Werbung

Nachricht vom 01.05.2021    

Volldigitaler Katheter-Arbeitsplatz ermöglicht Herzkatheter-Interventionen

Ab sofort sind sie das zentrale Herzstück der Notfallversorgung des St. Vincenz-Krankenhauses: Gleich zwei volldigitale Linksherzkatheter-Messplätze mit neuester Flachdetektor-Technologie hat die Limburger Klinik jetzt in Betrieb genommen.

Freut sich mit seinem Team über die große Investition in modernste Medizintechnik – das Team aus Medizinern und Pflegefachkräften mit Prof. Dr. Stefan Steiner, dem Chefarzt der Abteilung Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin (hintere Reihe 3.v.r.). Foto: St. Vincenz Krankenhaus

Limburg. Die beiden Hightech Großgeräte werden die kardiologische Versorgung für einen Einzugsbereich von rund 250.000 Einwohnern optimieren. Denn Herz- und Gefäßerkrankungen können durch die hochmodernen Geräte zukünftig noch präziser diagnostiziert und minimalinvasiv behandelt werden. Gleichzeitig geht mit der neuen Technik auch eine schonendere Behandlung der Patienten einher: eine deutlich niedrigere Strahlenbelastung als bisher schützt sowohl die Patienten, als auch die an den Messplätzen tätigen Mitarbeiter aus Medizin und Pflege. Hierfür investierte die Krankenhausgesellschaft insgesamt rund 2,3 Millionen Euro, davon hat eine Million Euro die Stiftung St. Vincenz Hospital übernommen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland Todesursache Nummer eins. Eine erfolgreiche Therapie verlangt eine schnelle und sichere Diagnose. Den Herz-Kreislauf Patienten der Vincenz-Kardiologie steht jetzt eine moderne Technologie zur Verfügung, die nicht mehr mit einer herkömmlichen analogen Bildkette arbeitet, sondern mit einem hochempfindlichen dynamischen Flachdetektor. Dieser benötigt in Verbindung mit einer neuartigen Signalverarbeitung deutlich weniger Röntgenstrahlung bei gleicher oder besserer Bildqualität.

Bestechende Bildqualität und schnelle Therapieentscheidung
Mit den automatischen Vermessungs- und Analysefunktionen können die Spezialisten durch aussagekräftigere Diagnostik neue Wege in der Therapie beschreiten. So erlaubt der neue Katheter-Arbeitsplatz eine exakte Platzierung von Gefäßstützen, sogenannten Stents, sogar in teilverschlossenen kleinen Kranzgefäßen. „Insbesondere für den Notfall-Patienten bedeutet das neue Großgerät eine zusätzliche Absicherung“, freut sich Chefarzt Prof. Dr. Stephan Steiner. Das neue System liefere wichtige Detailinformationen für kardiologischen und vaskulären Erkrankungen, die bislang nicht in dieser Qualität eingeholt werden konnten.

Alle Informationen auf einen Blick ermöglichen zügige Diagnostik
Darüber hinaus erlaubt es ein spezieller Großmonitor, bis zu acht Videosignale gleichzeitig und flexibel in Größe und Anordnung anzuzeigen. Insgesamt können bis zu 16 interne und externe Videoquellen mit wesentlichen Daten des Patienten und Untersuchungsergebnissen angeschlossen werden. Alle Bilder können ohne Detailverlust auf bis zu 420 Prozent vergrößert werden. „Distale Gefäße, komplexe Gefäßstrukturen, Geräte sowie Mess- oder Kurvendaten (EKG-Signale und hämodynamische Daten) sind so besonders deutlich zu erkennen und erleichtern den Eingriff“, so Prof. Dr. Steiner. „Wir erkennen dadurch die Problemstellen viel genauer und können sie viel zielgerichteter und schonender behandeln. Unterschiedliche Bildquellen können in einem Bild zusammengeführt werden und erleichtern so die Behandlung hochkomplexer Krankheitsbilder.“ So können, beispielsweise bei der Behandlung struktureller Herzerkrankungen oder dem kathetergestützten Vorhofohrverschluss Signale der Ultraschalluntersuchungen eingespielt werden.“

Bessere Visualisierung wichtiger Details
Zusätzlich hebt eine weitere innovative Technologie den Stent in der Darstellung hervor und blendet Hintergrundrauschen und anatomische Strukturen aus. Diese verbesserte Visualisierung zeigt feine Details von Stentstreben sowie schmale und mit Medikamenten beschichtete Stents. Dieses Bild bietet somit Unterstützung bei der präzisen Stent-Platzierung. So kann die Positionierung oder die Entfaltung des Stents unmittelbar korrigiert werden.

Geringe Strahlung: Dosisreduktion um bis zu 70 Prozent
Mit der neuen Röntgensystemgeneration lässt sich die Röntgendosis bei gleichbleibend ausgezeichneter Bildqualität erstmals um 70 Prozent senken. „Der Einsatz des neuen volldigitalen Katheter-Arbeitsplatzes bewirkt einen Quantensprung im Vergleich zu der bisher bei solchen Anlagen zu verzeichnenden Strahlenbelastung. Eine so erhebliche Verringerung der Röntgendosis verbessert die Arbeits- und Behandlungsbedingungen deutlich“, erklärt Prof. Dr. Steiner. Auch eine strahlensensitivere Behandlung adipöser Patienten ist nun möglich. (PM)



Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Kolpingsfamilie ehrte langjährige Mitglieder

Hellenhahn-Schellenberg. In der Begrüßung ging Gemeindereferentin i.R. Eva-Maria Henn auf das Wirken von Adolf Kolping ein. ...

"Verliebt in den Westerwald": Neues Angebot für Freizeit und Tourismus

Wissen. Über die Website www.verliebt-in-den-westerwald.de stehen bereits jetzt über 140 Freizeittipps der Region Westerwald ...

Gemeinderat verteilt Christstollen in Caan

Caan. Auch in diesem Jahr fällt der sonst so beliebte Seniorennachmittag in Caan der Corona-Pandemie zu Opfer. Der Gemeinderat ...

Freiwillige helfen bei der Wiederaufforstung im Forstamt Neuhäusel

Neuhäusel. Für diese dritte Einsatzwoche waren 17 Freiwillige im Alter von Anfang 20 bis 65 Jahren aus ganz Deutschland zusammengekommen. ...

Hachenburg: Yannik Steffens wurde feierlich in den Pfarrdienst berufen

Hachenburg. Einen besonderen Festtag erlebte die Evangelische Kirchengemeinde Hachenburg am 2. Advent. Der neue Pfarrer der ...

Lkw-Fahrer mit 1,99 Promille auf Autobahnraststätte Heiligenroth

Heiligenroth. Auf der Tank- und Rastanlage Heiligenroth an der A3 führte die Polizeiautobahnstation Montabaur am Sonntag, ...

Weitere Artikel


Wärmepumpen im Gebäudebestand sinnvoll?

Montabaur. Da Tiefenbohrungen größere Teile eines Grundstücks betreffen können, werden solche Bohrungen selten bei Bestandsgebäuden ...

Bauarbeiten in Höhr-Grenzhausen ab 3. Mai

Höhr-Grenzhausen. Die Arbeiten werden von der Energienetze Mittelrhein, der Netzgesellschaft in der evm-Gruppe, ausgeführt ...

Die Birke ist mehr als ein Maibaum

Quirnbach. Die Birke verkörpert dabei Hoffnung und Aufbruchsstimmung in das neue Sommerhalbjahr. In gleicher Weise sollte ...

Alkoholisiert, ohne Führerschein mit nicht zugelassenem Traktor unterwegs

Kirburg. Im Rahmen einer Kontrollstelle in der Köln-Leipziger-Straße in Kirburg wurde am 1. Mai 2021 um 0:30 Uhr durch Beamte ...

Hohe Akzeptanz für Wölfe in Deutschland

Berlin/Holler. Seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe in Deutschland. War der Nachweis des ersten Rudels in Sachsen noch eine ...

Berufsorientierung digital mit „FindMe!“

Dernbach. Unternehmen suchen händeringend Azubis – das hat sich auch während Corona nicht geändert. Was aber anders geworden ...

Werbung