustrieb

In den letzten Jahren häufen sich die Witterungsextreme. Nach mehreren trockenen und überdurchschnittlich ...

Westerwälder nach Überfall in Kobern-Gondorf in U-Haft

Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt ein Ermittlungsverfahren gegen einen 25-jährigen deutschen sowie ...

Dr. Tanja Machalet setzt sich für Tierheim in Ransbach-Baumbach ein

Seit einigen Tagen kocht das Thema Rettung Tierheim in Ransbach-Baumbach auch medial hoch. Nachdem ein ...

Werbung